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August 1511.
Feind und liegt bei denen von Klingenberg auf dem Schlosse Twiel im Hegall. Auf Allrufen derer vonNürnberg wird ihm geschrieben, er soll von seinem Vorhaben abstehen. S. Den Boten dieses Tages istmitgetheilt worden, die Graubündner seien mit 2000 Mann dem König von Frankreich zugezogen und esstehe zu befürchten, daß auch aus dein Thurgau und anderwärtsher Aufbrüche stattfinden. Darauf hat mandie Graubündner ermahnt, die Ihrigen zu Hause zu behalteil, und Claims beauftragt, den Vögten ünSarganserland und Thurgau zu befehlen, daß sie Niemanden ziehen lassen. I». Bern, Freiburg undSolothurn habeil angebracht, der Vogt im Thurgau verrechne zu ihren Lasten Ausgaben, welche das Land-gericht, woran allein sie Theil habeil, nicht berühren, und freundlich gebeten, man möchte zu einer gütlichenRegulirung dieses Verhältnisses Hand bieten, wo nicht, so bieten sie Recht auf den Rath von Zürich, obschondieses selbst bei der Sache betheiligt sei. i. Der Kirchherr von Uri zeigt an, daß das Geld für die päpPliche Pension zu Venedig am Wechsel liege; wenn wir nicht dazu thun, bevor die fünf Monate auslaufen,so möchte dasselbe vielleicht wieder „hinder sich in die päpstliche Kammer fließen."' Von kaiserlicher Majestäthabe kein Geleit erlangt werden können, man möchte daher die Verwendung des Kölligs von Frankreichdafür zu erwerbeil suchen; in diesem Fall wolle er mit etlichen Boten der Eidgenossen dem Geld nachreitenund es zu erhalten suchen, alles in des Papstes Kosten. „Aber die knecht Jrs solds zu bezalen hat er mintgerett." lieber diese beiden letzten Punkte (ü. I.) ist ein Tag angesetzt nach Lucern auf Mariä Geburtnächsthin (8. September).
Der Berner- und Freiburger Abschied enthalten nur «, «I, e, i.
4,4.
Äestgellriei). töll, 27. August (Mittwoch nach Lartbolomäi).
Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, k. ll)7.
Man hat die Knechte von Uri und Unterwalden angehört, welche gegen Jörg auf der Fluh vonWallis Ansprachen erheben. Da aber die Boten in der Sache ungleiche Aufträge hatten, so soll jeder iviedooan seine Herren berichten, daß erwogen werde, ob man aus allen Orteil vor die Zehnten im Wallis Bote»schicken wolle und wie die Sache gütlich beigelegt werden könne, auch ob man die Walliser das ewige BlMund Landrecht beschwören und erneuern heißen wolle. Um Antwort zu geben ist auf nächsten Mon^ö(1. September) nach Lucern Tag angesetzt. I». Da Lucern berichtet, es erheben sich wieder Knechte,zum König voll Frankreich zu zieheil, so soll berathschlagt werden, ob man an den König schreiben woll^um ihn abzumahnen, solche Knechte anzunehmen, v. Ebenso soll auf dem angesetzteil Tag zu Lucern erwogtwerden, was man mit denen voll Schwyz reden wolle auf den Bericht des Commissars zu Bellenz, ^etliche drohen, nach der Engelweihe nach Lamparteu zu zieheil und uns da Krieg zu erregen.