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October 1510.
eine besondere ansehnliche Votschaft, seinen Vetter den Markgrafen von Nötheln und Andere ans einen vonuns zu bestimmenden Tag senden, um von Capitel zu Capitel dse Dinge zu verhandeln und zu gutemBeschluß zu führen, denn der König werde es an nichts mangeln lassen, um das Bündniß zu Stande zubringen. Bezüglich des Geleits, welches auf letztem Tag begehrt worden sei, um den päpstlichen Soldherauszuholen und zu dem Zweck eine Botschaft hinein zu senden, sei des Königs Antwort folgende: Erhabe nichts dagegen, für den Transport des Geldes Sicherheit zu geben, sofern die Eidgenossen ihn sicherstellen, daß mit diesem Geld nichts gegen ihn vorgenommen werde, wie jüngst geschehen. Da aber die dreiLänder den Seinigen Geleit und Paß abgeschlagen haben, so könne er Boten von ihnen auch kein Geleitgeben, bis sie selbst jene Maßregeln gegen die Seinigen aufheben würden. Dagegen wolle er drei odervier Boten aus den übrigen Orten sicheres Geleit für Leib und Gut durch sein Gebiet bis in die Landedes Papstes und wieder zurück geben. Er begehre übrigens nichts anders, als auch mit den drei Länderngute Freundschaft und Nachbarschaft zu halten und sei bereit, die zwischen ihm und ihnen waltenden Spänneauf die übrigen Orte zu setzen und deren Spruch nachzuleben. Was dagegen den Bischof von Sitten betreffe,so wolle er nicht rathen, denselben zu dieser Zeit auf königlichem Gebiete betreten zu lassen. Hieraufsind die kaiserlichen Voten, Herr Ulrich, Freiherr von Hohensax, und Herr Hans von Landau, Ritter, voruns erschienen und haben, wie auf dein letzten Tag, verlangt, daß wir eine Einung mit kaiserlicher Majestätmacheu, „oder ob vns söllichs mit siner M-, als römischen kepser ze machen nit gemeint, dz wir dann mitIm als Erzherzog von Oesterreich ein einung oder vßtraglich verstentnuß machen, dadurch vnser landschastbedersit in guten Nuwen vnd friden gegen einandern behalten werde vnd dheiner hilff darin ze gedenken."Wenn wir in solche Unterhandlung uns einzulassen gedächten, so sollen wir einen Tag setzen auf St. Marcustagnach Zürich oder Baden, der Kaiser werde seine Botschaft dahin schicken, um zu beidseitigem Nutzen undLob zu unterhandeln :c. «. Weiter hat die kaiserliche Botschaft angebracht, da man auf letztem Tag ihr„angehenkt", an kaiserliche Majestät die Bitte zu bringen, daß sie zwischen dem Papste und dein König vonFrankreich eine Vermittlung versucheil möchte, so könne sie berichteil, daß dieser Versuch gegenwärtig statt'finde durch den Herrn von Burg, der beim Könige von Frankreich und dem Herzog von Ferrara gewest"sei, welche ihrerseits die Spänne auf den Kaiser gesetzt haben. Nun sei genannter Herr von Burg zu päpst'licher Heiligkeit gereist, in der Hoffnung, die Sachen zur Ausgleichung zu bringen, zl. Endlich begehrtkaiserliche Majestät, daß Jörg auf der Fluh, der ihr Diener und dein Reiche verwandt, nun aber zu Freubürg gefangen sei, ihr übergebeil werde; sie wolle ihm für seine Verschuldung gebührliche Strafe auferlegen-Abermals ist unfern Eidgenossen von Zürich vom Statthalter im Thurgau ein Schreiben zugekommendes Inhalts, daß der Vogt, der gegenwärtig im Schloß Gottlieben, nicht zuverlässig sei. Darauf wirderkennt, daß man einen von unfern Eidgenossen von Zürich und einen aus dem Thurgau als Hanptlcuwhinschicken soll, welche die Schlüssel zur Hand zu nehmen und das Schloß zu der Eidgenossen Händen nachaller Nothdurft zu versorgeil haben; zu denen, welche bereits dort sind, sollen noch 3—4 Mann aus deMThurgau hineingenommen werden, l. Bezüglich der Büchsen zu Badeil, welche getheilt werden solleil, habeiletliche Orte ihre Kosten, andere den Verlust von Nossen, noch andere das Unbrauchbariverden ihrer Buchst"im letzten Kriege angebracht. Darauf ist beschlossen, es soll auf Sonntag nach Sant Andreas (1. December)behufs der Theilung der Büchsen zu Baden ein Tag stattfindeil. Auf die schon mehrmals angebrachtKlage Stoffel Suters, daß er seit dem Schwabenkriege Einem aus dein Schwaderloch für vierunddreißigWochen Zehrung in der Eidgenossen Dienst bei 40 Gulden schulde, wird beschlosseil, es soll jeder Bote all