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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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September 1512.

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einander hinein reisen. Im Vorübergehen sollen sie zu Lauis, Luggarus, beim Cardinal und bei denRegenten in Mailand die Allsträge ausrichten, welche ihnen mitgegebeil werden. «R. Herr Johannes Storch,kaiserlicher Rath, zeigt an, einer, genannt Stoffel Huser, habe Einige von Kaufbeuren niedergeworfen undnach Krätzen (Hohenkrähen) geführt, wo er sie gefangen halte. Solches sei ivider den gemeinen Landfrieden,weßhalb kaiserliche Majestät und die Hauptleute und Regenten des schwäbischeil Bundes vorhaben, jenen zustrafen und vor Kräyen zu zieheil. Sie erwarten, daß sich Niemand des Thäters oder der Friedinger, die aufKrätzen sitzen, annehme. Darauf wird geantwortet, die Eidgenossen mögen die Bestrafung solcher Mißstände!wohl leiden, nur dürfeil dabei weder Schaffhauseil noch andere unserer Grenzgebiete beschädigt werden,«l. Auf diesein Tag ist abermals angezogen, ob mau dem Herzog von Savopen des Königs von Frankreichwegenlosen" wolle. Die Boten sind darüber, wie auf frühern Tagen, nicht gleicher Meinung gewesen,doch hat sich nun der Mehrtheil dahin erklärt, den Herzog anzuhören, aber unter der Bedingung, daß derKönig voil Frankreich zuvor auf das Herzogthum Mailand verzichte und alle Städte und Schlösser in dem-selben räume; dann wolle man ihmlosen", sofern der Papst, der Kaiser, die Venediger, Spanier undAndere, die in diesem Handel uns beholfeil wareil, Gunst und Willen dazu geben, t. Die Botschaftdes Cardinals bringt an, die Franzosen und Spanier haben einander wieder eine Schlacht geliefert undbeiderseits viele Leute verloren, sie rüsten sich abermals gegeil einander. Der Trivulzio liege mit einemgroßen Zug in Burgund und wolle liebst dein Herzog von Savoyen in's Mailäudische ziehen, der Königvon.Frankreich habe Letzter»! für seine Hülfe Asti und Novara verheißen. Niemand wisse auch, wessen wirEidgenossen uns von den Venedigern und Spaniern zu versehen haben, denn sie benehmen sich seltsam,zudem wolle der schwäbische Bund vor Hohenkrähen ziehen. Auf diese Nachrichten hat mau beschlossen, auallen Grenzen gutes Aufsehen zu halten und gegen jede Untreue auf der Hut zu sein, auch sich zu rüsten,damit man im Falle der Gefahr sofort bereit sei. K. Da auf Begehren des heiligen Vaters vorläufigbeschlossen worden ist, eine Botschaft nach Italien zu schicken, so soll jedes Ort über die den Voten zugebenden Instructionen beratheu, es sei desgewu,menen Landes Mailand", des Kriegs zwischen kaiser-licher Majestät und Venedig wegen, auch ob die Boten Vollmacht haben sollen, eine FriedensunterhandlungWischen dem König von Frankreich und gemeiner Christenheit in Anregung zu bringen. I». Bezüglich desSpans zwischen Uri und Schwyz weiß jeder Bote, was zu dessen Beilegung gethan worden ist, doch ohneweitern Erfolg, als daß am Ende beschlossen wurde, die übrigen Orte sollen jedes zwei Mann zur Besetzungvon Domo geben, Schwyz vor der Hand dieser Pflicht überhoben bleiben, ohne daß man es übrigens»gesunder!" hat. Die Kosten Uri's sollen die übrigen Orte ersetzen und jedes Ort berathen, wie dieses amst'glichsten gescheheil könne. Betreffend den Span der beiden Orte gegen einander hat mau mit ihnengeredet, daß sie nichts Unfreundliches gegen einander vornehmen, sondern, wenn sie sich nicht sonst vergleichenkennen, die Sache vor uns Eidgenossen oder nach ihrer Bünde Sage vor ein Schiedsgericht bringen. Aufbrm nächsten Tage sollen sie sich erklären, welchen der beiden Wege sie einschlagen wollen, i. Dieser Tagwar angesetzt zum Beschluß der Capitel und der Vereinung mit Mailand. Dieselbe ist von allen Ortenkußer Luceru zugesagt und angenommen. Da sie aber auf diesem Tag nicht aufgerichtet werden mochte, sobat mm doch Copien gefertigt und vor gemeinen Boten verhört, nach denselben sollen die Capitel sofortaufgerichtet und von Ort zu Ort zur Besieglung geschickt werden. 1^. Der Kaiser hat auf diesem Tageleine Botschaft gehabt und erstlich danken lassen, daß wir mit den Venedigern keine Vereinung machenwollen, bevor sie sich mit ihm ausgesöhnt habeil, übrigens möge er wohl leiden, daß die Eidgenossen an