Januar 1508. 415
Nttdenbanden an obgenannten Herren hat verüben wollen, auch die Verantwortung des Bischofs von Sittenund was diesem weiter geschrieben worden ist des von Chivron wegen, welcher vom Vogt von Aelen einNüdenband entlehnt hat. Der Brief, der dem Oswald von Rotz zugekommen, wird eingefordert und besichtigt.Auf nächstem Tag soll Jedermann antworte», wie man solchen „MißHandel", wenn er genugsam am Tageliege, bestrafen wolle, damit wir Eidgenossen solcher schlimmer Sachen in Zukunft überhoben bleiben. S'. „Sohat abermals die französisch botschaft anbracht wie vor ze tageil, vff die manigfaltig Rüstung vnd trömungdes römschen küngs beger vnd erfordre Jr küng, so Im not sin wirt, Vilser Hilst vnd knecht Inhalt der^ereinung." K. Dieser Tag ist van unserer Eidgenossenschaft Boten angesetzt wordeil, welche des Rom-Zugs wegen beim römischen König zu Kaufbeuern gewesen sind und sich nachher zu Zürich versammelt haben.Auf dem und andern Tagen sind aber etliche Orte nicht erschienen, was uns in dem großeil Geschäft zwi-schen den zwei Königeil schon viele Unruhe gebracht hat und noch mehr bringen mag, wenn wir in solchenZachen nicht einhellig werden können, wie unsere Altvordern es waren. Nachdem nun von dein Tag zuZürich den Orten, die nicht erschienen waren, der Abschied zugesendet und der gegenwärtige Tag zu Lucernverkündet wordeil ist, sind alle Orte und Zugewandten da erschienen und habeil ihre dießfälligen Instruc-tionen eröffnet, aus deren Mehrzahl man erfunden: „Nachdem und Röin. k. M. uns Eidgenossen, wo wirZ>u zn dem Nomzug vnverdinget nit verhelfen, dz wir doch die vnsern enthalten vnd still sizen wöllen u. s. w.lürgeschlagen, dz vns sölicher fürschlag vnd wal, stillzesizen anzenemen sye; so aber etlich ort dhein anderdefelch dann ze losen, etlich bi dein zusagen des Nomzugs, ander bi der französischeil Vereinung bliben,deßhalb dhein einhelligs ist, als in den großen geschäften not wär, hat man vf disem tag, nach eygentlicherverhör der französischen Vereynung, der Capitel mit dem hus Merstand, des römschen küngs schribens vnd^ küilg von Frankrich botschaft begeren, erforderil vnd anbringeil, die Verermung zu halten, nach allemHandel, des ersteil: dadurch die vnseru allenthalbeu und nienent zu dewedrem küilg ziechen, angsächen,^ allenthalb in unser Eitgnoschaft vnd insuilders, wo dz hievor nit gmigsain bescheheil, nochmaln solichvllbnich treffenlich verseheil werden söll, vnd wölhe ailstößen Vilser vnd unser verwandten etil ernstlich vfsähen"Ü die vfwigler vnd die, so sölch glöllff anrichten wölten, voil stuild ail anzunemen vild llach Jrem verdieileuStrassen. Demnach dwil, als obstat, wir Eidgnossen nit allenclich eins, dardurch wir vns, als not erfor-^t, witter vilderredeil vnd geeynen mögen zu etilem guten beschluß, ist ein anderer tag angesezt, nämlich^ Paulus bekeruilg gan Luzern, nachts all der Herberg zu sin, alsdann jedes ort mit entlich antwurt erschinen,^ hoffilllng, wir Eidgnossen werden einmündig. Sofer aber dz nit vnd aber ettlich ort vff sonder antwurtMarren, dz danu der orten potten einhellig gwalt habeil, zu der anderil Herren vnd Oberil zeriten vild iilite»e>l red zehalten, dz zu dein dient. Vnd dwil unser Eidtgnoschaft knecht allenthalb in den vnfall der^'ghorsamkeit kommen, on glmst vnd erloubung vnd willeil einer Oberkeit zu ziten dahin ziechen, söllichsöv»l besteil, ob wir geineinlich still zu sizen rättig wurden, ze versächen, ist diß nachfolgend iileynung vff^vbeßrniig jedes Herrn gerathschlaget, dariim lnan vff nüchstghaltenem tag ouch eiltlich antwurt geben soll:"' Entwurf der Verordnung: 1. Alle Aufwiegler, Hauptleute, Lütiner, Anweiser lind wie sie alle genanntwerden, ,velcher Stadt oder welchem Ort, Gericht, Gebiet u. s. w. sie angehören mögen, sollen, wenn sie^ dem Aufwiegeln, Anwerben, Hinwcgführen der Unsrigen betroffeil iverden, Ivo es sei, in Städten undLudern oder in gemeinen Herrschafteil, von uusern Herreil und Obern oder von unsern Vögten lind Amt-^üen gefangen genoiinneil und ohne Gnade an ihrem Leib und Leben gerichtet werden. 2. Wenn aber"He Thäter nicht ergriffen werdeil möchten, sondern außer Landes gingen, dagegen ihr Gut in unser»