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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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639
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August 1512. ßzg

des Herzogs vou Savoyen, der Dechaut von Colmar, und hat begehrt, die Aufrichtung der Vereiuuug zwischenden Eidgenossen und dem Herzog möchte befördert werden. Dabei hat sie den Herzog verantwortet wegender Rede, daß er dem König von Frankreich wider uns anhange und demselben Beistand thue, mit weitermBegehren, man möchte ihm erlauben, zwischen dem König und uns einen Frieden zu unterhandeln, es geschehedas mit gutem Willen und in guten Treuen. Darüber will mau auf dem nächsten Tag Antwort geben.

Derselbe savoyische Bote hat unter Anderm angezogen, der Cardinal von Sitten liege mit den päpst-lichen Truppen im Lande Savoyen, was ohne Schaden der armen Leute daselbst nicht abgehe. Auf seinBegehren wird dann dem Cardinal geschrieben, er möchte seine Truppen anders wohin verlegen und vor-igen, daß die, welche durch Savoyen ziehen, gebührlich bezahlen und die Leute daselbst nicht beschädigen,denn der Herzog habe uns bereits eine große Summe Geldes gegeben und müsse noch mehr geben. Wennuun seine Uuterthaneu so beschädigt winden, so wäre er außer Stande, seinen Verpflichtungen nachzukommen.Die Boten, welche der Büchsen wegen zum Cardinal von Sitten gehen, sollen ihm dieses auch mündlichempfehlen. I'. Da des Zolls im Herzogthum Mailand wegen unter den Boten-vielerlei Meinungen aus-gesprochen worden sind, keiner aber bestimmten Befehl oder Vollmacht dießfalls gehabt hat, so wird beschlossen,Instruction einzuholen und auf dein nächsten Tag weiter darüber zu verhandeln. A-. Es ist auch Anzuggefallen bezüglich der Messe zu Lyon, wie dieselbe wieder von dort nach Genf zu bringen wäre. Da mandaraus großen Nutzen zu ziehen hofft, so wird mit den Rüthen des Kaisers darüber geredet. Diese habenübernommen, den Gegenstand an kaiserliche Majestät zu bringen in der Hoffnung, es werde von ihrer Seitegnädige Antwort folgen. Die spanische und mailändische Botschaft, mit denen dießfalls auch geredet wordensind der Sache geneigt, ii. Die kaiserlichen Räthe haben begehrt, „mit inen niderzusitzen vnd voneinem Zug in Burgund Anschlag zu thun", auch auf kaiserliche Majestät getreues Aufsehen zu halten.Ihnen ist geantwortet, wir seien zu dieser Zeit mit andern Geschäften beladen und haben hiezu keine Voll-wacht, wollen aber ihr Begehren heimbringen und auf nächstem Tag Antwort geben, i. „Vnd als nachCrobrung des Herzogthums Meyland diser tag allhar in die statt Baden angesetzt ist, daruff zu reden vndsich zu entschliefen, in was gestalten man den jungen Herzogen von Moyland in dasselb Herzogthum setzenwelle vff etlich anzög vnd vnderred zu vorgehaltneu tagen deßhalb beschechen, vnd also vff disem tag hie znBaden sind erschineu Nöm. keys. Maj. treffenlich Rät, ouch des Herzogthums Meyland erlich botschaftenvnd „üt denselben vm Jnsetzung wegen Herzog Maximilians vil vnd mengerley gerett ist. Sind am letzsteu^lich artikel begriffen vnd beidersidt vff ein hindersichbringen angenomen vnd ist jedem Kotten derselbenSchelten Artiklen ein Copy geben, sinen Herren vnd Obern dieselben fürzubringen, sich darüber zu beratenvnd vff dem tag, so darum vff Sonntag nach Saut Frena tag (5. September) nechst, nachts, widerum hieZU Baden au der Herberg zu sind angesezt ist, endlich zu antwurteu vnd die ding zu beschliesen, angsehen dasHandel kein langen Verzug liden mag, wie die boten das wissend zu sagen"; man soll auf den angesetzteilTag alle Capitel, neue und alte, welche zwischen den Herzogeil von Mailand und uns Eidgenossen bishergewesen sind, herbringen, damit man dieselben einseheil und daraus ziehen möge, was den jetzigen Verhält-'üssen angemessen zu sein scheint. Eine Botschaft der Herrschaft Venedig hat bei uns um ein Bündnißgeworben; wir habeil geantwortet, wir seien mit kaiserlicher Majestät in Vereinung und da diese und Venedignoch etwas Widerwärtigkeit gegen einander haben, so könneil wir, bevor diese ausgetragen, in keine Ner-ch»»lg mit Venedig treten. Wir haben aber unsere Vermittlung angetragen und die kaiserliche Botschafthabe übernommeil, diesen Antrag au ihre Herren zu bringen lind aus den nächsten Tag zu antworten.