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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Juni 1512.

von Bamberg wird geschrieben, sie möchten daran sein, daß Cunrad Meyers Sohn, Hans Korn von St. Gallenund Cunrad Trub von Arbon aus ihrer Gefangenschaft bei Utz von Perling, Hans von Selbig und Mit-haften in des Bischofs von Bamberg Gebiet mit Hab und Gut ohne Entgelt erledigt werden. K. DieStadt Constanz hat geklagt, daß die Reisekosten, welche unser Landvogt im Thurgau auf ihre daselbstliegenden Güter schlage, wider den Baseler Frieden ihr aufgelegt werden und wenn wir dieser Beschwerdenicht abhelfen, so wolle sie darüber mit uns zu Recht kommen nach Laut der Erbeinung mit kaiserlicherMajestät, oder an andere unparteiische Ende. Man will dieses Geschäft heimbringen und auf der Jahr-rechnung zu Baden antworten; der Landvogt soll inzwischen diese Steuer von der Stadt Constanz nichtbeziehen und auf die Jahrrechnung die betreffenden Abschiede mitnehmen. I». Der Landvogt im Thurgauhat eine Vergicht des zu Wyl wegen Diebstahl und Anderm mit dem Strick gerichteten Johannes Wüst nüt-getheilt, mit der Bemerkung, daß etliche Personen „das Jr verloren oder vßgegeben haben." Demselbenwird aufgetragen, letztere zu ermitteln uud des Wüsten Gut in Verbot zu legen, auch Helfer und Hehlergefangen zu legen und dann die Sache wieder auf die Jahrrechnung zu Baden zu bringen. >. Eine Straf-sache gegen Cunrad Feer von Eschenz, genannt Gillmann, und Joseph Schmid von Mühlheim, welche derLandvogt von Thurgau anzieht, soll auch auf der Jahrrechnung zu Baden weiter verhandelt werden. Ii,«Zürich soll mit Johann Storch, wenn derselbe kommt, reden, daß er daran sei, daß die Posten auf kaiser-licher Majestät Kosten eingerichtet werden, wie schon früher davon geredet ist.

Zu »». 1512. Am Pfingstsonntag (30. Mai) Brieg. Jörg auf der Fluh schreibt an GerichtsschreiberMarch zu Lucern: „Min sun, der techan, ist gefangen vnd weißd nid, durch wen, wo oder was sin Schuld sig-Ist min früntlich bitt, Jr wöld üch erfarn vnd mich des mit disem Kotten, ouch in wellicher gestalt Im möchtgehülsten werden, berichten. Witter, berürend dise kriegslöuff bitt üch, Jr wellend mich lassen wüsten, ob jema»zu der fach rede oder es muß krieget sin, vnd wenn man mit der banner well in das feld rucken, ouch wie n>nvns halten sollend. Wo gut Herren oder gesellen weren, die do möchten zu friden gehelfen, denen sölt wol gelontwerden. Aber der heilig Vater von Wallis het die ganz Cristenheit von einandern verworren, das ich besorg, ^werd vil blut kosten. Raten mir, wie ich mich halten sölch, dann solt es dem bischof nach sinem willen gan, warder mir wib vnd kind verderben. Der Ansprechern halb lassend mich witter wüsten, was mir old miner huß'frowen zethund sig; die lüt Hand mich bracht vm alle mine Hab. Ob es doch zu krieg müßt kamen, welt ich ger"im feld sin, wer ich sicher; dann ich hoffte minen fremden wol zu helfen, vß merklicher kuntschaft, so ich in LaM-parten han. Ich bitt üch, Jr welt mich aller fachen berichten, stat mir zu verdienen mit der hilf Gottes, der üchin Eren wol beware."

(Hans)Marty, Schreiber, antwortet: „Datum, Jlends, Donstag nach dem pfingsttag (3.Juni), vm die zwölstStund zu Mittag:

„Lieber Herr. Üwers suns halb ist mir leid in trüwen, aber ich Hab heimlich gefragt, warum er gefangen sOmin Hern Schultheiß Feeren vnd Stattschriber vnd andere, denen ich vcrtruwen darf. So vermeine jetz die vrsachsiner gefenknus, das er ist kon zu dem von Sax, demselben er in guter Meynung epwas gesagt hat vnd ang^bracht, das hat aber der von Sax nid mögen noch wellen in Im haben, sonder das vßglassen denen so inlp"zogen sind mit Iren zeichen in das feld. Dieselben von Eidgnossen Hand In gefangen vnd sol er zu Chur ligenvnd fürcht, das er ligen muß bis vstrags des Zugs daselbs, doch so geschicht Im nüdt, das ich mein. Nun kannich kein rath finden von Niemand, wie er lidig wurdy, dann es darf niemand sich wol ingen, aber ich han sckst^die ganz nacht gewachct vnd gesinnet hin vnd her vnd in mir selbs find ich, dz mir ist, wenn gemein Eidgnossenbi einandern werend vnd insonders hie zu Lutzern, so müßt ich vsendury pratizieren mit den poten damit gemewEidgnossen für In schriben gen Chur, In lidig zu machen; so wirt die geschrift mir befolhen zu machen, so w»rd