Druckschrift 
3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
Entstehung
Seite
662
Einzelbild herunterladen
 

662

November 1312.

4«S.

Zürich. 4Z42, 16. November (vff Sam Othmarswg).

Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, U2. 2ütt. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, V. 233. Staatsarchiv Bern: Allgemeine

Eidgenössische Abschiede, A. 12». Archive Freibnrg, Solothnrn, Schasshausen.

». Die Grafen von Thierstein begehren, wir möchten ihnen ihre Schlösser und Güter, welche Sole-thum ihnen zu seinen und unser aller Händen eingenommen, wieder geben. Darauf wird beschlossen, einst-weilen zu diesen Kriegszeiten in ihr Begehren noch nicht einzutreten. Da aber die Grafen Geleit begehren,so soll solches jeder Bote heimbringen und auf dem nächsten Tag hierüber Antwort geben. I». Da Hiero-nymus von Basel, der Herren von Thierstein Vogt zu Pfeffingen, Abtrag und Rechnung dieser Vogtei wegenverlangt, so wird erkannt, er soll nach Solothurn reiten und daselbst Rechnung geben; Solothnrn erhallVollmacht, in gemeiner Eidgenossen Namen darin zu handeln, v. Eine Botschaft des Bischofs von Lodi,Gubernators von Mailand, begehrt, wir möchten zur Besitzergreifung des Herzogs Maximilian, der nächstensin das Herzogthum kommen werde, auch unsere Botschaft senden. Ferner erklärt er, da die Rede gehe, gemeldterHerzog Maximilian wolle andere Knechte als solche aus der Eidgenossenschaft ins Herzogthum uehmen, stsei er beauftragt zu versichern, daß hieran nichts sei, sondern der Herzog zur Behauptung des Herzogthumsnur unser Kriegsvolk und kein anderes brauchen wolle. Drittens bitten der Gubernator und der StaatMailand, wir möchten unsere Gesandten beim Papst beauftragen, dahin zu wirken, daß die Städte Parmaund Piacenza und Anderes, was der Papst besetzt halte, wieder zum Herzogthum Mailand kommen. Vier-tens endlich möchte der Brief der zu Baden abgeredeten Vereinung beförderlich aufgerichtet werden, damitdas Volk zu Mailand sehe, wie die Sachen zwischen Mailand und der Eidgenossenschaft stehen. Da ma»über diese Punkte keinen Befehl hat, so soll auf nächstem Tag Antwort gegeben werden. Die Boten nachItalien sollen auf Dienstag nach Andreä nächsthin (2. December) zn Uri sein. «k. Der Bischof von Kon-stanz legt dar, aus welchen Ursachen er mit seines Stifts Schlössern, Städten und Herrschaften jenseits desBodensees dem schwäbischen Bunde beigetreten sei, wobei er jedoch die Städte und Schlösser diesseits desRheins, auch Neukirch, Hallau und die Leute im Kleggau, sowie die Herrschaften Bollingen und Höry vor-behalten habe, so daß diese nicht im Bund sein sollen. Er bittet die Eidgenossen, dieses zum Besten auf-zunehmen in Ansehung seiner, seines Stifts und dessen Priester Nothdnrft. Das will man heimbringt'v. Man ist auf Genehmigung hin übereingekommen, das Richteramt zu Lauis umgehen zu lassen,die Hauptmannschast und das Venneramt, und den Boten, die nach Mailand gehen, aufzutragen, fiir diesesNichteramt eine Eidesformel zu stellen und dessen Lohn lind Verrichtungen zu reguliren. 4'. AbermaligeMahnung an die Orte, welche ihr Betresfniß an Pulver und Geld noch nicht nach Lauis geschickt HademBetreffend die Eroberung des dortigen Schlosses, hat man die Sache nochmals in den Abschied genommen-K-.Es weißd jeder bott Vogt Zicken von Vrr> schriben antreffend die häxen im Thumer tal; darum st^vff nechstem tag ouch jedes Ort sin antwurt geben." I». Auf dem nächsten Tag soll man auch HrrruBernhards von Knöringen Rechtbegehren gegen den Bischof von Constanz und dasjenige des Stifts Consta'^gegen Herrn Bernhards Sohn Wolf Dietrich in Berathung ziehen, ebenso die Antwort Zürichs in seinemSpan gegen genannten Bernhard von Knöringen. Z. Jeder Bote kennt das Anbringen des Herrn JohaMStorch und des Burgermeisters und Raths von Ueberlingen, bezüglich des Vorgehens des schwäbischen Bundes