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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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April 1503.

den dryen ortten Bellenz nit frylich vbergebe vnd sich des entziehe, so syen wir Inen lut vnser ewigen pünden,souerr sy darüber kriegklich vffrur anfiengen vnd des von Inen ermant wurden, schuldig vnser hilff zethund, wiedann dz selbig schriben mit witter Meldung anzöigt. Vff solich schriben die k. M. vns setz illentz mit schriftlicherantwurt vff Hütt, darinn wir nützit anders dann guten willen verstan mögen, begegnet ist, daran wir nit vnbillichfröd empfangen haben, dero Copy wir üwer lieb Hann verschlossen zusenden. Vnd dwil nu der küng, des sowir vormalen nie mer anders von Im begert haben, vns gutwilligklich nachlaßdt vnd vns Bellenz mit sinerzugehörd vbergeben hat, als Jr in der Copy verstan werden, vnd die künglich botschafft anstatt vnd vß beuelchk. M. sich erpotten, hie hinnen nit zu kommen, bitz das solich sin erbiettung mit genügsamer Versicherung, brieffvnd sigel vffgericht werd, So bedunkt vnser Herren vnd obern, dz wir nu billich solich kriegsübung abstellen,damit wir bi frid, Sun vnd einigkeit mögen beliben, Angsechen dz wir vnd och vnser armen lüt vff dem landvon großer armut vnd Hungersnot, damit sy vmbgeben sind, fttrohin ganz nit mögen den krieg erliden, sondersvff frid vnd sun schryen. Darum so ist an üwer brüderlichen liebe vnser geuallen, will vnd Meinung, die wölkeangesechen des so wir vom küng begert haben vnd vns dz frylich nachgelassen hat, wz glimpf, eren vnd fug vnsallen nu dalame daran gelegen ist, bedenken vnd darüber den armen lüten im land weder mit todschlag, nam, brandvnd anderm nit witer beschädung zufügen, sonder dz veld rumen, ab vnd Harheim zu ziehen, damit wir bi fridvnd sun mögen bliben. Dann wo dz nit beschechen sölt, so müssen wir dez gegen got, den allmächtigen, in großensorgen stan, dz er vns sin grundlose barmherzigkeit vnd gnad möcht vnderziechen vnd vber vns Verheugen dzvns an lib, ere, sel vnd gut möcht schaden vnd ein Verletzung vnsers alten großen lobs, so ein eidgnosienschastbißhar erlichen an vns bracht hat, abpruch vnd Verletzung geberen. Zudem in sorgen ist, wo dz solt abgeschlagenwerden vnd der krieg vnderstanden wurd zu beharren, dz solichs nachmals an k. M. nit mer mocht erfundenwerden. Zu was großem Nachteil dz wurd reichen, müssen ir zu ermessen, vnd üwer brüderliche lieb welle sölicherpietung zu hertzen vassen vnd üch Hann als die gehorsamen dermaßen erzöugen, als wir vns des zu üwerbrüderlichen liebe gentzlichem versechen. Dz wellen wir vngezwiuelt vmb üwer b. l. nüt lib vnd gut verdienen.Datum Mittwuch vor dem palmtag vmb die dritt stund nach mittag. Anno u. s. w. iij°- (5. April.)

Von Stetten vnd lendern der Eidgnoßschaft Kotten nämlich von Zürich, Bern,Lucern, Zug, Glaris, Basel, Fryburg vnd von Solloturn, als wir der Zit vßbeuelch vnd mit vollem gwalt vnser H. v. O. zu Lucern zu tagen versampt.

An hoptlüt, Venner, Rätt vnd ganz gemeinden von Stetten vnd landen vnser Eidgnosschaft, als die ii»herzoqthumb Meyland im Veld liggen."

Zürcher Abschicdeband, IV. 34, Berner Abschicdeband, II. 758.

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Arona. lZOZ, 10. April.

Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, II. 7!)!. Archiv Schaffhauien.

Friedensschluß zwischen Frankreich und den Eidgenossen, unterhandelt zwischen Carl von Ainboise, Herr»von Chamuont, Gouverneur des Herzogthums Mailand, und Anton von Besser) einerseits, Matth»»-Schinner, Bischof von Sitten, und Ulrich, Freiherrn von Hohensax andererseits. Das Datum der Verhau^lung ist der 10. April, das Datum der Friedensurkunde der 11. April, dasjenige der königlichen Bestätig»»!!der 12. Juni dieses Jahres. (Beilage Nr. it.)