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Juni 1509.
»SS.
Lucer n. 4 13. Juni (Mittwoch »ach voi-xoi-w LKrisN).
Staatsarchiv Luecrn: Lucerner Abschiede, v, 21». Staatsarchiv Zürich: Abschiede, IV. 2Iit>. Staatsarchiv Bern: AllgemeineEidgenössische Abschiede, I,, 78. Archive Schwyz, Solothurn, Frciblirg.
Boten: Zürich. Meister Ulrich Felix. Bern. Venner Wyler. Uri. Jacob Im Oberdorf, Amman».Schwyz. Martin Ab der Matt. Obwalden. Ammann Znn Höfen. Nidwalden. Ammanns Kretz.Zug. Vogt Hasler. Glarus. Marx Mad, Landschreiber. Basel. Burgermeister Zeigler. Freiburg.Venner Krummenstol. Solothurn. Niclaus Conrad, Schultheiß. Schaffhausen. Burgermeister Trüllerey.Abt vou St. Gallen. Ludwig vou Helmstorf. Stadt St. Galleu. Der Stadtschreiber. Appenzell.Ammann Am Eggeli. Lucern. Die Schultheißen Jacob Bramberg, Petermann Feer, Ritter; PeterTammann; Hans Ratzenhofer, Seckelmeister.
Auf diesem Tag ist abermals unseres heiligen Vaters des Papstes Botschaft erschienen mit deinBegehren, wir Eidgenossen möchten eine Verständniß, Vereinung und Bündniß mit dem heiligen Vater ein-gehen, wie das auf dem Tag zu Bern angebracht worden sei, nämlich so, daß der Papst, wenn wir Eid-genossen von Jemanden ungerecht bedrängt und zu Krieg gebracht würden, uns behülflich sein soll »utseinen Leuten und auch mit dem geistlichen Schwert, daß andererseits wir auch dem Papste zu Hülfe kommensollen gegen Solche, welche die heilige Kirche an ihren Landen und Leuten beschweren wollten; außerdembegehre der Papst Niemanden etwas zu nehmen, sondern nur das zu behaupten, was der Kirche gehöre-So laute der Antrag im Allgemeinen; wollen wir Eidgenossen aber dem Bündniß noch besondere Artikelbeifüge», so wolle Seine Heiligkeit weiter hören. Man bitte um Beförderung der Sache. Ic. Die päpst-liche Botschaft hat gemeldet. Seine Heiligkeit habe mit Hülfe der Nnsrigen, die in ihrem Dienst stehen, NavemMund Faenza, welche Städte mit ihrer Zubehörde der Kirche gehören, erobert und sei in Hoffnung, alle ander»Landschaften, die der Kirche gehören, auch wieder zurückzugewinnen, worüber und über die Dienste derUnsrigen sie sich sehr freue, v. Die päpstliche Botschaft bringt an, es sei eine Botschaft von Venedig in derEidgenossenschaft, um was diese werbe, wisse sie nicht; sie warne aber die Eidgenossen, sich mit derselben eimzulassen, denn der Papst habe die Venediger nach wider sie vollführtem geistlichem Proceß „geadmonirlund gänzlich excommunicirt"; wer ihnen Vorschub oder Gunst erweise, der falle in die gleichen CensuremHierauf haben der Eidgenossen Näthe ihre Instructionen eröffnet, die aber ungleich lauteten „vnd wil dochder merteyl orten bedunken, diewyl wir eydgenossen yewelten als fromm cristenlütte, ghorsam vnd erlittst»vns ghalten vnd erzöugt, des willens noch yedermann sye vnd Jnsunders so wir eydgnossen sin heligkeikvnd den heligen stul in allen vnsern vereynungen vorbehalten, wölke nit not sin, wytter vnd ander eynmMzu machen, dann dz wir fürhin, als bißhar, ghorsam sün der heligen kilchen erschynen wölkend, des sich »»^vnd anders nütz sin heligkeit versechen vnd trösten mögq, mit mer vnd andern frnntlichen Worten, damit »m»vermelten bäpstlichen potten abgeuertigt dismals, jedem potten müssend". «Z. Auf diesem Tag ist auchBischof von Lausanne wegen der französischen Vereinung erschienen und hat gemeldet, da, wie er berich^worden sei, die Eidgenossen an einigen der auf dem Tag zu Bern eröffneten Artikel Mißfallen haben, i»habe er das dem König geschrieben und dieser sende in Folge dessen den Baillif von Troyes und denMarnac mit neuen Instructionen anher, sie haben aber auf diesen Tag nicht anlangen mögen, weßhalb ee