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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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191
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November 1502. 191

Knechte bis zu Ende des Handels mit dem König von Frankreich nicht zu demselben laufen lassen. Ii.DemAbscheid nach zwischen dem frankrichischen küng vnd vnser Eidgnoschaft ratzpotten zu Ast gemacht, vnderandern: die schlösser vnd die Statt Bellenz antreffent, darumb ouch daselbs lut desselben abscheids diser Tagangesechen, vff dem bemelten küngs treffenlich erlich botschaft erschinen, die onch desselben küngs anligen,gewarsamy vnd rechtsaun) erzöigt vnd bericht: Des ersten priuileg vnd fryungbrieff von eim Römschen keysererlangt, vnder anderm beriirt, das die Statt Chun: vnd dz ganz Bistumb Chun:, in den: die schlösser vnddie statt Bellenz gelegen, zu dem herzogthumb Meyland vnd dem Herzogen daselbs geben vnd nachgelassen,darzu zu ewigen ziten gehörig zesinde, dero brieff datum'wiset j'" iij^ lrxxxvj Jar, xiij tag des monetz Octobris;hiernmb vnbillich geacht werd, daß Bellenz vornacher vnd jewelten nit in noch an das HerzogthumbMeyland zugehörig vnd noch sin söll. Zun: andern, als sich vnser Eydgnossen von den dryen lendern irskouffbrieffs, so sy von eim Grafen von Masax innhand, zu behelfen vermeinen, haben die künglichen Sandt-potten brieff vnd gewarsamy, nach aller notturft verwart, vns eidgnossen erscheint, so in eim artikel luterMeldeiN, dz vff die rob, nam vnd brand, so sich vergangner alter ziten Wüschen dem Herzogen von Meilandvud vnsern Eidgnossen von Lucern, Vri vnd Vnderwalden nid dem wald von wegen der Statt vnd schlösserBellenz, och ander fachen halb erloffen, ein contract vnd ewig bericht Wüschen Inen beiden teilen troffenvnd vffgenomen sy, vnd lut derselben für all obgemeldt zuvorderung von gedachtem Herzogen x'" vnd j güldenv"ffch empfangen vnd Jngenomen. Darumb vnbillich von den dreyen Orten gemeint sol werden, dz BellenzHuen zugehören soll, so doch dieselbig gewarsamy vis Jaren jünger am datum mißt, daim der benaniüenvon Vri kouffbrief von Grafen von Masox datum zugeb, der koufbrief vnd ander gewarsainy hierin ouch,vb die deheinest funden wurden, vnnütz geacht sollen werden; derselben contracts vnd ewigs berichts datumwißdt j'" iiij° xx vj Jar. Zum dritte,: haben wir gemein Eidgenossen, als yetz bi xxj Jaren ist, von: Herzogenvon Meyland empfangen xrv'" Gulden iiij° Duggaten, hiemit all zwiträcht, ansprüch vnd zusprüch, dheinvssgenomen, hin, tod vnd ab sin sollen, dehhalb dainaln Bellenz, ob yeinan darzn recht zu haben vermeinte,Vilich anzogen wer vnd nit darum sich verschriben oder gnitirt haben. Zun: Vierden, als sich och vor JarenMische» hg» Grafen von Masap vnd eim Herzogen von Meyland Irrung gehalten von Bellenz wegen,^ beid parthyen zu entrichtung vff vnser Eidgnossen von Zürich kamen, von denen gedachten HerzogenBellenz zubekannt; davon gemerkt, dz dieselben graven nie dhein recht zu Bellenz, vnd verkauft, darzn sy'ut recht gehept; dero brieff datum wisent j'" iiij° lxxx viiij. Zun: letzten vnd zun: grösten haben sy hören^ssen ein verschribung von dem kilchherrn von Vri, Annnann Berendinger vnd Annnann in der Gaß, alsvollmechtigei: nmchtbotten vnd anwalten einer ganzen geineind zu Vri vßgangen, die eben vil ertragen,vuser Eidgnossenschaft, och vnsrer pünden halb wol zu bedenken, wohin die zukünftigen reichen möcht, als^ hieby abcopirt copy witer verstanden werden :nag. Daruff die gedachten königlichen Anwalt begerten vndverhaften, Jr obangezeigten gewarsamy vnd rechtsamy mit den dryen orten zu verschaffen vnd ze vermngen,M küng die schlösser vnd statt Bellenz als sin eigen erbthum zu sinen Händen kommen ze lassen, dann erdryen orten dz dheinßwegs nachlassen well, mit mer Worten, als jeder bott witer weiß zu reden vnd derscheid zu Ast gemacht ouch zugipt." Darauf haben der drei Orte Boten geredet, es sei nicht nöthig,vuv Eidgenossen mit der Sache sehr zu bemühen; wir hätten ihre Gewahrsame vor Kurzem wohl verstanden;""ch haben des Königs, damals noch Herzogs von Orleans, Botschafter vor Jahren zugesagt, wenn der König^ Herzogthum Mailand erobere, so wolle er uns Eidgenossen Bellenz, Lauis und Lnggarns als"her Eigenthun: überlassen. Sie hoffen, der König werde ihnen Bellenz zun: Dank für die vielen und