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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Juli 1512.

und Frieden kommen, t. Etlichen Kaufleuten, welche die Straße über den Gotthard brauchen, wird dasGeleit bestätigt und erneuert. K. Die Zusätzer der vier Waldstätte zu Lauis fragen an, ob sie ihren Soldauch vom Legaten fordern sollen oder nicht. Darüber sollen die Boten, die heimgehen, ihnen nach GutfindenWeisung geben. I». Dieser Tag ist angesetzt worden auf Begehren des Herzogs von Savoyen, als dessenGesandte nun erschienen sind der Abt von Pignerol, der Herr von Mondragon und der Dechant von Colmar.Sie haben mit vielen freundlichen Worten erklärt, ihr Herr verlange in Ansehung der günstigen Lage beid-seitiger Länder w. ein Bündniß mit uns zu machen nach Form und Gestalt einiger Artikel, die sie auf beid-seitige Verbesserung hin vorgelegt haben. Alle Boten, mit Ausnahme derer von Schwyz und Zug, welchezur Zeit in Nichts eintreten wollten, haben die Artikel zur Berathuug ihrer Herren angenommen. Diesavoyischen Boten haben sich auch merken lassen, sie werden eine jährliche Pension von 100 Kronen jedemOrt anbieten und nach ihrem Vermögen trachten, bis auf 200 Gulden steigen zu können, i. Auf diesemTag ist auch im Namen kaiserlicher Majestät Herr Johannes Storch erschienen mit folgenden Anbringen:1. Da die kaiserliche Botschaft den Tag zu Zürich nicht habe besuchen können, so habe sie um Ansehungeines andern Tages gebeten; diese sei erfolgt, man möchte also den Tag leisten. 2. Der Kaiser habe Bericht,der König von Frankreich rüste sich ernstlich, um die Grafschaft Burgund zu überfallen; die Eidgenossenwerden daher kraft der Erbeinung zu getreuen Aufsehen ermahnt, insbesonders möchte solches den nächst-gelegenen Orten Bern, Freiburg und Solothurn empfohlen werden. 3. Wenn allfällig „Praktiken" vomKönig von Frankreich vorhanden wären, so möchte man selbe abstellen und ihnen kein Gehör geben, sondernden angesetzten Tag erwarten und mit kaiserlicher Majestät unterhandeln, wie auf frühern Tagen abgeredetworden ist. 5. Es sei dein Kaiser höchst widerwärtig, daß der Graf von Thierstein oder Andere dem Königvon Frankreich zuziehen nnd er habe solches streng verboten, k. Zürich hat den Tag angesetzt auf MariaHimmelfahrt (15. August), nun hat aber der Legat geschrieben und einen Tag nach Baden auf Laurent!!(10. August) augesetzt. Mau hat nun abgeredet, daß die Gegenstände beider Tagansetzungen auf dem Tagzu Baden verhandelt werden sollen. I. Die savoyischen Boten haben im Namen ihres Fürsten angebracht,derselbe bitte die Eidgenossen, ihm die Vermittlung ihres Krieges mit Frankreich anzuvertrauen, er hofstihnen einen ehrenvollen nnd vortheilhaften Frieden zu Stande zu bringen, einen andern würde er nicht zaerreichen versuchen. Wenn die Eidgenossen ihn: diese Ehre und dieses gute Werk zu thun gönnen wollen,so möchten sie au ein gelegenes Ort Tag setzen und zur Abkürzung der Sache auch der französischen Bot-schaft zu demselben Geleit geben. «». Ebenso ist ein Herr aus Burgund, ein Diener der Prinzessin, er-schienen und hat im Namen seiner Fürstin um Geleit nachgesucht, mit dem Bemerken, er zweifle nicht, daßwenn Waffenstillstand gemacht und ein Tag angesetzt werde, den Eidgenossen begegnen werde, was ihnen zuEhre und Nutzen gereiche. Dieser Reden und Bitten hat sich Niemand änderst beladen wollen, als sie i"den Abschied fallen zu lassen, damit ans dem Tag zu Lucern an St. Lorenzen Abend darüber Instructionertheilt werden möge. Die savoyischen Boten haben auch angebracht, daß, falls die Eidgenossen dosAnerbieten des Herzogs annehmen, derselbe trachten werde, die Messe, die vormals zu Genf gewesen undgewaltsam nach Lyon gezogen worden ist, wieder nach Genf zu bringen, was in des Herzogs und uuserinInteresse sei. Auf dem Tag zu Baden will man hierüber mit den kaiserlichen Rüthen sprechen und diellnsern anweisen, nicht nach Lyon, sondern nach Genf zu gehen. «». Die Boten, welche nach Lauis, Luggarnsund zum Cardinal verordnet worden sind, werden aus Ursachen, die jeder Bote weiß, zurückgehalten und sollenerst nach dem nächsten Tag zu Lucern abreisen, z». Auf Begehren der savoyischen Boten wird den Unser»