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September 1504.
R88.
L uce r n. 1 24. September (Zinstag vor Sant Michelstag).
Staatsarchiv Lucern: Lucerner Abschiede, t>. 188 d.
Boten: Lucern. Ludwig Küng; Hans Martin. U r i. Hans Jmhof. Schwpz. Vogt Fleckli. Ob-walden. Ammann Wirz; Vogt Kretz. Nidwalden. Ulrich Andachers, Seckelmeister. Zug. Seckel-meister Stocker.
Die fünf Orte haben den jüngst zu Lucern ergangenen Abschied der Münze wegen angenommen undnach feinem Wortlaut zu halteil beschlossen. Den Schreibern von Lucern ist befohlen, die Briefe zu machenund aufzurichten. Weil aber unsere Eidgenossen von Obwalden nicht zugesagt habeil, hat man beschlossen,sie zu bitten, daß sie sich in der Sache doch nicht von uns sondern wollen. Auf nächstell Samstag sollensie ihre Gemeinde versammeln; Freitags vorher solleil aus alleil Orteil Boten dahin abgehen. Die gleichenBoten sollen Vollmacht erhalten, Zürich um den Beitritt zu unserer Münzordnung zu ersuchen lind wenndieses nicht entspräche, weiter davon zu reden, wie man es der Münze wegen mit Zürich halten wolle.(Hiezu der Münzbrief Beilage Nr. 14.)
I8S
St. Apppottt. 1. S)etober (Zmstog nach Sant Michaclstag).
Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, .1. 2ül. Archive Svlothurn, Freiburg.
Boten: Bern. Gilian Schöni, Hans Kuttler. Basel. Lorenz Halbeisen. Freiburg. Hans Laupper-Solothurn. Hans Stölli.
Mau hat das Wasser gemessen: 35 Zuber Wasser geben in drei Süden 12 Sester Salz, PruntruterMaß. Der Salzsieder von Sailen (Ste Susanna?) bei Mümpelgard erklärt auf Anfrage, wenn er nocbeine Pfanne habe, so wolle er per Tag und Nacht 15 Sester siedeil, doch beim Regenwetter könne ma»nicht arbeiten, bis der Brunnen gedeckt sei. Wenn einmal der Brunnen gefaßt sei, so könne man aus deinWasser unfehlbar in der Woche für 30 Franken Salz gewinnen. Basel wird ersucht, eineil Werkmeisterherzusenden und zu veranstalten, daß auf gemeinsame Kosten die „Stuben" und der Brunnen gefaßt und dasPumpwerk hergestellt werde :c., alles vor Eintritt des Winters. Die Boteil, die bei dem Brunnen bleibe»,erhalteil Vollmacht, nach Bedürfnis; Knechte anzustellen. Alis Donstag nach Michaelis habeil die Boten vo»den vier Städten zwei Salzsieder voll Sauen bestellt und sollen jedem bis Weihnachten alle WerktageBasler Schillinge Lohn geben; wenn sie des schlechten Wetters wegen nicht sieden können, so sollen sie Holzhalleil. Beim Pfannenmacher zu Sauen soll man sich erkundigen, wie hoch die Herstellung etiler PfaM"'komme, wie man selbe dort braucht. Auch in Basel soll Blech zu einer Pfanne gekauft und nach Prmltr»^geschafft werden. Vorschrifteil für die Knechte und Arbeiter beim Brunnen. Theilung des vorhanden^Salzes. Da dessen nicht soviel ist, daß jede Stadt etile Last erhielte, so giebt man dem Boten von31 Sester, Pruntruter Maß, dein Boten von Solothurn ebensoviel. Bei der nächsteil Theilung solleil da>ABern lliid Freiburg jedes auch 31 Sester zum Voraus nehmen. Der Bote von Basel, Meister MartinDachsfelden, soll bei dem Brunnen bleiben lind dann von einem Voten von Bern, dieser von einemFreiburg, dieser von einem von Solothurn je nach Monatsfrist abgelöst werden.