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Mai 1504.
Bern und Freiburg zu bereinigen. I». In der Canzlei zu Freiburg soll das Vidimus der Ablösung vonLugnorre („Lugnowere") ernstlich gesucht werden, v. „Dem Kilchherrn zu der Nüwenstatt ist geschriben wor-den, damit er den Schlüssel des eilenden gebeins zu Murtten harußgebe, dadurch göttlicher dienst gefttrdertwerde." «t. Mit dem Landvogt der Waadt ist geredet und an den Herzog von Savoyen ein Credenz ausgestelltworden, des Zolls zu Neuß, des Zollers daselbst und der Münze wegen, v. Da der Herr von Greyerz ausWeisung Berns vor den Rath zu Freiburg nebst der Botschaft von Bern gekommen ist wegen der Schätzungdes Landes und der Leute und des Gutes, das er derer von Oesch wegen im Ormond verloren hat, so hatman t Pfund Zins um 00 Pfund geschätzt, thut um 100 Pfund Zins, so er im Ormond hatte, 0000 PfundHauptgut. Davon sollen abgezogen werden 1000 Pfund, so man dem Egremont schuldig war; es bleibenalso noch 5000 Pfund; diese sollen ihm die von Oesch bezahlen oder jährlich auf St. Johannestag mit250 Pfund verzinsen. Der Zoll, den ihm die von Oesch in seinen Nöthen abgedrungen, soll ihm wiederwerden und jene ihm die Abtretungsbriefe herausgeben. Sie sollen ihn auch von den 3000 Gl. Hauptgutsuud 150 Gl. Zins, für die er zu Bern verschrieben ist, ledigen und alle Kosten bezahlen, die über denHandel ergangen sind. Darauf soll der Herr von Greperz denen von Oesch verzeihen und sie wieder zuGnaden aufnehmen, auch ihnen die Beschwerde nachlassen, daß sie sich ihm in Eigenschaft ergeben hatten,und sie wieder zu ihrer frühern Freiheit und Rechtsame kommen lassen, 'seinen andern Rechten und Herr-lichkeiten ohne Schaden. Die von Oesch, welche Alles dieses einzugehen nicht Gewalt hatten, haben es anihre Landleute zu bringen genommen und werden auf Sonntag Trinitatis ihre Antwort nach Bern geben-
Bern. t 31. Mal (Freitag nach dem Pfingsttag).
Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, .7. Archive Solvthnrn, Hreiburg.
Tag der vier Städte wegen dem Salzbrunnen zu St. Hpppolit.
Die beiden Werkmeister von Basel und Solothurn berichten, wie sie nach langem Suchen eineAder gefunden haben, die „vnden vff gang." Ob sie aber beständig sei, oder in trockener Jahreszeit versiegeund wie viel süßen Wassers beigemischt sei, wisseil sie nicht. Doch sagt der Meister von Basel, daß nachseiller Erfahrung vier Pfund Salz von Salins nicht so viel ertragen, als drei Pfund von St. Hyppolit, Ansdiesen günstigen Bericht wird beschlossen, die Salzgrube zu decken, bei dem Brunnen eine Schmiede aufzurichten,eine Salzpfanne zu machen und zu probiren, was dieses Salzwasser ertrage. Sonntags über acht Tag?soll man zu St. Hpppolit tagen. Der Bote von Basel soll veranstalten, daß der Meister, der die Platte»zur Pfanne schlagt, auch da sei. Schiferli von Bern, der als guter Pfannenmacher bekannt ist, soll ebenfallserscheinen und Solothurn soll auch sachkundige Männer mitbringen. Jede Stadt soll einen Rathsbote»senden, um mit den Meistern zu rathschlagen und das Erforderliche zu beschließen. ?». Dem Herrn vo»Varembon ist geschriebeil, er möchte sich „ach Neuenburg, Valendis, St. Hyppolit oder an eineil ihm g?^''genen Ort in seinem Gebiete verfügen und den Boten der vier Städte einen Tag anzeigen, wo sie mit ih>»gütliche Unterhandlung pflegen können; man werde ihm Eröffnungen machen, die ihm nicht mißfällig s?"'sollen. Die Boten, die auf diesen Tag gehen, sollen ihm die Ursache der Eröffnung dieses Salzbrunnen-erläutern und ihn ersuchen, seinen Leuten nicht mehr die Beihülfe zu verbieteil. « . Sodann wird da--