Februar 1508.
421
wären, wolle man beim vorigen Abschied bleiben, einstweilen wollen mir uns neutral verhalten und wenn derKönig unsere Hülfe kraft der Vereiuung begehre, die letztere vor uns legen und ermessen ob dervectragsmachFall vorhanden sei. Weil nun aber die Sache wichtig ist und die J..structwueu mch gleech lau m, chanderer Tag nach Lucern angesetzt auf Dienstag nach der alten Fastnacht (14- Marz) ' ^ ^ ^ das°sern bis dahin unsere Knechte zurückgekehrt sein werden, jedes Ort seinen -"^chm ^ »st "Sacheneröffnen soll. I». Von diesem Tage aus hat man auch wieder den Boten des romischen K g gs )daß sie sich enthalten sollen, Knechte aufzuwiegeln oder anzunehmen.
Das Berner-. Solothurner- und Basler Exemplar datireni „Vff Matthye."
Lurer Ii. 1 15. März (Mittwoch nach Invooavit).
Staatsarchiv Luccril : Luccmcr Abschiede, e. 2lt! Ii. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, IV. 2UZ. Ebenda: Tschudische Sammlung, !I2 u.
Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, ü, 2!I7. Archive Solothur», Frciburg, Basel.
Boten: Zürich. Meister Ulrich Felix; Jacob Meist. Bern. Hr. von Scharnachthal, Ritter; Venner^tzler. Uri. Hans Biderbist; Heinrich Göltschi. Schwpz. Jost Vuri; Martin Fleckli. Obwaldeu.-'Iwmann Wirz; Welti von Flüh. Nidwalden. Seckelmeister Ennetachers. Zug. Ammaun Steiner;^ogt Rettich. Glarus. Ulrich Landolt. Basel. Burgermeister Offenburg. Freiburg. Der Stadt-schreiber. Solothuru. Niclaus Conrad, Schultheiß; Haus von Noll. Schaffhausen. BurgermeisterNaldkirch. Abt von St. Galleu. Ludwig von Helmstorf. Stadt St. Gallen. Bürgermeister ab derAppenzell. Lorenz Sutter. Luceru. Die drei Schultheißen Tammann, Bramberg und Feer,
Spitalmeister, und Jacob von Wpl, Seckelmeister.
it. „Es ist abermalen an die sechs ort, so tepl an den ämptern im ergow Hand, bracht von des zols'^gen zu Vilmergen; sol man abermalen hepm bringen vnd wo-man am uechsten Tag lyt, endtlich antwurt^on, ob die sechs ort den gemeinlich von vnsern epdgnossen von Solloturn kousfen wollen oder nit."
Dieser Tag ist angesetzt nach dein an St. Matthiastag letzthin gestellten Verlangen der französischenSchaft, welche, wie auf allen vorgehenden Tagen, begehrte, daß man dem König im Fall der Roth die„ach der Vereinug zukommen lasse. Die französische Botschaft hat auf dem heutigen Tage^getragen: 1. Sie verstehe den ihr von uns gegebenen Abschied so, daß, wenn der König in seinen Landen^'gegriffen werde, wir ihm Hülfe leisten wollen. Nun sei seither der Botschaft vom König und dem Grand-maistre eilige Nachricht gekommen, daß sich der römische König mit einem schweren Zug gegen Mailand bewege,^'ch das Thal Ladron, dem Gardasee entlaug, und sich vor Lecco lagern wolle. Darauf hätte sie uns
dem Tag St. Pauls gemahnt und gebeten, die Sache nicht auf die lange Bank zu schieben und nach^'desgemäster, iu alle Orte schriftlich gethaner Erforderung, einige Knechte angenommen. Damit habe sie(st geglaubt, gegen die Vereinnng, oder unrecht gehandelt zu haben, sondern nur nach der Nothdurft ihreswllgs; ^ ditm daher, daß man sie entschuldige und weder am Geleit noch an der Vereinung „brüchig"rechte. 2. Nachdem aber der König und der Grandmaistre erfahren, daß die Eidgenossen an solchem Miß-haben, habe die Botschaft Befehl erhalten, die aufgebrochenen Knechte wieder zu wenden, was sie nachVermögen gethau und mit schweren Kosten 300—400 Knechte gewendet habe. Der Grandmaistre habe