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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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October 1504.

vnd widerwertikeit damit fürkomen vnd abgestellt werden sölle. Vnd luttend sölich Artickel von Wort zuWort also:

Zum Ersten, durch welichs Ort, Statt oder land der Eidgnoschaft sölichen meyen zu haben vßgeschribenwirdt, das sölich nach sinem willen die gab der Statt oder Landsseckel vßgeben sol, vnd demnach was afen-türen benempt vnd bestimmt werden füllend durch Schützen, so dann an das End komend, sy syen frömd oder andem End, da dann solich Schießen ist, gesessen oder nit, vertopelt vnd gemacht werden.

Zum Andern, welich Ort sölichen Weyen vßschribt vnd verkündt, sol macht vnd gewalt haben, Büchsen vndArmbrostschützen zu beschriben; deßglich das jedes Ort ein Haffen vßrüfen lassen mag, ob si das bedunkt nuz vndgut sin; dann kein Ort des bezwungen sin sol, es tüge es dann gern. Doch wo söliche Haffen zu haben angesechenwurde, in gemeiner Schießgesellen Costen dienen.

Zum Dritten, das nieman vff sölichen Meyen komen noch ziehen sölle, er habe dann sin Toppel vnd zerungzu bezalen.

Zum Vierden, so füllen nit zwen Einer büchsen schießen, noch an dem End nieman argwenig züg bruchen,sunder einem jeden sin büchs durch die Syben beschowet, sodann allwägen darzu verordnet vnd demnach jedemsin büchs mit der Statt oder lands zeichen bezeichnet werden.

Zum fünften, so sollen von keinen Gesellschaften deHein Spillüt gebracht werden, sunder der Statt oder desLandes Spillüt, dahin dann der Mey gelegt, dieselben Spillüt füllen in gemeiner Gesellen costen das Schießen gebrucht werden.

Zum Sechsden, das sölicher Mey jerlich von Ort zu Ort vßgeschriben vnd durch deHeins verhalten vndvffgeschoben werden sölle, es wäre dann das krieg, mißgewächs oder Anders Jnviel, dauor Gott sin well, das dannsölicher Mey abgestelt vnd geschoben werden mag durch Rat Stett vnd lender genanter Eidgnoschaft.

Zum Sybenden, das sölicher Mey vnd Schießen niemand verschriben noch verkündt werden sölle, danndenen, die in der Eydgnoschaft gerächten vnd gebieten gesässen wären, ouch denen, so der Eydgnoschaft gemeinlichoder sonderlich, einem oder mer, verwandt sind, sunder man nit schuldig sin soll, niemand vßlendischer art, so nitzu der Eydgnoschaft gehörend, schießen zu lassen.

Zum achtenden, das allwägen zwen des Rats, wo dann sölich Mey je gelegt wirdt, von Iren Herren vßg^nomcn werden, die by den syben Schützenmcistern in gemeiner gesellschaft costen sitzen füllen vmb das, ob durcheinich Personen, eynich oder mer, krieglich vffruren vnd zwytracht angesechen oder fürgenomen wurde, sölichsnannten Iren Herren fürzubringen, dieselben Tätter vnd Jr helffer darumb zu strafen nach Jrem verdienen.

Sölich Artikel vnd meynung wir obgenanten Schießgesellen zu lob gemeiner Eydgnoschaft vnd vmb dasfrid vnd Ruw vnder vns gemeret werd, angesechen vnd geeint Hand, doch in sölichem vßgeschlossen, das vnstrHerren vnd obern von Stetten vnd lendern gemeinlich oder Jr volmechtigen Batten, wo si dann bi einander"versammelt sind, sölich vnscr ordnung mindern, meren oder ganz abschlachen mögend, nachdem sy bedunkt nutzk^vnd erlich sin, all geuärd vnd argenlist harinn ganz vermitten."

INI.

<It. ÄivrtH im Wallis. 419. ^X'tober (Lrastinc, 8vti Innzcs).

Staatsarchiv Bern : Allgemeine Eidgenössische Abschiede, ,i. 2<i>.

» Boten von Bern und vom Bischof und der Landschaft von Wallis besprechen vorläufig Grenzansta"^zwischen beidseitiger Jurisdiction, das Fischerrecht im Rhodan, das Collaturrecht der Kirche von Chess^