Juli 1503. 235
zustehen. «. In Betreff der Streitigkeiten zwischen Zürich und den andern Orten der Eidgenossenschaft betref-fend Stammheim und Nußbaumen ist von beiden Theilen angenommen, daß Schultheiß Bramberg von Lucerneine Ausgleichung versuchen soll. Gelingt der Versuch nicht, so soll das Recht vollführt werden, wie es vormalsangesehen ist. «. Der Mehrtheil der Orte hat denen von Appenzell gestattet, die Vogtei im Rheinthal zu besetzen,t». „Sodann vnser eigen Kindern halb, so wir ze schul oder sust ze dienen zu fürsten vnd Herren schickend vndaber nit in der reisordnung begriffen, sol man hinder sich bringen vnd vff dem nechsten tag darumb insundersantwurt geben." «z. Des Schlößchens Zwingenstein wegen soll man sich weiter erkundigen. >. Des Priesterswegen, der zu Steckborn Einen leiblos gemacht hat, soll man den Erben Recht halten, wenn sie um Recht an-rufen. Mag sich der Priester nicht entschuldigen, so soll er die Stadt und Landschaft meiden und der LandvogtZU seinem Gute greifen. 8. Den Boten des römischen Königs hat man der Erbeinung wegen folgende Ant-wort gegeben: „Das die vier Ortt Zürich, Bern, Vri vnd Vnderwalden wellen by Im zusagen bliben, dieandern Ortt by dem bericht, vnd nit destminder von stund an Botten ordnen, da Mangel ist, bitten darin zegon vnd dann dem küng solichs in geschrift oder bottschaft wider zu schicken." t. Der Knechte und des Land-gerichtszirkels gegen denen von Constanz wegen weiß jeder Bote zu berichten. ». Die Ordnung des Verbietensder Kriegsläufe wegen soll jeder Bote heimbringen und soll das von Stund an verboten werden, v. „Heim-zubringen als die röm. königl. M. begert die ewigen bericht in wortten, wie die vier Ort der Eidgnoschaft,nämlich Zürich, Bern, Vre vnd Vnderwalden gethan habend, anzunemen vnd Schwyz vnd Glans in kurzvergangnen tagen Herr Graf Andres von Sonnenberg sölichs zugeschriben söllen haben vnd aber demnachvon der Statt Lncern gemant sind, stillznstan vnd ir botschaften jez hie redend, wo fölich manung abgesteltwöcht werden, das an irem zusagen mit sölt erwinden. Das nochmals als ein tag gen Schwiz ist geschehen,Vach vsleistung desselben vnser Eidgnossen von Zürich, Bern, Vri vnd Vnderwalden durch ir botschaft zu Lncerniveffenlich an einem gwalt darzu notturftig suchen und würben, daß sy den beiden obgerürten Orten keinhindrnng tun, in sölichs zegon vnd selbs och die anzunemen, angsehen die gros lands notturft des veilen^ffs vnd sust das eruordern, auch der erschinung des hl. Crütz betüttend, das dieselben daran erlöst sind,^ch zusamenhalten vnd gütlichen frid bruchen söllen; vnd ob Lucern ye darin nit wölt komen, das st dochandern Ort nit irrend, bsunder ir gethane manung fallen lassend, so doch mit anders gemacht, sundervorgemacht geringert vnd gebessert wirk. Das sol, wie obstat, angebracht vnd vff dem tag zu Swiz^uruinb antwurt geben werden vnd souil es bewilget angends volstrekt vnd gen Vnderwalden diser abscheid^vch fürderlich gesaut werden."
«»—V fehlen im Lucerner Exemplar. I«, «, I», «» im Zürcher- und Berner Exemplar. Das BernerExemplar enthält dann am Ende noch den Eingang und Ausgang des Vorkommnisses vom 21. Juli d. I. überPensionen, Reisläufe u. s. w. Beilage Nr. tv.
Das Basler Exemplar datirt Mittwoch vor Maria Magdalena.
(Ohne Ortsangabe.) 23. Aull (Sonntag vor Jacobstag).
Archiv Solothurn.
Johanna von Hochberg empfängt und beschwört mit Gunst, Wissen und Willen ihres Vaters, desMarkgrafen Philipp, und der Maria, gebornen Fürstin von Savoyen, vor Schultheißen, Rüthen und Burgern