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December 1502.
Frankreich keinerlei Händel anfangen, sondern sich gegen ihn ruhig und nachbarlich verhalten, auch die vonBellenz zu solchem Verhalten anweisen sollen. Die französischen Boten haben dasselbe auch ihrerseits zuge-sichert. «. Zürich, Bern, Lucern und Basel sollen die Münze aufsetzen und werthcn und die Werthungschriftlich auf den nächsten Tag bringen, „damit man sich gemeinlich einer münz vereinen möcht." z». Manbittet, Bern möchte seinen Unwillen gegen den Kisling fallen lassen oder ihm sicheres Geleit zur Verant-wortung geben, da er behauptet unschuldig zu sein. „Des spans halb zwüschen der k. M. vonFrankrich eins teils vnd vnsern getrüwen lieben Eidgnossen von den dryen Orten von Vri, Swiz vnd Vnder-walden nid dem wald des andern, antreffend die Statt vnd Schloß Bellenz, sind unsere Herren vnd obernbericht, wie unser Eidgnoschaft rätt im Handel, als die k. M. ir treffenlich botschaft vff den Abscheid zu Astgemacht iu unser Eidgnoschaft gesant, sich treffenlich gearbeit vnd als die, so gern frid vnd ruw Helten,kriegklich vsfrur zu verhüten des nechstgehaltenen tags beiden teilen vnvergriffen vff ein hindersichbringeneins bestands vermächtiget, in Zuversicht, der solte also angenomen vnd funden sin, das aber pez vff disertagleist nit bescheen, sonder von vnsern Eidgnossen von Vri schriftlich vnd sunst von beiden teilen muntlichabgeschlagen, des wir vns in vnserm gemüt nit gnugsam mögen bedenken, wie swär vnd großes aller vnserEidgnoschaft hieran gelegen sin wil. Dann als^wir einandern in vnser Herren vnd obern beuelch hiermnberkennet haben, wirt luter erfunden, das wir diser zit dheinen krieg nit erliden köiuien noch mögen vß vilvnd mengerlep Ursachen, als peder bot weist zu sagen. Demnach angsechen, vff frid vnd ruw zustellen, ouchkriegklich vsfrur zu verhüten, haben wir vns mit mergklicher großer müg zwischen beiden teilen gearbeitvnd am letzten sovil an den küniglichen potten erlangt, dz st) vns der fach eins bestands an den 5 Jaren,so wir hievor an die k. M. begert haben, zwey Jar anstatt k. M. verwilgt, daruff wir vns der k. M-darzu noch ein Jar vermächtiget haben. Damit so sol vnd ist in der fach von vns ein bestand drü Jarlang angsechen in der gstalt, dz die von Bellenz die zit in dz herzogthumb Merstand Ir gewirben vnd zöllenhalb, wie ander vnser Eidgnoßschaft verwanten mögen fry vnd sicher faren. Daruff ist angsechen vndbeschlossen, dz jedes ort sine Botschaft mit sampt der Manung vff der heiligen dry küng abend zu Switzan der Herberg haben vnd morndeß vor einer ganzen gemcind zu Swiz, darnach vff Sonntag zu Vri voreiner ganzen gemeind vnd demnach vff mentag zu Vnderwaldeu nid dem wald vor einer gemeind erschinenvnd mit hocher pitt ansynnen, dz st) vns des bestands der dryer Jaren bewilligen, darin sr> trüwlich allervntrüw verhüt werden sollen. Vnd ob der bestand an Inen nit erfunden werden möcht, das dann die Ort,so st) zu manen habeu, Ir manung Inen vberantmurten; vnd sollen demnach die Kotten sich gemeinlich genLucern verfügen, vnd demnach die königlichen potten, die bis dar in lands bliben sollen, was vns begegnet mitantwurt abzevertigen vnd darin handlen, dz so vnser Eidgnoschaft nuz, lob vnd Ere sin mög. Es söllenouch die übrigen ort vnd verwanten, so st) nit zu maneu habe, nicht destminder Ir botschaften an obgemeltend vff dieselben zit allenthalb abuertigen, in pitswise der gstalt zu handlen, als vorstat."
!», «, «1>, I», ! fehlen im Berner Exemplar. Das Freibnrger Exemplar enthält nur t, x, i, «l-
Zu «i- Das Berner Exemplar enthält Seite 6!)7 ff. wörtlich die „Manung vff die drü Ort Vri, Switzvnd Vnderwalden nid dem wald vßgangen."