Druckschrift 
3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
Entstehung
Seite
451
Einzelbild herunterladen
 

März 1509.

451

^niger Leute, 'Alles nach Inhalt eines Urbars, unter genauer Angabe der Grenzmarchen dieser Herrschaft,"ut Stock, Galgen, mit hohen und Niedern Gerichten, unter Vorbehalt jedoch aller Rechte und Freiheitender Herrschaftsangehörigen und dritter Personen, um den Kaufpreis von 20,000 rh. Gl. (zivenzig tusendtgülden Rhinisch Churer Münz") für deren Empfang sie guittiren. Die Verkäufer behalten sich den Kirchensatz^r Frühmesserei zu Maienfeld und 1 Gl. ewiger Gült auf dem Pfarrhof zu Malans vor. Wenn inSvlge dieses Kaufes zwischen den Parteien Streitigkeiten auferstehen sollten, so soll keine die andere vorbemde Gerichte laden, sondern sie sollen gegen einander Recht nehmen vor dein kleinen Rath zu Zürich.

Originalurkunde mit anhängenden Siegeln des Freiherr« von Brandis und des Grafen von Sulz.

ST8.

L u c e r It. 1ZV9, 1 6 . April (vff Mentag nach (Zunsimoäo^slliti).

Staatsarchiv Lucer, !: Lucerncr Abschiede, t). 217, 22tt b, 2:iv, 2:n, 2!!!!. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, IV. 28V.

Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, 1^. 4V. Archive Solothnrn, Freiburg, Schafft,anfen.

Boten: Zürich. Meister Ulrich Felix. Bern. Schultheiß von Scharnachthal; Venner Hetzel. Nri.^ckelmeister Püntiner. Schwyz. Ammann Wagner. Obwalden. Vogt von Einwyl. Nidwalden.^dinkelried. Zug. Ammann Steiner; Vogt Hasler. Glarus. Ammann Kuchli. Basel. Burgermeistersseigler. Freiburg. Venner Krummenstol. Solothurn. Venner Stölli. Schaffhausen. Burgermeister^üllerey. Stadt St. Gallen. Der Stadtschreiber. Abt von St. Gallen. Schenkst, Landvogt zu^chtensteig. Appenzell. Hans Bopphart. Lucern. Die Schultheißen Bramberg und Feer, Jacob vonseltenstem, Jacob von Wyl und der Seckelmeister.

». Jeder Bote weiß, wie in vergangenen Jahren des Tages zu Frauenfeld wegen eine Irrung ge-wesen ist, so daß die einen Orte ihre Boten dahin sandten, die andern nicht. Man hat sich daher vereint,auf den nächsten Sonntag nach der Auffahrt (20. Mai) alle Orte ihre Boten zn Frauenfeld habens°lle». Das ist dein Vogt im Thurgau angezeigt, damit er die Leute davon in Kenntniß setze und Jeder-^Mn sich darnach zu richten wisse. I». Auf demselben Tag zu Franenfeld sollen beide Vögte im Thurgau^ un Rheinthal Rechnung ablegen. Die heutige Tagleistung ist augesetzt worden auf Ansinnen der päpst-lchen Botschaft, welche auch erschienen ist und ihr Begehre,: abermals eröffnet hat,vnd demnach vffworndeß, vor vnd ee sich jedermann entschlossen siner antwurt, ouch deHeines beschechnen Natschlags zu früervnd on antwurtt hinweggeritteu, vnd In: etlich houptlütt vnd knecht nachzogen, etlich sich villicht nochllnnach zeziechen vnderstand, vber die inerklichen Warnungen vnd selznen Hendel, so vns Eidgnossen vff disemog begegnet, jeden: pot wol wüssend, desglicheu dz wir Eidgnossen vnglicher antwurt abgeuertigt, etlich ort^ Iren obgerürten vrsachen ganz verhalten vud still sitzen wölleu, etliche den Iren erloupt, Hinzeziechen^ dann etlich dhein endtlich antwurt geben, sunder ze losen vud wider heimzebringen vnd nit wpter gwalt."

^ seinem Wegreiten hat der päpstliche Bote den Gardeschreiber Jörg zurückgelassen, um die Antwort zuZarten. Das erscheint aber den Boten als einlichtverig abscheid". Sie haben daher genannten Jörg^ de,,: Bescheid abgefertigt: Die schnelle Abreise seines Herrn befremde sie; wäre er geblieben, so hätteo» ihn: vielleicht ziemliche Antwort gegeben, nun aber wolle man die Sache nochmals heimbringen. Auf^ Fall, daß der Bote uns Eidgenossen beim heiligen Vater verklagen würde, soll man auf dein nächstenein direct an den Papst zu erlassendes Entschuldigungsschreiben bereit halten. Jeden: Boten wird auch^ «uf diesem Tag eröffnete Entschluß aller Orte schriftlich mitgetheilt, damit die allseitigen Berathuugen