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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Juni 1512.

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Zürich. 4t542, 16. Juni (Mittwoch in dcr Ablaßwoche).

Staatsarchiv Ziirich! Abschiede. V. 182. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, u. 2Zl. 272.

Archive Solothurn, Freiburg, Schaffhausc».

Boten: Zürich. Marx Nöist; Rudolf Escher; Matthias Wtzß, alle drei Altburgcrmeister; Meister FelixWeingartner. Bern. Hans von Erlach; Venner Weingartner. Lucern. Vogt Gürber, Baumeister. Uri.Ammann Troger. Schwyz. Annnann Kätzi. Obwalden. Ammann Frunz. Nidmalden. AmmannStolz, Zug. Heinrich Utinger. Glarns. Pannerherr Stucki. Basel. Burgermeister Offenburg. Solo-thurn. Venner Stölli; Hans von Noll. Schaffhausen. Bürgermeister Trüllerci). Abt von St. Gallen.Hauptmann Mäder. Stadt St. Gallen. Caspar von Vonbül, Burgermeister. Appenzell. Cristan

Pfister. Bünden. —

Auf diesem Tag ist die verfallene päpstliche Pension bezahlt morden. Diejenigen Orte, welche ihreQuittanz unter der Stadt oder des Landes Siegel den päpstlichen Anwälten noch nicht übergeben haben,sollen es auf dein nächsten Tag thun. 4». Jedes Ort soll eigenmächtige Auszüge der Seinigen verhüten,v. Die Graubündner sollen den Martin Sager abhalten, auf eigene Faust zu Feld zu ziehen und Andereaufzuwiegeln, er soll, wie Andere, auf uns Eidgenossen warten. «I. Kaiserliche Majestät hat durch ihreabgeordneten Näthe zu wissen begehrt, was wir auf den Abschied von Trier für Entschlüsse gefaßt, ob wir,salls wir das Herzogthum Mailand eroberten, den von da vertriebenen jungen Fürsten wieder einsetzen wollen,der dafür den Eidgenossen 300,000 Ducaten und jährlich eine Pension von 40—50,000 Ducaten zu gebenhätte. Nun haben wir zwar von unfern Leuten im Feld guten Bericht, so daß zu erwarten steht, sie werdenbald nach Mailand vorrücken, sind aber im weitern noch nicht im Klaren; daher soll man die Sache heim-bringen und auf Mittwoch nach St. Ulrichstag (7. Juli) in Zürich wieder erscheinen, was auch dcr kaiser-lichen Botschaft angezeigt wird. Die Punkte, welche nach dem Abschied von Trier die kaiserlichen Botenauf dem letzten Tag zu Zürich angebracht und die weiter gehen, als im damaligen Abschied verzeichnet ist,siud folgende: 1. Ob unfern Herren gefallen wolle, die Erbeinung in etlichen Artikeln zu erläutern und zubessern und weiter mit dem Papst und dem Köuig von Spanien eine engere Verbindung für gegenseitigenbeistand einzugehen. 2. Ob, wenn wir Eidgenossen in diesem Feldzug das Glück hätten, Mailand zuerobern wir es nicht lieber als dem Papst und den: Bund dem jungen Herzog übergeben wollten, damit«er das innhett vnd gegen frankrich befridet were" und uns 300,000 Ducaten in drei Jahren gebe undbazu jedem Ort eine jährliche Pension. 3. Wenn uns in diesem Feldzug Mailand nicht würde, so möchten"är zur Herbstzeit uns abermals mit Heeresmacht erheben, um einen Zug gegen Mailand zu thun, dannwolle uns der Kaiser mit 4000 Pferden und schwerem Geschütz aus Verona zu Hülfe kommen, um MailandZu erobern den Herzog einzusetzen und gegen den König von Frankreich zu befrieden. 4. Da der KaiserUns Durchpaß durch sein Land gegeben und deßhalb mit dein König von Frankreich sich veruneinigt habe,so Möchten die Eidgenossen ihn nicht verlassen, sondern bei allfälligem Friedensschluß ihn einschließen undihm etilen Brief geben, wodurch sie ihm solches zusagen. In diesem Fall wolle er sich auch verschreiben,in gegenwärtigem Feldzug uns Reisige und Geschütz zu leihen. Auf alles das soll man auf MittwochUach St. Ulrichstag antworten. «?. Die kaiserliche Botschaft hat bezüglich der Bezahlung der verschriebe-