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März 1503.
nachlassen sölt, vnd wöll och daz diser zit nit thun. Soverr vnd wir aber verschlissen, dz die vnsern abzugenvnd dz veld rumpten und vnser botschaft zum küng schickten, zwivelt Im nit, vnd er welt och sin lebendaran setzen, man fund den küng so gutwillig, das er vns Bellenz, old mer old besseres, dz vns lieber war,in früntschaft nachließ. Öb aber vns dz pe nit wolle gemeint sin, dz wir denn doch den bestand der dryerjarn lang, wie der vormalen zu tagen vergriffen ist, annemen, das die drü Ort Bellenz möchten die ZitJnnhaben, von mengklichem vngehindert, mit anzöigung, offnung der straß vnd fryung der Zöllen u. s. w.Vnd ob die beid Meinungen vns och nit anmutig sin wetten, dwil dann wir eidgnossen also syen Harkomen,dz wir menklichen, der Rechtz vff vns begert, zn Recht behulfen gewesen syen, damit nur Im sins teils denvollen vnd geneigten früntschaft spüren vnd sechen, so erbiet er sich darumb des rechten vff vns vbrigenviiij Ort zu kommen, wer fug, glimpf vnd recht darzu Hab, es syen vnser eidgnossen von den dryen Ortenold der küng u. s. w. Weißt jeder Bot zu sagen, wie wir daruff mit küniglicher Botschaft haben lassenreden vnd obgemelt Meinung den Vnsern in dz veld geschrieben. Vnd so nu aller vnser Eidgnoschaft vilan diesen Herten löiffen gelegen ist, sol jeder Bot die fach treffenlich heimbringen." Tagansetzung nach Lucernauf Montag vor dein Palmtag (3. April); jedes Ort soll zwei Boten dahin schicken mit Vollmacht, Antwortzu geben und weiter in den Sachen zu handeln nach Nutzen und Ehre gemeiner Eidgenossenschaft. Zürichsoll den Abschied auch an Schaffhausen mittheilen.
z, fehlt im Zürcher-, Berner- und Freiburger Exemplar.
Zu I». Folgt die „Coptz des schribens den Vnsern in das Veld. 1503. Zinstag vor dem Suntig Judica"(28. März) unter dem Siegel Lucerns in aller IX. Orte Namen. Mittheilung der Eröffnungen der königlichenBotschaft: Der König beschwere sich sehr über den Angriff, der ihm, zuwider dem Abschied von Lucern, von dendrei Orten geschehen sei. Da er aber die Eidgenossen für seine liebsten Freunde halte, so verlange er, daß sie ihrKriegsvolk aus dem Felde Heimrufen und dann zu ihm eine Botschaft nach Lyon schicken. In diesem Falle werdeder König unzweifelhaft Bellenz oder Anderes, was uns lieber sei, abtreten. So lang wir aber im Felde stünden,könne der König seiner Ehre wegen nichts Derartiges thun. Wenn uns das nicht gefiele, so begehre der Königdoch, daß wir den dreijährigen Stillstand annehmen und halten, zufolge dessen Bellenz die Zeit hindurch iinunangefochtenen Besitz der drei Länder bleibe. Endlich wenn auch dieses nicht gefiele, anerbiete der König dieIX Orte entscheiden zu lassen, ob er oder die III Länder gerechtern Anspruch auf Bellenz haben. Die drei Orteim Feld möchten auf den angesetzten Tag, Montag vor dem Palmtag, sich über diese Vorschläge berichtsweisenach Lucern aussprechen. Was da beschlossen werde, werde man ihnen auch durch Eilboten zu wissen thun.
Die Antwort darauf lautete folgendermaßen:
Schreiben der Hauptleute u. s. w.
„Vnser früntlich u. f. w. Üwer schriben, vns ab dem tag ze Lucern gethan, haben wir vff gester frü, fritag,empfangen vnd verstanden, vnd wie wol dz von üch in guter Meinung vnd brüderlichen trüwen geschicht, yedochkönnen vnd mögen wir nit vermerken, das sölichs von der französischen bottschaft anders dann vff verzug vnddamit sich der küng baß fterken vnd in die widerwer rüsten mög, dann glich anbringen ist von des küngs statt"Halter zu Metzland an vns im veld durch ein Herold och beschechen. Das aber an vns vnd besonders an vnser»gemeinden nit hat mögen funden werden, angesechen den großen costen, müg vnd arbeit, so die nun dala»»'erlitten Hand, vermeinen wir vnd sy, vß dem veld nit zerucken, es sye dann, das vns begegne damit wir frid v»bsun mit vns hetzinbringen vnd nit aber nächstmals mit noch mercren costen vnd so der küng baß gerüst, heri»ziechen müßten. Das wölken von vns im besten vermerken. Vnd haben also dem Herrn von Schaumont gea»^wurt, das och noch vnser antwurt: Wölle der küng einichen friden oder bericht mit vns inachen, wölken wir st»^