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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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August 1508.

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80S.

4388, 14. AllgU^t lvi^iiia assnmptionis).

Staatsarchiv Bern : Allgemeine Eidgenössische Abschiede, Ii. 339.

Entwurf eines Burgrechts zwischen dem Bastard von Savoyeu und den drei Städten Bern, Freiburg

und Solothurn.

Die Artikel des burgrechten, so min Herr bastard von Savoy by minen Herren den dryen Stetten begertanzunämen.

Anfangs so wellen min Herren von den dryen Stetten den jetzgemelten Herrn bastarden zu Jrem burgerempfachen vnd vffnämen vnd In nach Jr Stett friheit vnd herkomenheit vnd als ander Jr burger halten vndbedenken.

Fürer so verheißen die genannten Herren von den dryen Stetten, ob der genannt Herr bastard zu sinengescheften Jr hilf, es sy mit botschaft oder Schriften, notdurftig vnd si darum beruordern wurde, alsdann Im diemitzuteylen, doch allzit in sinen Costen.

Dagägen so ist verpflicht der vermeldt Herr bastardt, der berürten dryer Stett nutz vnd Er nach sinem ver-mögen zu fürdern vnd Iren schaden zu wenden vnd sunst alles das zu Volbringen, das einem getrüwen burgerzimpt vnd zustat.

Item der genant Herr bastard sol in jetwedrer der dryer Stetten in Jaresfrist ein huß kouffen oder eins vonnüwen buwen lassen nach sinen Eren vnd derselben Stett zierung, vff welichen httsern solichs burgrechten kraftvnd würzen gefnndiert füllen werden.

Fürer so wird der vilgemeldt Herr bastard den obbemelten Herren von Bern, Fryburg vnd Solothurn vndjeder Statt insunder zu erkantniß solichs burgrechtes järlich, von datum diß briefs vber ein jar anzuvachen, allwcgvff sant Andreastag des heiligen zwölfbotten, bezalen vnd vßrichten fünfzig Ninsch guldin vnd das in sinen Costenvnd an der Herren von den dryen Stetten schaden.

Der vermelt Herr bastard sol ouch dhein krieg, besunder wider die, do er der dryer Stett hilff eruordernwurde, fürnämen, anhaben oder zulassen, an derselben Herrn von den dryen Stetten wüsten, willen vnd nach-lassung, vnd wo das nit bescheche, so füllen sich die pflichten diß burgrechten witer nit erstreken vnd die genantenHerren von den dryen Stetten zu hilf nützit verbunden sin.

Vnd ob sich in zitt diß burgrechtens, so sich nit lenger dann bi leben des genannten Herrn bastards erstrekensol, begeben, daß zwischen Im vnd sinen widerwertigen Irrung, beschwerd vnd Mißverstentniß wurd erwachsenvnd dieselben sin Widersacher, Jr sy einer oder mer, sich vnser rechtlichen Erkantniß vnderwurfig machen, Alsdannso soll der genant Herr bastard von aller gewaltigen getat stan vnd vnseren ansechen volg tun, vnd ob er dasabschlüge, Alldann wir Im zu dheiner hilff verbunden noch schuldig sin.

Vnd harinn werden von beiden teilen luter vorbehalten vnd vßgeschlossen vnser heiliger Vater der bapst,das heilig Römisch Rich, nüw vnd alt pundtgenossen vnd verwandten vnd alle die, mit denen si bishar Eynungverstentnuß, puntnuß, burgrecht vnd ander pflichten haben angenommen, die hiemit für genempt vnd gelütertsollen sin, alle geuerd vnd arglist hiemit hindangesetzt.

Vnd mögen diß artikel an Herrn Bastarden vorgemelt gelangen vnd demnach von beiden teylen fürer bedacht,erlütert vnd vffgericht werden, wie Inen dann wirt geuallen."

Lateinisch findet sich dieser Entwurf im Staatsarchiv Bern, lateinisches Missivenbuch E. 71, auch im Frei-burger Abschiedbuch dieses Jahres.