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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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November 1511.

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Belohnung auszahlen, er habe in Freiburg viele Schulden und kein Geld und könne ohne Bezahlung seineHabe dort nicht fortnehmen. Darauf wird beschlossen, es soll ihm jedes Ort 100 Gulden geben, um dasUebrige möge er von Ort zu Ort reiten, oder aber Lichtmeß erwarten, dann wolle mau ihm die erste Rateauszahlen, v. Den Stadtschreiber von Bern will man auf Lichtmesse für seine in der Sache gehabteBemühung entschädigen, bis dahin soll man sich entschließen, was mau ihm geben wolle. Ebenso wird esgehalten bezüglich des Stadtschreibers von Solothurn, der in der Sache auch viel gearbeitet hat.

Zu ». Der Freiburger Abschied trägt diesem Tage die Urkunde ckä. Solothurn Mittwoch nach Bar-tholomäi nach, wodurch Zürich. Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Glarus, Freiburg und Solothurndie savoyische Botschaft für die erste Zahlung an Zürich, Freiburg und Solothurn je 3000, an Lucern, Uri,Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus je 4000 rheinische Gulden auf Rechnung der letzten Martinstagverfallenen 60,000 rheinischen Gulden quittiren und für den Rest terminiren.

4TZ.

T ch w l) ). 1Z1 1, 8. Decembev (Unserer Frauen Empfänglich).

Staatsarchiv Lucern: Ungebundene Abschiede.

Die Boteil voll Uri, Unterwaldeil, Zllg und Glarus zu Schwyz versammelt schreibeil all Lucern (undübrigen Orte): Nachdem sich dieüwern vnd unfern" erhoben haben, um nach der Lombardei zu ziehen,^ vernehmen sie, daß etliche Orte sich rüsten, um auf die erste Nachricht vom Ausbruch des Kriegs inItalien nach Hochburgund oder Welschneuenburg zu ziehen. Nachdem die obgenannten Orte solchesinLandmers wise" vernommen, haben sie sich auch mit ihren Venlinen gerüstet, sich aber zugleich berathellund gefunden, es wäre zu dieser Zeit gerathener, nichts dergleichen anzufangen, bis wir zuverlässig vernehmen,welche Gestalt die Sachen in der Lombardei annehmen, denn wenn es dafehlte", so wüßten sie nicht, wohinziehen es dann am nothwendigsten wäre. Deßhalb verkünden sie einen Tag nach Zug auf den nächstenSonntag, damit mau sich gemeinsam berathe und Alles, was geschieht, mit Einhelligkeit gescheheil möge.

Schwyz ist nicht genannt, wohl nur aus Versehen.

Hiezu folgende Briefe:

1511. 10. December. Venedig. Bernardino Morosini schreibt an die von Schwyz, er sei mit ihremCredenzbrief und Befehl eilig aus Bellenz abgereist, mit dem edeln Herrn Rudolf Saler aus Bünden undsechs Mann am 8. December über das Gebirge gegangen und Tag und Nacht gereist. In Venedig angekommen,sei er mit großen Ehren empfangen und sofort verhört worden. Die Herrschaft sei bereit, mit den Eidgenossenzusammenzuwirken, sie möchten über Bergamo, Brescia, Peschiera gegen Dietrichsbern vorrücken und da das vene-tianische Heer aufnehmen. Den Brief an den Cardinal von Sitten habe er von Venedig aus durch einen Post-boten Venedigs weiter geschickt und den Cardinal brieflich von Allem, was ihm aufgetragen sei, in Kenntnis; gesetzt.

1511. 11. December. Venedig. Leonardo Loredan, Herzog zu Venedig, schreibt an Hauptmann, Vennerund Gemeinde von Schwyz, er habe von ihrem Boten Bernardino Morosini mit größtem Vergnügen undDank vernommen, sie seien im Begriff, wie Venedig, Krieg gegen die Franzosen zu führen, welche die Feinde desPapstes und der Kirche seien, auch keinen besondern Frieden zu machen ohne den Papst. Er werde nach ihremVerlangen namhaftes Kriegsvolk nebst Geschütz und Brückengeräth an die Etsch senden, damit sich beide Heerevereinigen können. Sie sollen ihn von ihren Bewegungen in Kenntnis; halten.

Abschriften im Solothurner Abschied VI. (Vergleiche Ceresole I. o. x. 10.>