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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Januar 1503.

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den andern Orten über Stamncheim und Nußbaumen gütlich nicht vereinigt werden konnten, so hat man sicheines Rechttags geeint nach Einsiedeln auf Sonntag nach der alten Faßnacht. Da soll Lucern den Rednerund den Schreiber, Schwpz und Zug die Zugesetzten eidgenössischer Seits, die übrigen Orte ihre Nathgeberhaben. I». „Als wir den drr> orten Vri, Schwitz vnd Vnderwalden ab disem tag geschrieben still zu ston,sie vns Eitgnossen och vber vnser früntlich Erbieten gemant, wie pedes ort das weiß, sol man retig werden,was man vff nechstem tag witex mit Inen reden well." I. Ans dem Tag zu Zug war beschlösse» worden,die von Glarus sollen den Gefangenen nach Baden stellen. Das ist aber nicht geschehen. Wir haben daherihren Ammann und den Landvogt im Thurgau angefragt, wo der Gefangene sei. Auf das haben siegeantwortet, er sei zu Wesen, und dabei gebeten, ihnen zum Recht zu helfen. Wir haben ihnen gesagt, wasuns des Tages wegen empfohlen war, und sie gebeten, den Gefangenen auf den obbestimmten Tag nachLucern zu stellen mit seinein Leib und seinem Gut. Das wollte der Ammann von seiner Obern wegenuicht zusagen. Darauf hat man die ganze Sache auf den Tag zu Lucern verschoben, wo die Boten mitVollmacht darin handeln sollen, wie es der Eidgenossen Nutzen und Ehre erfordern. Den Boten von Bernund Freiburg ist ausdrücklich von allen Eidgenossen aufgetragen, die abgedachten Tage zu besuchen und nichtauszubleiben. It. Die von Nidwalden haben die von Obwalden gemahnt, „lüt vß ze nemen", diese nachLucern geschrieben um Ansagung eines Tags, Lucern solches den Boten zu Baden berichtet und diese haben^ag gesetzt nach Lucern auf Donstag nach St. Agathentag (9. Februar.).

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Au e r lt. 410. Februar (Freitag vor sanl Valeittmstag).

Staatsarchiv Luccr»: Lucerner Abschiede, «. 172. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, II. 72«. Archiv Freiburg.

Boten: Zürich. Heinrich Göldli, Ritter, Ahtburgermeister; Felix Schnüd. Bern. Venner Achshalm.Lucern. Jacob Bramberg; Ludwig Küng; Meister Heinrich von Alikon. Uri. Ammann In der Gassen,^chwpz. Vogt Berner; Vogt Väst). Obwalden. Anunann Zun Höfen. Nidwalden. Ammann Zelgcr.Zug. Schnüringer. Glarus. Paunerherr Stucki. Basel. — Freiburg. Wilhelm Stöbi, Venner.Solothurn. Benedict Hugi. Schaffhausen. Cunrad Barter.

Zürich bringt an, auf dem letzten Tag zu Baden sei angesehen worden, daß ein Schreiber vonLucern bei der rechtlichen Verhandlung zwischen den Eidgenossen und Zürich betreffend Stammheim undNußbäumen die Feder führen soll; das scheine ihm uicht „gemein noch zimlich." Daher hat man nuneinen ganz unparteiischen Schreiber dargeschlagen den Ulrich Huber, Schreiber des Abts von St. Gallen^ Wyl. Die Boten von Zürich wollen diesen Vorschlag an ihre Herren bringen; wenn sie nichts weiter^richten, so ist er als angenommen zu betrachten. In diesem Fall soll man dem Schreiber den Tag zuUmsiedeln verkünden und ihn dahin bescheiden. I». Schreiben gemeiner Eidgenossen an Landammänner,^äthe und ganze Gemeinden der drei Orte Uri, Schwyz und Unterwalden ckck. Lucern, Samstag vorValentinstag: Sie haben in den Spännen zwischen den drei Orten und dem König von Frankreichum Bellenz bisher alles mögliche gethan, um kriegerische Unruhe zu verhüten. Gleichwohl möchte manuwlleicht meinen, wenn dem König lauter herausgesagt worden wäre, was ihm zu wissen nöthig ist, so würde^ vielleicht Bellenz aufgegeben haben. Um daher in Sachen nichts zweckdienliches zu unterlassen, haben sie