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December 1510.
L fehlt im Tschudischen Exemplar, 1» fehlt im Berner Abschied, » ist im Berner Abschied gestrichen.
Ä, v fehlen im Solothurner Exemplar.
Zu s> „Römisch keyserl. M. Rät fürhalten, so vff Mentag nach Sant Andrestag im zechenden Jar zuBaden beschechen ist:
Item nachdem zu gehaltnen tagen vnd ouch vff disem gegenwürtigen tag abermals von wegen Rö. keys-Maj. als Erzherzogen zu Österreich u. s. w., vnsers allergnedigsten Herrn, an genwiner Eidgnossen Kotten gelangtvnd begert ist, die Erbeynung, so durch wiland küng Ludwigen von Frankrich zwüschend dem durchluchtigen hoch^gebornen surften vnd Herrn, Herrn Sigmunden, Erzherzogen zu Österrich, vnd sinen erben an einen, vnd gemeinenEydgnoffen, nämlich Zürich, Bern, Lutzern, Vry, Swytz, Vndcrwalden, Zug vnd das ampt daselbs vnd Glarusmit Iren Zugewandten anders teils, abgeredt, beschlossen, die och von beiden teilen für sich, Jr erben vnd naAkomen angenomen, versigelt vnd vffgericht, vnd denselben nachvolgend zu Eren vnd vil Gutem erschossen ist, fütOugen ze nemen vnd ob die in einem oder mer stucken nach gelegenheit der jetzigen löiffen gebessert werden möcht,daz Jr key. M. des zu tund gnedig vrpüttig sye.
Vff sölichs Ist-nochmals Rö. key. M. als Erzherzogen zu Oesterrich vnd rechten Erben des obgemeltenErzherzog Sigmund von Österrich erpieten, dz Jr key. M. der gemelten Vereynung in allen Iren puncten,stucken vnd artikeln vfrechl, redlich vnd gestraks leben, die, wie siner M. gebür, vollziehen vnd der nachkamenwöll, vsgeschejden den artikel der offnung der vier Wald-Stett, so dann nachvolgend abgetädinget vnd gemein^Eydgnoschaft ein namenlich Summ geltz dafür gegeben worden ist.
Zum andern, nachdem die obangezöigt erbeynung begrift allein die vorgenannten Örter, damit dann Jr key-M. gnediger will vnd gemüt zu gemeiner Eidtgnoschaft tragend wyter verstanden vnd vermerkt werden mög,ist Jr key. M. als Erzherzog zu Österreich für sich vnd Jr erben vrpüttig vnd willig, die übrigen vier örtter alsnämlich Basel, Fryburg, Soloturn vnd Schaffhusen ouch in solch eynung komen vnd verfassen zu lassen in allermaßen, wie die gegen den andern vormals begriffen vnd vfgericht ist, vnd darumb notturftig brief vfzerichten nnbze verfertigen verhelfen.
Zum dritten, nachdem vnd dis vereynung Jr M. Sun, Erzherzog Karlin, als einen fürsten von Österlichdiser zyt noch nit begrift vnd aber der gemclt Erzherzog Karlin Jr key. M. rechter vnd natürlicher erb ist, danntdann derselbig mit sinen erblichen landen jetz in diser vereynung och begriffen wurd, so erbütt sich die Rö. l^'M. für sich selbs vnd von wegen bemelth ErzHerz Karlins, sins Suns, wo der jetz in glicher form vnd maß, ^sin key. M. ouch darin genomen werd, das Jr M. für sich selbs vnd'als ein Vormünder desselben sich ^gemeinen eydgnossen vertragen vnd einem jeden ort ein zimliche Provision geben wölt, wie sich Jr M. vnd gem^nEidtgnossen dero mit einander» nach zimlichen Dingen vereinen wurden.
Vnd nachdem vns als keys. M. Rät die obgemelte Vereynung in ettlichen stucken vnsers bedunkens M»lgebessert vnd gelütret werden möcht, zöigen wir sölich vnser gut bedunken, getrüwer Meynung, doch der gemelt^Vereynung vnvergriffenlich, hiemit an:
Item nämlich vnd zum ersten, vmb besser frides vnd einikeit willen, daz der artikel die rechtfertigung betrff-send bas gelütret vnd vff bcid bischoff Costcnz vnd Basel, ouch die Statt Costenz gestellt wurde.
Item zum andern, das die Zit des vßtrags vff dry manot wurd gestellt, es war denn fach, das es »n)ordnung des rechten lenger verzogen wurd, so sölt es doch in sechs monaten nach angesangner rechtfertigung s"End louffen.
Zum dritten, ob ein teil nit erschin, dz alsdann vff des gehorsamen teils anruffen im rechten vollfareNvnd procedirt werden vnd, was also gesprochen wirdet, daz dem on alles weigern, appelliren vnd suppliciren »n )'gegangen werden sölt.