Januar 1503.
197
ttt»
Lucern. 430.?, 19. Januar (.Pustag vor iiiwrü).
Staatsarchiv Luccrn! Lucerner Abschiede, I!. Ivo. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, III. ZV2. z«l. Staatsarchiv Bern: Allgemeine
Eidgenössisch- Abschiede. II, 7M. 7V«. Archive Frciburg, Basel.
Boten. Zürich. Burgermeister Wyß; Felix Keller. Bern. Venrich Wyler. Lucern. SchultheißBramberg; Petermann Feer, Altschultheiß; Ludwig Küng; Ateister Heinrich von Alikon. Obwalden.Ammann Zun Höfen; Ammann unter der Flüh. Zug. Rudolf Schmid. Glarus. Vogt Wiechsler. Basel.Burgerineister von Osfenburg. Freiburg. Seckelmeister Wilhelm Reiff. Solothurn. Benedict Hugi.^t. Gallen. Johannes Schenkli, Burgermeister.
t». Zürich und Basel sollen das Gold und die Münze aufsetzen und die Werthung abschriftlich jedemmittheilen; darauf sollen sie gemeinen Eidgenossen einen Tag setzen, damit man bezüglich dieser Sache sichvereinbare. ?». Auf demselben Tag sollen die Orte sich erklären, ob man den Tag mit dem römischenKönig besuchen wolle oder nicht. «. Matthäus, Bischof zu Sitten, schreibt unterm 23. December (Freitagvor Hativitakis Eliristi) an die auf dem Tag zu Lucern versammelten Eidgenossen: Wie er von ihnen ver-vehme, klage Ulrich Huswirth, daß er in seinein Streite gegen Ludwig Domenz mit geistlichem Gerichte wegenweltlicher Sachen verfolgt werde und die Eidgenossen verlangen, daß der Bischof das abstelle. Nun seiaber der fragliche Streit vor seinem Regierungsantritt entstanden, Domenz habe in Wallis weder Leib"°ch Gut, er könne ihn also zu nichts zwingen, auch dem Papst, dem er Gehorsam schuldig sei, könue er'"cht in seine Gerichtsbarkeit reden; dagegen wolle er sich des Domenz, der in Rom sei, nicht annehmen.Dw Eidgenossen möchten ihn daher mit der Sache nicht weiter behelligen, jedoch wenn sie wollen. Jemanden"ach Wallis senden, um die Wahrheit der von ihm angegebenen Verhältnisse zu erheben. «?. Auf dasFrücht, daß wieder ein Auszug von Knechten im Werke sei, wurde abermals berathen, wie man dem^"vorkommen möge, zumal da Uri, Schwyz und Nidwalden begehren, daß man nirgendhin Knechte laufen^aste, sondern die Aufwiegler ergreife und nach ihrem Verdienen richte. «. Der Bote von Bern soll anseine Herren bringen, sie möchten die Haller, die sie verrufen haben, in ihrem vorigen Werthe belassen, biseine Vereinigung der Münze wegen erfolgt sei. l Der Bote von Bern soll unser aller Bitte an seineHerren bringen, sie möchten von ihrer Ungnade gegen Hans Kisling ablassen, da er unschuldig sei. Es^ e nämlich Peter Kaufmann vor der Eidgenossen Boten eidlich ausgesagt, als er sein Weibelamt zu, M"u aufgegeben, sei er nach Solothurn gekommen und habe da den Kisling angetroffen. Dieser habechu gefragt, wie es dem Fridli Trösch gehe. Auf seine Antwort, er sei arm und lebe aus seiner Hände'-'beit, wie noch mancher gute Geselle, habe Kisling erwidert, er soll den Fridli grüßen und ihm sagen,^ Möchte guter Dinge sein, „es werd schier besser". Weiter sei es nicht gegangen. A-. Bezüglich des^pans zwischen dem König von Frankreich und unfern Eidgenossen von Uri, Schwyz und Nidwalden, Stadt""b Schlösser von Bellenz betreffend, bezweifeln die übrigen Orte nicht, daß des Königs Botschaft denBossen Fleiß, die Mühe und Kosten, welche wir zu verschiedenen Malen, zuletzt zu Asti und hier in der Eid-^ucffsenschaft auf vielen Tagen bethätigt haben, gesehen und gespürt habe. Auch ist der königlichen MajestätM zweiten Mal deßhalb geschrieben und man lebt der Hoffnung, der Handel werde zum Vergleich gebracht,letztgehalteuen Tage ist unsere Botschaft vor die Gemeinden der drei Orte gefertigt worden, umAnnahme des dreijährigen Waffenstillstandes zu bewirken, doch hat dieses nicht erlangt werden mögen.