September 1507.
letz gewarnet sin vnd sich darnach gestrax müssen zcrichten". v. Der Vogt im Oberland hat angebracht, wieUlrich Kesseli aus der Herrschaft Wartau sein großschwangeres Weib mit einem Veimesser dergestalt ver-wundet habe, daß sie darnach ein todtes Kind gebar. Und da er deßhalb aus dem Land entwichen sei, sohätten ihn die Glarner in ihren Gerichten betreten, der Sache wegen um Geld gestraft und wieder heim-geschickt ; das sei ihm, dem Vogt, unleidlich. Auf dem nächsten Tag soll man antworten, wie sich der Vogtdießfalls verhalten solle, ü'. „Als dem abscheid nach, so nur nun ort der Eidgnoschaft, nämlich Zürich,Bern, Vry, Switz, Vnderwalden ob vnd nid dem Kernwald, Basel, Fribnrg, Solotnrn vnd Schafhnsen"echsthin in der Statt Zürich mit Römischer künglicher Maiestat, vnsers allcrgnedigisten Herrn, Herrn Rätenües Romzug halb abgeredt habent, dieselb Nömsch künglich Maiestat vns gemeinen Eidgnossen von den zwölf^rten, jedem ort besonder eben tapfer geschriben, vnd in der schrift erfordert vnd begert hat, siner MaicstatRoinzug fry, vnverdingt wider mengklichen nach sag des erst zugesagten abscheids hie Zürich gemacht,helfen zu Volbringen oder, wa wir dz nit tun wöltcn, das wir dann die vnsern weder zum küng von Frankrich,'wch zu keinem andern fürsten noch Herrn, noch in kein frömd land, dz siner K. M. widerwertig were, ziechen^°ch louffen lassen söltcn, mit beger, sin K. M. darnf vnsers willens witer zu berichten, wie dann dieselbenDriften, dero jedes Ort eine hat, das ferer inhaltcn, dise tagleist har in die Statt Zürich fürgenomen ist,^ darnf wir boten in vnsern beuelhen, wie jeder von sinen herreir vnd Obern abgeuertiget sye, einandern^'könnet, viid vndcr vns vielerlei) Meinungen erfunden. Nämlich dz etlich ort gemeint haben, diewil R. K. M.w Iren schriften anzöigt vnd begert, dz wir still sitzen vnd dwedrcin kung, dem römischen noch französischen,harin hilflich sin, das wir dasselb annemcn vnd dabp bliben sölten; vnd dann etliche Ort willens sind, deinwuschen küng nach lut vnd sag des nechsten abscheids den Nomzug helsfen zu Volbringen vnd dz wir Nöm.
M. desselben abscheids durch vnser botschaften berichten vnd denselben vnsern Znsag erlütern sölten, in^sßiung, so dz beschechen, das K. M. daran benügcn haben vnd vns darnf witer nit beswern noch ersuchenwurde vnd dz damit die französischen botten abgefertiget vnd von land gewisen werden sölten; Onch etlich^witen habent geantwurt, dz Jr Herren vnd Obern der Nöm. K. M. den ersten znsag hie Zürich getanwollen helfen volstrecken; Vnd zum dritten etlich botten nit ander benelch habent wellen haben, dann zuvnd dasselb Iren Herren vnd obern wider heimbringen, angesechen dz Jr Herren vnd Obern vormals'^Ät zugesagt vnd geantwurt habent, das Inen het gefallen, -bp vnser nechsten verkomnuß, der Pensionen^ kriegslonsfenden knechten halb vfgericht, zebliben vnd in craft derselben aller fürsten vnd Herren müssig^gand; enteckung eines jeden benelch durch vns botten vilerley Meinungen angezöigt sind vnd
Lander treffenlich dalwn geredt ist, wo wir dem Nömschen küng zusagen sölten, still zu sitzen, dz dagegenlwer gar nach vnmüglich sige, vnser knecht daheiin zu behalten; wenn sr> sich dann erheben vnd demvon Frankrich zuziechend, das wir on alles inittel gegen dem Nömschen küng den Krieg an der HandWvent, zu dein vns eben verächtlich sye, das wir vnserin vorigen Znsag, den Nomzug nach Int desElsten abscheids hie Zürich helfen zu volstrecken, abzutreten vnd dauon zu fallen, Ist zu letst vnder vnsZ^wn mit sampt vnseres gnädigen Herren von St. Gallen, onch vnser getrüwen liebeir eidgiwssen der Statt^ut Gallen vird des lands von Appenzell botschaften, die zu disem Handel onch beschriben sind, genieret,Meinung an die haiid zu nemen viid vffgefalleii viiser aller Herren vnd obern dauon zu reden: — Alsowwil der fürgenomen Nomzng ein erlich götlich füriiemen, vnd dagegen der znsag, so wir nün ort obgemelt' K. M. habent, nämlich dz wir Jr den Nomzug wellent helfen Volbringen vnd doch weder demvon Frankrich, noch Jemands anderm dz siii Jniiemei?; ob aber jeinands die N. K. M. daran Irren