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April 1504.
Dieser Tag wurde geleistet der großen Beschwerde wegen, die wir Eidgenossen des Goldes und der Münzewegen erleiden, in der Absicht, in der Sache einige Vorkehrungen zu treffen. Da hat man nun mancherleibesprochen, insbesondere „dz vns nuz vnd gut bedunkt, möchten wir Eidgnassen gemeinlich der ding halb inein ordnung kommen vnd dz ettwas iar lang statt zu halten." Darum ist Tag gesetzt nach Lucern aufPhilipp med Jacobstag (1. Mai), um über die Sache weiter zu handeln. Zürich, Bern, Glarus, Freiburgund Solothurn sind zu dem Tage auch eingeladen.
S«S.
Lucern. 4 Z04, 7 . Mai (vff des heiligen Crützabend zu Mchcn).
Staatsarchiv Lucern: Lucerner Abschiede, v. 182 v. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, IV. 87. Gbenda: Tschudische Sammlung, 62.
Staatsarchiv Bern : Allgemeine Eidgenössische Abschiede, .1. 148. 2!!A. Archive Solothurn, Freiburg.
Boten: Zürich. Meister Felix. Bern. . . . Lucern. Petermann Feer; Hans Marti; . . . Nri.Andreas Trutmaun. Schwyz. Ulrich Kätzi. Obwalden. Peter Zwissenbach. Nidwalden. Vogt AmStein. Zug. Ammann Bachmanns Sohn. Glarus. Ammann Kuchli. Freiburg. Venner Krummen-stol. Solothurn. Benedict Hugi, Vogt zu Dornach.
Jeder Bote kennt die Schreiben der Pfalzgräfischen und Württembergischen in Betreff der Spännezwischen den pfälzischen und bayerischen Fürsten, und weiß, daß wir Eidgenossen einhellig sind, uns derSachen nichts anzunehmen, wie schon früher auf Tagen ist beschlossen worden. I». Hauptmann Nußbaumsbittet, ihm zu gönnen, daß er das Seinige, was er in Frankreich oder in Mailand- vom König bekommenoder sonst gewonnen habe, einbringe und darin nach seiner Nothdurft handle, mit dein Beifügen, er sei einarmer Geselle und habe bisher sein Auskommen nicht anders als durch Herrendienste gesucht und gefunden-Nichtsdestoweniger erbiete er sich, den Eid, den er geschworen, als man die Pensionen med Reisläufe ver-schwor, getreulich zu halten. Auf dem nächsten Tag soll man auf sein Begehreil Autwort geben, v. DieserTag ist angesetzt worden, um den großen Beschwerden abzuhelfen, die der gemeine Mann der Münze wegenerleidet, und um dießfalls eine gemeinsame Ordnung zu inachen, wie man Gold- und Silbermünzen gebenund nehmen soll. „Ist vnvergriffenlich ein Meinung vff vnser Herren vnd Obern wolgefallen davon gerethdz inl fürdishül dhein ort mer münzen noch vß münz münz machen soll; ob aber dheiu ort dz dätt vnbye münzen welt, dz dann dz selb ort ein Wechsel dabi habeil söll. Vnd ist ein guter rinscher gülden ingold gewerdet für xxxiiij plaphart. Das sol yederman heimbringen vnd vff dem nechsten tag, so sin mirlvff soiltag nechst nach der Vffart zu Lucern an der Herberg zu sind, darumb entlich antwurt zu gebe»-Vud souerr die Werdung des Guldens bi den xxxiiij plap. pliben mag, werdeil Vilser lieben Eidgnossen »»»Lucern mit Jr probierem die münz dem gold nach werden, nachdem vns ein ietliche der werdung nachertrageil mag. Dabi ist mich beschlossen, sover solich obgemelt orduuug angeuomen wirt, das dann ^l Iar, die nechsten, gehalteil vud mit brief vnd sigeln bevestuet werdeil sol, vud welicher soliche ordnnNÜvbersech vud nit hielt, der jeder sol x Pfund Hlr. ze büß verfallen sin dem ort, in des bietteu dz geschi^so dick das vbersechen wirt, vnd sol ye einer den andern siueu Herreil leiden bi dem eid. Item es ist o»^hierin angesechen, ob fach were, das solich ordnung von vnsern Herren vnd obern beschlossen wirt, das da»»