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März 1508.
auch die Pässe besetzt und Niemanden mehr durch dieselben hereinkommen lassen, auch habe er die schon imLande befindlichen Knechte in die Eidgenossenschaft zurückschicken wollen, dieselben seien aber so „verherrt",daß sie eher andern Dienst suchen, als heimkehren wollen. 3. hat die französische Botschaft einige Artikelder Vereinung und der Capitel mit Mailand verlesen lassen und begehrt, daß selbe abschriftlich und ver-deutscht in alle Orte gesendet werden, damit man wisse, wozu man verpflichtet sei. Darauf hat sie abermalskraft der Vereinung unsere Hülfe für Beschirmung des Landes des Königs, und für diesen Zweck allein,verlangt und das dießfalls von ihr an alle Orte erlassene Schreiben eröffnet. Zuletzt hat die Botschaft imNamen des Königs begehrt, wir möchten ihr eröffnen, was doch die Ursache des gegen sie waltenden Unwillenssei, oder wessen der König, der Grandmaistre oder die Boten beschuldigt werden, damit sie sich verantwortenkönnen. Auf diese Anbringen ist man zu Nathe geworden, der französischen Botschaft zu eröffnen: „vnseidgnossen wolle durch mers friden vnd ruwen willen bedunken, dz si einmal vorritten in Jr land vnd obsi dz güttlich thun, laß man beschechen, ob aber dz sie nitt thun oder ettlich ortt si lenger ze enthalten ver-meinte, sol man in acht Tagen dz gen Lucern schriben vnd mögen dann die selben si lenger in Jr Stattoder landen behalten." Zweitens hat man mit der Botschaft geredet der Knechte wegen, die zu unserMgroßen Mißfallen hinweggelaufen sind, daß sie wieder heimgefertigt werden, auch den: Grandmaistre zuschreiben beschlossen, er soll sie heimschicken, oder man werde sich über weitere Maßregeln berathen, um s^heimzubringen. Auch den Knechten soll geschrieben werden, sie sollen gehorchen und heimkehren, man werdeihnen für dieses Mal verzeihen. Da nicht alle Boten Vollmacht zu diesen Beschlüssen hatten, so soll mavselbe als Vorschlag heimbringen und sich ans nächsten: Tag darüber erklären. Auf diesem Tag ist aucherschiene«: Herr Hans von Landau, kaiserlicher Majestät Schatzmeister, mit Meldung, der Kaiser sei mchtänderst berichtet, als daß der Tag auf Sonntag Reminiscere sein sollte, auf welchen Herr Ulrich von SM',Doctor Schad und er verordnet seiei:; er wisse nicht warum die ander«: ausbleibe«:, doch hat er de«: Beschsder Botschaft eröffnet: Der Kaiser habe mehrmals Allträge an die Eidgenossen stellen lasse«:, die beidenTheilen und ihre«: Landen und Leuten Frieden und Vortheil gewährt hätten, die Annahme derselben maber durch die noch nicht ausgelaufene französische Vereinung gehindert worden. Auch die Hülfe zum RoinMsei abgeschlagen worden. Zuletzt habe seine Majestät mit den Fürsten und Stände«: des Reichs uns bewillig,still zu sitzen. Das sei angenommen worden laut dem Abscheid vo«: St. Pauli Conversionis Tag (26. Januar)zu Lucern. Durch listige Praktiken und durch das Geld der französischen Botschaft sei aber auch dieseZusage nicht gehakte«: worden, sonder«: unsere Knechte seien zum König von Frankreich gezogen, der uutHülfe der Venediger de«: Nomzug zu hindern hoffe. Seine Majestät erwarte, daß das unser Wille nicht se>,zumal der König vo«: Frankreich durch solche Praktiken uns gegen einander uneins zu machen trachteweßhalb sie ersuche, die Knechte aus dem srauzösische«: Dienst abzufordern, dein: der Kaiser wolle nich^destominder die Hülfe der drei Länder und derjenige«:, die ihm zugesagt, annehmen, auch von de«: inzösische«: Dienst gezogenen Knechte«:, wann sie zurückkehre«:, einige Tausend in seinen Dienst nehmen, begehtaber, daß «vir uns, wie unsere frommen Altvordern, als treue Glieder des Reiches erzeigen. Auf dienEröffnung wird erwidert, der Ungehorsam unserer Knechte thue uns leid und sei uns mißfällig, wir «vollensie mit allen: Ernst heimfordern, damit den: Abscheid von St. Paulus Conversionis Tag genug gesch^dagege«: begehren wir, daß auch der Kaiser Niemanden der Unsrige«: in Dienst nehme und NiemandenUngehorsam verleite. Es wird dieser Sache wegen ei«: anderer Tag angesetzt ans Mittwoch nach ^.nnu»oiationis Nerriö (29. März) nach Einsiedeln, Uli: weiter zu handeln, was der Eidgenossen Lob, Nutze«: u»