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Dezember 1510.
Tag daselbs gelegen sind, das Geleit von dem Granmeister vßgangen empfangen, das lutet in Tütsch ge-macht also; (Der Geleitsbrief fehlt, im Manuscript ist dafür eine Lücke offen gelassen).
Als wir Kotten dasselb geleit besichtiget vnd gehört, haben wir vns vnderredt, daz wir das in dem namenGottes annemen vnd daruf fürer ryten wellen vnd glich daruf mit vnseres gn. Herrn von Sytten bottschaft ge-redt der zerung halb. Dieselb botschaft hat vns ij° Gulden geben, des sind yeglichem botten xviij Gl. Rinischworden, vnd sind also vff den xix tag Nouembris von Bellenz gegen Lauwis zu geritten; vnd als wir vff halbenweg von Bellenz gegen Chum zu vff den xx tag Nouembris komen, sind vns von dem Herrn von Grü schriftenim veld zukamen des Inhalts, daz er nit mer, denn einem Caplan des Herrn von Sytten gleit geben welle, vnddaz wir die fußknecht, die mit vns louffen, hinder sich schicken wellen. Vff das haben wir söllichs den fußknechtengesagt vnd den einen Herrn, nemlich Herrn Petern von vns hinder sich geschickt vnd meister Walthern by vnsbehalten; darnach ist vns aber ein schrift zukommen, daz er vns bed Caplan bis zu dem Granmeister welle zu-lassen, aber er vernem, wie Albrecht Gugelberg by vns sin solle, den sollen wir eigenlich hinder sich schicken,dann wa der in des küngs Herrschaft komen, so wurd Im das nit zu gutem erschießen. Also ist derselb Gugelberghinder sich vnd wir gen Chum geritten; da hat vns der Herr von Grü zu nachtmal geladen, erlich gehalten vndmorndeß als wir für Gugelberg vnd Schultheiß Brambcrgs Sun mit vns passieren zelassen gebeten, hat er deinGugelberg abgeschlagen vnd Schultheiß Brembergs Sun zugelassen bis zu dem Granmeister vnd vns das morgen-brot erlich geben, mit beger, daz wir Im alle unser namen, deßglichen vnser knechten namen, in schrift geben, daswir getan mit dryen Studenten vnd die vbrigen hinder sich haben heißen gan vnd sind wir gen Meyland vnddaselbs ein ganzen tag wetters halb still gelegen vnd darnach gen Placenz vnd daselbs vß haben wir dem GraN-meister gen Parma geschriben: Demnach wir vff das zugeschikt Geleit abgeritten vnd bis gen Placenz komen sigent,bitten wir In, einen Platz zu bestimmen, da wir zu Im mögen kommen, vnd demnach wir vnserm Heilgen Vattereuch vmb Geleit geschriben, dz er demselben boten ein Trumpeter zugeben welle, der In durchfüre vnd beleckbiß vff des bapsts ertlich. Da hat der Granmeister dem boten müntlich antwurt geben, dz wir zu Im komensollen gen Parma, vnd hat den boten wyter nit wellen vertigen, sonder wann wir daselbs hin zusamen komen,welle er vns mit einander beleiten so wyt vnd verr Im das gebür. Da wir zu Im gen Parma kommen sind'hat vns der Granmeister by xxx Cappauncn vnd hüner, ouch ij schaff gesch enkt vnd vns morndeß zu dem ywb^geladen vnd vns darnach verhört. Da wir Im gesagt, wie wir zu bäpstl. heilikeit zeryten abgeuertiget, als er daswisse, vnd dwile die löyff der kriegen seltzam w., daz er dann vns einen gleitzmann zu geben vnd vnseres gN'Herrn von Sytten Caplan mit vns im Gleit passieren lassen welle. Daruff er vns von erst antwurt geben h^'dz er demselben Caplan, deßglichen Schultheiß Brambergs Sun kein geleit geben welle. Daruff wir Im gesaisi'so wyt er den gedachten Caplan vns abschlachen, wurden wir geursacht, wider hinder sich zeryten, vnd In wy^für Schulthß Brambergs Sun gcbetten. Daruff er bedank genomen vnd vns zwcn tag vffgehalten, sagende, dz dckvyend im veld syend, vnd hat letzst nachgelassen, dz sy bed mit vns ryten mögen vnd vns ein postbotten bißNetz zugeordnet. Als wir nun gen Netz kommen, sind vil franzoscnherren daselbs gewesen, die vns Ere bewisi'"haben, als yeder bot wol weißt. Daselbs vß haben wir des ersten dem Herzog von Vrbin, der B. H. Capitanie»,der zu Modenen gelegen ist, geschriben: Demnach vil kriegsvolk im Veld lag und ze wandlen sorgklich vnd wirB. H. abgeuertiget syent, dz er vns geleit daselbst hinzu schriben; sover er das nit Hab ze tun, alsdann viff^'"botten mit Vmbschrift zu b. Ht. zu vertigen, damit vns das geleit zugeschikt werd. Derselb Herzog hat vnstl>!botten einen ganzen Tag vffgehalten vnd den darnach erst zu b. Ht. geschikt, der hat vns das geleit glich bydenen im Veld bracht. Dasselb bebstlich geleit lutet zu tütsch gemacht also: (Folgt der Geleitsbricf ck. <1. Bono»^unter dem Fischerring 2. December 1510, siZ. Sigismundus).
Vff das sind wir botten gen Modena geritten vnd ist vns von dem Herzog kein Erung bescheen und badannen vff Mittwuchen vor Nicolai biß gen Bonony kommen vff den Oben vnd ist vns der houptman Casp^