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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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463
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Mai 1509.

Heiligkeit den Attenhofer zu Rom abstellen wolle der Pfründe Ruhen wegen. ,1. Weiter ist beschlossen,daß jeder Bote heimbringen soll, ob wir auf dein nächsten Tag zu Lucern mit der päpstlichen Botschaftreden wollen, daß die päpstliche Heiligkeit die Courtisanen in unserer Eidgenossenschaft abstellen und Geist-liche und Weltliche da ihre Pfründen verleihen lassen mögeon Mich anfallen", t . Da über die auf dem^ag zu Bern aufgeworfene Frage, ob man die Knechte, die beim König von Frankreich sind, abfordern wolle, die^oten ungleiche Instruction haben, die einen Orte nämlich dem König, die andern den Knechten, noch anderegar Niemanden schreiben wollen, so wird beschlossen, den Gegenstand wieder heimzubringen und auf dem Tagö" Lucern dießfalls endliche Antwort zu geben, f. Da die Herrschaft Venedig mit uns Eidgenossen in derMeinung, wie solches auf dem vorigen Tage jedem Boten in Schrift gegeben worden, ein Bündniß zu machenbegehrt und wir auf diesem Tag versammelt waren, um uns zu einer Antwort auf diesen Antrag zu ent-. ^stießen, aber ungleiche Instructionen gehabt, auch die besorglicheu Zeitverhältnisse betrachtet haben, so haben^ir gefunden, es möchte gerathener sein, die Antwort, ob wir eintreten wollen oder nicht, zu verschieben,»damit nit ein teil stark vnd der ander krank gemacht wurde", zumal unsere Knechte jetzt zahlreich imFelde stehen und wir nicht wissen, wie es um sie steht. Wir haben also der venetianischen Gesandtschaftgeantwortet, wir hätten uns versehen, es wäreil ihr seit dem letzten Tage zu Zürich weitergehende Voll-machten zugekommen; da sie. aber erkläre, daß, obwohl sie vier oder fünf Boten abgeschickt, bis zurstunde noch keine Antwort von Venedig angelangt sei, so wollen wir die Sache verschieben bis zum Tagö" Lucern; wenn dazwischen die Gesandtschaft etwas von ihrer Herrschaft erhalte, so soll sie das mit ausTag zu Lucern bringen, wo wir dann unsere Antwort geben wollen. Darauf hat der Gesandte bemerkt,scheuen uns vielleicht, sofort mit dem König von Frankreich Krieg anzufangen, vielleicht komme uns""ch die Geldanerbietung zu gering vor. Seine Herrschaft habe bedacht, daß wir früher mit dein KönigLauis und Luggaris in unfern eigenen Kosten Krieg angefangen hätten, nun erachte sie, wir hättenebenso gute Ursache zum Kriege, da der König unsere Knechte wider unfern Willen wegführe und'"'geachtet der bestehenden Vereinung uns in seinem Bündniß mit dem römischen König nicht vorbehaltenzudem müßten wir ja den Krieg jetzt nicht in unfern eigenen Kosten führen, sondern in Venedigs^vlde. Nichtsdestominder aber möchten wir ihm eröffnen, woran die Sache anstehe und unter welchenedingnngen wir die Vereinung annehmeil wollen, seine Herrschaft werde alles thun, damit dieselbe ohne""gern Zeitverlust zu Stande komme. K-. Es geht das Gerücht, die drei Blinde in Churwalen werden""gegangen, mit dem König von Frankreich oder mit den Venedigern eine Vcreinnng zn machen. Es wird^"en daher ab diesem Tage geschrieben, sie möchten sich vor der Hand in nichts einlasseil, sondern ihre"lschaft auf den Tag zu Lucern schicken, um mit uns zu berathell, was unser aller Nutzen und Ehre^'fordere. I». Der Stadt St. Gallen und dein Hauptmann und der Landschaft Wallis wird ebenfalls^schrieben, sie sollen auf dem Tag zu Lucern ihre Boteil bei uns haben.

» fehlt im Freiburger Exemplar.