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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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December 1510.

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von Sylinen biß zu der leyten fünf welsch myl wegs engegen gerytten vnd der Bischoff, der zu Bernder Prediger-münch halb gehandelt hat, mit etlichen Herren in der Statt ryttend begegnet, die des willens gewesen, vnsengegen ze ryten vnd haben vns biß für die Herberg beleittet. Morndeß an dem Donrstag hat vns die b. Ht. einVaß win, 6 fleschen Malmensy, viij Hasen, xxx gerauchter zungen, sovil swinen Hammen vnd acht lebendige kelbergeschenkt vnd vns sagen lassen, vns audienz wellen geben. Also sind wir vff frytag nach Sant Niclaustag vorder b. H. mit der Reuerenz vnd kuß siner H. fuß, wie sich gebttrt, erschinen vnd diß nachfolgend red, wie dietützsch hienach vergriffen ist, in latin lassen tun vnd reden:

Allerheiligster in Gott Vater, Allergütigster Herr, vnsere Obern haben vns vßgeschikt zu üwer Ht. zekerenvnd der selben üwer Ht. als Jr gehorsamsten Sün Jr vndertänigkeit biß zu dem kuß üwer Ht. süßen zu sagenvnd ze erbieten beuolhen. Allerheiligster Vater, die genanten vnser Obern haben, als sy ze Lutzern by einandernzu Tagen versammlet gewesen sind, ein schrift oder breue von üwer Ht. an sy vßgangen, des Dat wyset vff denletzsten Tag Septembris diß Jares, daruß sy vnd nit vnbillich mergklich erschraken, empfangen vnd das dervrsach, dz dieselb schrift etwas entsetzung vwer Ht. gemüts gegen gemeiner Eidgnossenschaft anzöigt vnd innhaltet,nemlich sich daruff refferirt, als ob ein hochmütig schrift von gedachten vnsern Obern an vwer Ht. gesandt sye,wie dann dieselb schrift das anzöigt sc. Da haben vnser obern vns beuolhen, üwer Hl. zu entdekcn, dz sy gemein-lich von solicher schrift wenig wissens haben, syent och daby nit alle gewesen, da dieselbe schrift abgeuertiget wor-den sye; sy gestanden ouch nit, daz die Artickel, so durch üwer Ht. breue anzöigt werden, also von ge-meiner Versammlung der Eydgnossen erkannt syen, sonder üwer Ht. demütenclich zeschriben vnd sy ze tröstenvnd was Inen begegnet sye, ze verkünden. Deßhalb so haben sy vns beuolhen, an üwer Ht. demütenclich ze be-geren, dz üwer Ht. vns botten denselben brieff welle lassen sechen, damit wir mögen erkennen, von wem odervnder was Jnsigcl vnd geheiß der vsgangen sye vnd als dann dieselb nbschrift gedachten vnsern obern angezoigen,So wellen sy darinn handeln, was sich wirt gebüren. Da ist an üwer Ht. vnser demütig bitt, dieselb üwer Ht.welle vns so gütig vnd gnedig sin, vns denselben brief anzöigen vnd die Copie miltenclich mitzeteilen, die vnsernObern, Jr begird nach, mögen vberantwurten vnd daruf der gebür nach zehandeln.

Zum Andern, allerheiligster Vater, mit üwer Ht. haben vnsere Obern gemein Eidgnossen ein vereyn oderpüntnuß als gehorsam Sün für all ander Herren strengklich geworben haben, angenomen, versigelt vnd beslossen,wie denn die brieff, die deßhalb vffgericht vnd üwer Ht. ttberantwurtet sind, das mit lutern artikeln anzöigen. Dahaben vns vnser Obern mit gar großem ernst beuolhen, üwer Ht. ze verkünden, ze sagen vnd trostlich ze vergwissen, dazsy des willens vnd gemüts syen, on alle mittel vnd hinder sich sechen denselben artiklen vnd Cappiteln, wie sysich des verschriben haben als gehorsam Sün vnd from Cristen Erenlüt ze erstatten, zeuolziehenvnd daransetzenJr lib, sel, Ere vnd gut vnd was Inen der allmechtig gott verliehen hat, des solle vnd mog sich üwer Ht. trostlichvnd on allen zwyffel zu Inen verlassen vnd genzlich verscchen. So aber üwer Ht. durch Jr Oratores sich ouchgnedigklich in vffrichtung derselben vnser vereynung hat lassen merken vnd zusagen, ein Neuerßbrief derEydtgenossschaft, wie dann die puntbrieff das vswisen, zegeben vnd aber vnser Obern desselben Neuerß-brieffs bisher in mangel gestanden sind, haben sy vns beuolhen, üwer Ht. bittlich anzekeren, damit derselb Reuers-brief von üwer Ht. vffgericht, bulliert vnd vns vberantwurt werd, sich des ouch der zimlichkeit nach mögen haltenvnd gebruchen.

Zu dem dritten, allerheiligster Vater, alsdann der hochwirdig Herr Byschof zu Sytten, üwer Ht. Oratorvnd anwalt, vnsern Obern ein Anzal knechten in das Veld vnd zu üwer Ht. zu ziechen kraft vnd vermögen despundtbriefs gemant hat, haben sich dieselben vnsern Herren vnd obern von stund vff das allerfürderlichst erheptvnd dieselb anzal wol gerüst mit harncsch vßgelegt vnd die vff den platz gen Martcnnach in dem bystumb Wallisgelegen, dahin sy der Byschof beschieden hat, geuertiget, genzlich des willens vnd mcynung, üwer Ht. hilff ze be-wisen nach allem Jrem Vermögen. Vnd heilen daselbs wol gemeint vnd anders nit gewist, dann dz sy mit solichem