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September 1512.
übergeben, und specificirt, was sich in den Schlössern an Geschütz, Mundvorrath und Kriegsvorrath befundenhat. Eine Abschrift ihrer Aussage liegt zu Lucern. i . Ueber den savoyischen Antrag für Vermittlungzwischen uns und dem König von Frankreich lauteten die Instructionen verschieden; einige Orte hatten ihreGemeinden noch nicht gehabt, andere wollten erst „losen" wenn Frankreich das Herzogthum Mailand völliggeräumt und darauf verzichtet habe, noch andere nur mit Beistimmung der Verbündeten u. s. w. Daraufwurde beschlossen, die Meinungen, die gefallen sind, heimzubringen, und auf dein Tag zu Baden sich endlichzu entschließen, ob man dem Anerbieten Savoyens Folge geben wolle oder nicht.
r nach Zürcher Abschied V, 218. — «I und x» fehlen im Zürcher Abschied, i, «, z», r fehlenim Berner Abschied.
Zu r. Antworten der Boten auf dem Tag zu Lucern auf Matthäi über die Werbung des Herzogs von Savoyenvon wegen des Königs von Frankreich „ob man Im losen welle oder nit: Zürich will „losen", doch unter derBedingung, daß Mailand geräumt werde, daß Papst, Kaiser und andere Bundesgenossen zustimmen. Bernwill anhören, wenn gemeine Eidgenossen oder der Mehrtheil dafür stimmen, sonst nicht. Lucern will anhörenund dann nach Convenienz handeln. Uri will in nichts eintreten, bevor das Herzogthum Mailand „geruwiget"fei, ob aber Jemand Besseres wüßte, will es solches nicht abschlagen. Schwyz hat keine Antwort gegeben-Obw alden will mit andern Eidgenossen anhören, wenn das Herzogthum Mailand geräumt und der Span mitdem heiligen Vater beigelegt ist. Nidwalden hat seine Gemeinde erst nächsten Sonntag. Zug will mit geinebnen Eidgenossen oder dem Mehrtheil „losen". Glarus wie Zürich. Basel will mit Einwilligung des Papstesund der Bundesgenossen „losen". Solothurn wie Lucern. Freiburg will zur Zeit „nicht losen". SchaffeHausen ebenso. Weil nun die Antworten ungleich, hat man die Sache verschoben bis auf den Tag zu Badenauf Michaelis, inzwischen soll jeder Bote diese Antworten heimbringen.
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Baden. 4612, 29. September (uff tnioüasiis).
Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, I«'. 2 2ül). Staatsarchiv Zürich: Abschiede, V. 226. Staatsarchiv Bern: AllgemeineEidgenössische Abschiede, X. 58. Archive Freibnrg, Svlothnrn, Basel, SHatshausen.
Jeder Bote weiß, wie unsere Eidgenossen von Zürich, Bern, Lucern, Schwyz gedankt hüben desHutes, Schwertes und Panners wegen, mit Erbietung, solches gutwillig zu verdienen. I». Unsere Haupt-leute und Knechte zu Lauis haben geschrieben, sie leiden Mangel an Pulver, auch seien noch mehrere Ortemit der Sendung der 10 Knechte und 50 Gl. im Rückstand. Darauf wird beschlossen, jedes Ort soll seineAnzahl Knechte und fein Betreffniß an Geld sammt dem Pulver beförderlich hineinschicken; zu den jüngstbeschlossenen 2 Centnern soll jedes Ort noch 2 Centner fügen, damit kein Mangel an Pulver sei. v. Äusdiesen Tag hat der Papst den Eidgenossen geschrieben, es werden sich jetzt aller Fürsten und Herren Bot"schaften versammeln, großer, die ganze Christenheit berührender Sachen wegen. Da Seine Heiligkeit unserLob, Ehre und Nutzen vor allem Andern im Auge habe, so wünsche er, daß wir unsere Boten auch ^dieser Zusammenkunft schicken, er werde dieselben bestens empfangen. Obschon nun von den Boten diesesTages Niemand Vollmacht hatte, auf diesen Gegenstand einzutreten, so hat man doch der Dringlichstdesselben wegen auf Genehmigung hin beschlossen, daß alle Orte ihre Voten hineinschicken sollen. DieVoten der zustimmenden Orte sollen auf Montag nach St. Gallentag (18. October) zu Uri seiu uud »ut