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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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October 1512.

4««.

Zürich. 20. October (Mittwoch nach 1>U0W ZZv-MAolists).

Staatsarchiv Lucer»: Allgemeine Abschiede, I!2. 20!!. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, V. 227. Staatsarchiv Bern: AllgemeineEidgenössische Abschiede, X. 88. Archive Solothur», Frciburg, Basel, Schaffhanse».

t». Dieser Tag ist veranlaßt durch die Briefe, welche der Herr von Sax und andere Hauptleute derEidgenossen in Italien an Zürich und gemeiner Eidgenossen Näthe, wo sie demnächst versammelt seinwerden, geschrieben haben. Die Briefe sind gelesen und die Boten haben nach gegenseitiger Mittheilunggefunden, daß keiner unter ihnen etwas anderes weiß, als daß alles Verlangte, es seien Leute, Geld, Pulver, nun-mehr bereits in Lauis sein müsse. Daher wird den Hauptleuten geschrieben, sie möchten Zürich oder Uri berich-ten, was ihnen noch mangle und welche die Orte seien, die ihr Pulver oder ihre Zusätzer noch nicht geschickthaben, damit wir die Säumigen dazu anhalten können. Alle Orte werden zudem aufgefordert, wenn sie ihrevier Centner Pulver oder Anderes, was vorhin hineinzuschicken beschlossen wurde, noch nicht geschickt hätten, esunverzüglich zu thun, damit wir nicht Kosten und Arbeit umsonst gehabt haben und dazu uoch Spott undSchande ernten. Deßgleichen, wenn Knechte wegen Krankheit oder Geschäften Hennkehren müßten, sollen diebetreffenden Hauptleute es ihren Obern zu guter Zeit melden, damit für Ablösung gesorgt werden könne;die Knechte, die in solchem Falle sind, sollen nicht weggehen, bis die Ersatzmannschaft eingetroffen ist. Auchsoll mit den Castellanen zu Morco undGodlag" (Codelago) geredet werden, daß sie das Beste thun, bisihnen von uns weiterer Bescheid komme. ?». Jeder Bote weiß, was von dem Geleitbegehren des Trivulziogeredet worden ist und was die Boten der vier Waldstätte, zwar ohne Befehl ihrer Obern, darauf geantwortethaben. Da die Boten dieses Tages über diesen Punkt keine Instruction hatten, so wollen sie denselbenheimbringen und auf nächsten Tag antworten, v. Abermals ist von dem Sturm auf das Schloß LoweH(Lauis) geredet worden. Einige Boten haben sich geäußert, wenn man den Knechten zusagen wollte, daßdie Stürmenden, welche das Schloß eroberten, erhalten würden, was sie darin fänden^ so würden sich schonLeute finden, welche den Sturm unternähmen. Da man aber über diesen Punkt keinen Befehl hatte, stsoll auf nächstem Tag weiter darüber verhandelt werden. «I. Auf frühern Tagen ist verabschiedet worden,daß aus guten Ursachen und zu unserm eigenen Vortheil alle Kaufleute in der Eidgenossenschaft mit Leibund Gut freien sichern Wandel und Handel haben sollen. Dabei läßt man es bestehen; jeder Bote soll anseine Herren bringen, daß das allerorts gleichmäßig gehalten und beobachtet werde. Nichts destominder hatJedermann Gewalt, sich vor Mißbrauch und Gefährde zu schützen. «. Das auf dem Tag zu Baden an-gebrachte Begehren derer von Bünden betreffend läßt man es bei den frühern Beschlüssen bewendet sein, hin-sichtlich des Geldes aber, das sie als Ersatz ihrer Kosten verlangen, hofft man, daß sie von unfern Herren undOb^rn günstige Antwort erhalten werden, tl. Dein Abt von Pfäfers ist auf sein Begehren gegenüber deinBischof von Chnr geantwortet, man verbleibe bei dem Abschied, der deßhalb zu Baden gemacht worden stnDer Pfründe halb, welche zu verleihen ihm in seinem Monat ledig gefallen und die ihm nun von einemPriester aus Bünden angefallen wird, hat man mit dein Boten aus Graubünden geredet, daß er bewirke,daß jener Priester davon abstehe und den Abt ruhig lasse. Ebenso wird den Boten, die nach Rom gehen,empfohlen, dem Abt bei päpstlicher Heiligkeit das Beste zu thun. K. Auf Begehren der Botschaft von Venedigwird dein Cardinal von Sitten und dein Gubernator zu Mailand geschrieben, ihre Widerwärtigkeit gegen