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October 1510.
Boten der drei Länder von dem Geleit ausgeschlossen sein sollen, was uns widerwärtig ist, hat man dieBotschaft vorgefordert nick mit ihr deßhalb geredet. „Die vff vnser ansynnen vnd beger sölh gleit für diegenannten vnser Eydgnossen ouch zugesagt mit den worten als obstat." Weiter hat man verlangt, daß auchdie Straße gegenüber unfern Eidgenossen geöffnet werde. Die französische Botschaft hat sich erboten, deß-halb an den König zu schreiben, in der Hoffnung, er werde entsprechen, indem er nichts anderes begehre,als mit den Ländern in Freundschaft zu leben, vorausgesetzt, daß auch sie ihm gute Nachbarschaft haltenund beweisen. Endlich hat man auch des Boten von Schwyz wegen, dessen Freundschaft vor uns erschienenist, mit der französischen Botschaft geredet, welche erklärte, daß sie auch in dieser Beziehung sich auf billigeund ziemliche Anforderungen gütlich finden lassen wolle „durch Mittel der übrigen Orten, als jeder bottwyter zesagen weiß." i. Den Boten, welche zum hl. Vater gehen, soll insbesondere auch in Auftraggegeben werden, „das breue, das sin Ht. vns hat zugesant, ouch vnser knechten abzug dapfer vnd zum Pestenze verantworten." s. Die Streitigkeiten zwischen Propst und Capitel zu Zurzach und dem Decan daselbstwerden auf den nächsten Tag zu Baden verwiesen; daselbst will man die Parteien und auch die von Badenanhören, inzwischen sollen sie die Sache ruhen lassen, t. Von den Orten, welche „siner küuglichen Majestätlosen wellen", ist der französischen Botschaft Tag angesetzt auf Lucie (13. December) nächsthin zu Lucern-Es sind dieses die Orte Zürich, Bern, Lucern, Zug, Basel, Solothurn, Schaffhausen, Abt und StadtSt. Gallen, Appenzell. Diese haben zu „losen" zugesagt lind den königlich französischen Boten für sich undihre Diener Geleit gegeben. ,i. Lucern, Schwyz und Glarus sollen auf Martini ihre Boten zu Rappers-wyl haben auf dem Tag (derer von Napperswyl) gegen den Abt von St. Gallen, v. „Man hat ouchgehört das anbringen unserer lieben Eidgnossen von Friburg potten von wegen Jörgen vff der Flu vnd dabpbericht worden, dz yz gemelten Jörgen husfrow, tochter vnd früntschaft mit sampt etlichen der laudschaft sichgegen vnsern gnedigen Herrn von Sitten mit so großer pitt geschickt, dz die sin vngnad gemiltert vnd genanterJörg zu gnaden vnd bericht komm mag. Ist ouch also abgedachten potten vnser lieben Eidgnossen beuolhen, si"Herren vnd Obern ze pitten in vnserm Namen, sy wöllen Im ouch gnad mitteylen solher gestalt, dz er vßder strengen gefengknis gelassen vnd vff genugsam trostung oder doch dz man In verhüte mit Wächten vsisin kosten vnd wer an In ze sprechen, dz man In selbs oder durch einen fürmünder lasse zu Recht antivnrtgeben, vnd demnach gegen mengklichen bescheche, was Recht sye; vnd ouch vnser lieben Eydgnossen vonFryburg was antreffen ist, darum sy In gefangen, Im gnad bewisen, daby ouch als etlich knecht, so hievorin Dienste vnsers h. V. des bapsts vnder Jörgen gsin, die In in ansprach gehept, darum erlangt vrteilenzu Wallis ergangen, von welchen Jörg gen Tarantese geappellirt, mit Im geredt vnd geschafft werd, vonsolher appellation ze stand vnd den ergangnen vrteillen zu Wallis statt zu tunde, als dann derselb pott v-l. E. von Fryburg ze sagen weißd."
s fehlt im Freiburger- und Berner-, t, » im Lucerner-, Freiburger- und Solothurner Exemplar, v sin^'tsich einzig im Freiburger Exemplar.
Zu I», Die Antworten der eidgenössischen Orte:
Dis sind die antwurt von der eydgnossen botschaften vff disem tag vnd entschließungen, nämlich dos
ersten vnserm heligen Vater dem bapst:
Vff anbringen vordigs tags vnd ouch so vff disem tag bäpstlicher Ht. halben anbracht ist, habend sichKotten entschlossen: