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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Juli 1502.

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Dürler. Nidwalden. Caspar Zelger. Zug. Ammanu Steiner. Glarus. Marx Mad. Freiburg.Hans Studer. Solothurn. Schultheiß Conrader.

» Ulrich Not, derSidennäyer" von Zürich, ist zu Wesen in gemeiner Eidgenossen Gefängnißgekommen, weil er sich unterstanden hat, unsere Knechte aufzuwiegeln oder dahin zielende Briefe und Gelderin die Eidgenossenschaft zu bringen. Auf Bitte seines Vaters, seines Bruders, des Stadtschreibers vanSolothurn und in Ansehung seiner Jugend wird beschlossen, das; er auf eine Urfehde losgelassen werdenund nach Bezahlung der Gefangenschaftskosten schwören soll, mit solchen Werbungen nie mehr etwas zuihun zu haben. I». Diese Tagleistung ist gehalten der Sache wegen, welche unfern Eidgenossen von Uri,Schwyz und Unterwalden von den Franzosen begegnet ist. Jeder Bote weiß, wie man mit den drei Ortengeredet hat, sie möchten ohne unser Wissen, Willen und Rath nichts vornehmen, was Anlaß zum Kriegegeben könnte, indem wir solchen zur Zeit nicht erleiden möchten. Weiter ist beschlossen, aus allen Orte:; eineBotschaft an den König von Frankreich zu schicken, um der Sache der drei Länder, auch der Capitel wegenwit ihm zu unterhandeln. Man hat nach dein Schreiben des Königs die Hoffnung, ihn zu friedlicher Bel-egung aller Anstände geneigt zu finden. Bern, Unterwalden, Zug und Glarus hatten nicht Vollmacht, zudieser Sendung zu stimmen; sie sollen daher auf St. Jacobstag zu Zürich völlig Antwort geben; da willwan dann auch den Tag der Abreise der Gesandtschast festsetze». «. Jeder Bote soll heimbringen, unsereWeinung sei, daß man Aufwiegler, die ohne unser Wissen Knechte hinweg führen wollen, im Betretungsfallgefangen nehmen und vom Leben zum Tode richten soll. Auf dem Tag zu Zürich soll man dießfallsantworten. Inzwischen soll jedes Ort den Seinigen bei Strafe an Leib und Gut verbieten, ohne unserWissen und Willen in fremde Kriege zu ziehen.

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Zürich. 41102, 2 6. Juli (Zmstag nach Jacobi).

Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, I>. l28. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, lll. 277. Staatsarchiv Bern: AllgemeineEidgenössische Abschiede, II. ttl7. Archive Schwyz, Freiburg, Basel.

Boten. Zürich. Matthias Wyß und Heinrich Röist, beide Altbnrgermeister; Felix Keller und MeisterUlrich Felix. Bern. vr. Thüring Fricker. Lucern. Heinrich von Alikou. Uri. Ammann In derlassen. Schwyz. Vogt Ulrich. Obwalden. Vogt Dürler. Nidwalden. Seckelmeister Andachers.^Ug. Vogt Letter. Glarus. Ammann Kuchli. Basel. Zunftmeister Hiltprand. Freiburg.Solothurn. Schultheiß Conrader. Schaffhausen. Burgermeister Barter.

». Der König von Frankreich hat in diesen Tagen Knechte aus unserer Eidgenossenschaft in seinendienst genommen, schreibt uns aber jetzt nichts destominder, wir sollen ihn; 4000 der stärksten und besten^riegsleute zulaufen lassen und die ohne Verzug nach Asti senden, da wolle er sie bezahlen, wie gewöhnlichiS und wie wir auch darüber durch seine Botschaft nähern Bericht erhalten würden. Da nun der König^ seinem Schreiben nichts davon sagt, daß er die Knechte kraft der Vereinung begehre und in diesennstsamen, ungetreuen Zeitkäufen solche Auszüge nicht nur zu unfern; Unlob gereichen, sondern auchu»s au Mannschaft schwächen, so ist mau zu Nutz und Ehre der Eidgenossenschaft tiberein gekommen, daßledes Ort bei Eid, Ehre, Leib und Gut solches Weglaufen verbieten, an allen Pässen auf Wegziehende Acht