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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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September 1502.

A st l. I 8. September (vff Vilser lieben Frauen Tag Jr gcpurt).

Staatsarchiv Lucer»: LauiS und Luggaris Abschiede, I. 4. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, III. 28l. Ebenda: Tschudische Sammlung, 42.

Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, N. <!ZS. Archive Freibnrg, Basel, Schaafhausen.

Die Bote» haben auf Befehl ihrer Obern folgende Punkte an den König von Frankreich gebracht:

1. Sie haben, nach Erzählung alles Handels betreffend Bellenz, auf Begehren der drei Länder Uri, Schwpzund Unterwalden nid dem Wald den König freundlich und dringend gebeten, 1. denen von Bellenz zugestatten, daß sie nach Mailand in die Stadt und in das Herzogthum ihren Gewerben nach wandeln und derZölle und Geleite wegen mit keinen Neuerungen beschwert noch am freien Gebrauch der Straßen gehindertwerden mögen. 2. Daß nach früher auf Tagen geschehener Zusage die Capitel, wie sie vormals stunden,aufgerichtet werden. 3. Daß der König nicht wie bisher der Eidgenossen Knechte aufwiegeln lassen möchte,denn auf die Dauer könnte das nicht geduldet werden; wenn er unserer Knechte bedürfe, so soll er sie nachVorschrift der Vereinung verlangen. 4. In Betracht, daß wir Basel und Schaffhauseil in unsere Zahlund als unsere Eidgenossen und Brüder aufgenommen, möchte der König dieselben mit jährlicher Pensionund Anderm bedenken, wie die übrigen Orte. Jeder Bote weiß zu sagen, wie gnädig und freundlich derKönig die Boten von ihrer Herren wegen empfangeil und angehört hat. Seine Antwort lautet folgender-maßen: 1. Er hätte sich zu unfern Herreil und Obern wohl versehen, sie hätten die Bitte wegen Bellenz,licht an ihn gelangen lassen, da er doch schon früher zu Mailand ihnen zu erkennen gegeben habe, er werdeVellenz nicht von Händen lassen, sondern als sein väterliches Erbe behaupten. An Bellenz und dem Ein-kommen, das voil daher falle, sei ihm zwar wenig gelegen, aber die Sache berühre seine Ehre, welche, wieer hoffe, den Eidgenossen als seinen besten Verbündeten ebenso sehr am Herzen liege, als ihn: die ihrige.So gern er uns also in allen Dingen willfahren möchte, so könne er es in diesem Punkte nicht thun underwarte, daß wir ausangeborner güttikeit vnd als die, so nit gewont haben, jemans von sinen rechtenträngeil zu lassen", von diesem Begehren absteheil und Anderes von ihm nehmen, was viel mehr Werth habe.Damit aber die herzlich gute Neigung, die er allzeit zu den Eidgenossen habe, recht an den Tag komme,wolle er sofort alle seine Titel, Gewahrsame und Rechte, die er auf Bellenz habe, durch eine Botschaft indie Eidgenossenschaft senden, damit dieselben und auch die Ansprüche der drei Länder gründlich geprüftwerden lind dann hoffe er, man werde die drei Länder gütlich weisen und vermögen, ihm Bellenz ohneweitern Eintrag zu überlasseil. Ihm sei die Eidgenosseuschaft lieber als alle Welt, er begehre sein Leben-lang mit ihr in Freundschaft zu stehen und habe auch alle Anträge zu Bünduissen wider sie abgeschlagen :c.

2. Den Eidgenossen zu Lieb und zu Ehren sei er geneigt zuzugeben, daßdie von Bellenz, nämlich dieBurger vnd Jngesessnen desselben orts vnd Platzes, fry vnd all sorg spen von jetz bis ober ein Jar vndetwas liier", mit Leib und Gut in das Herzogthum und die Stadt Mailand ihren Geschäfteil nachzugehenund während dieser Zeit solleil sie init Dazien und Zöllen gehalten werden wie andere Unterthanen derEidgenossen nach den alten Capiteln gehalten werden sollen, jedoch unter der Bedingung, daß die vonBellenz die Flüchtlinge, welche sie aufenthalten, sofort ausweisen und entfernen, denn diese seieil es, welchedie Todtschläge und Räubereien verüben, die des Königs Unterthailen aufgebürdet werden. Das aberkönne der König der Unruhe wegen, die daraus erwachsen möchte, nicht dulden. Er bitte daher lim als-