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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Januar 1508.

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TS7.

Brunne n. 4 Z08, 17. Januar (Montag vor SowsU-my.

Staatsarchiv Lncern: Ungebundene Abschiede

Die Boten von Uri, Schwyz und Untermalden schreiben an Lucern: Sein Läufer habe sich beklagtüber unanständiges Benehmen des ihrigen gegen ihn jüngst zu Ablesch. Sie haben Erkundigung eingezogenund erfahren, daß derselbe wirklich Unfug geübt. Aber er anerbiete sich zu Recht vor dein Vogt in derNiviera, wo es geschehen, oder vor den drei Orten oder jedem derselben insbesondere und das könne manÜM nicht abschlagen. Wenn daher dem Lucerner Läufer an der Sache gelegen sei, so soll er ihn vor einerdieser Stellen vornehmen, vor welcher es ihm gefalle.

T9«.

Aneern. 26. Januar (Mittwoch nach Oonvsrsionis

Staatsarchiv Lucern: Lucerner Abschiede, (/. 2lv. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, IV. 27l. Ebenda: Tschudische Sammlung, N.

Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, X. 282. Archive Schwyz, Solvthnrn, Basel, Schaffhansen.

Boten: Zürich. Marx Nöist, Burgermeister; Meister Weingartner. Bern. Caspar Hetze!, Venner.Lucern. Uri. Hans Viderbist. Schwyz. Obwalden. Welti von Flüh. Nidwalden. Seckel-^ueister Andachers. Zug. Ammanu Steiner. Glarus. Ammann Kuchli. Basel. Peterinanil von Offen-durg, Ritter, Burgermeister. Freiburg. Franz Arsent, Schultheiß. Solothurn. Niclaus Conrad,Schultheiß; Benedict Hugi, der jüngere. Schaffhausen. Burgermeister Barter. Abt von St. Gallen.Ludwig von Helmstorf, Ritter. Stadt St. Gallen. Hans ab der Rüti, Bürgermeister. Appenzell.Lorenz Suter.

Auf dem nächsten Tag soll man sich erklären, ob man die neuen Ansprachen verschiedenerein-töniger" Knechte an den König von Frankreich anhören wolle oder nicht, oder was man in Sachen thunU'olle, um ygx ihnen Ruhe zu bekommen. ?». Der Bote von Bern hat angebracht, es sei dort einschießen angeordnet, das geschehe zu dem Zweck, damitdie vnsern lernen vnd in früntschaft kommen."

^un soll sich allwärts berathen und auf dem nächsten Tag antworten,ob man Mich schießenuunemen, dz zu Jar von ort zu ort bruchen well old uit, damit sich vuser Eidgnossen darnach richten'uögent." Da auf dem letzten Tag zu Lucern der gegenwärtige vorzüglich in der Hoffnung ange-^ worden ist, daß man einmüthiger sein werde, so hat man nun allseits die Instructionen verhört^d zwar vorab des größten Punkts, des Romzugs, wegen. Darüber hat man sich geeint, dem römi-chon ^ schreiben,dz wir sin fürschlag annemen, also lut des stillsitzen, Im in dein gehorsam

vnd gehept habeil wellen, dz der küng von Frankrich Im den Nomzug on Vilser hilff verfolgen laiiß,^ dz der röm. küng dem von Frankrich all sinen landen, es sig Meyland old andern, nüchzit schädige,uunlun wärt dennocht och daby pstichtig, dem küng von Frankrich die aynuiig zu halten." ,1. Denunzösischeu Boten ist geantwortet, weil der König von Frankreich von Niemaiideii überzogeil sei und derv'uische König sich gegen Venedig wende, so sei es nicht nothwendig, ihm Knechte zulaufen zu lassen.