März 1501. 10Z
ihnen vorgestellt, wie „lidlich, füglich vnd annemlich" die Unterhandlung nach dein Abschied von Zürichwäre; auf Anderes können wir gegenwärtig nicht eintreten, die Boten solleil jedoch die Sache heimbringen.I». Jeder Bote weiß zu sagen, daß unsere Botschaft, die jetzt zu Rothmeil gewesen, etilen freundlichenVergleich in den dortigen Streitigkeiten nicht zu Stande gebracht und darauf aus Kraft der Vereinunggefordert hat, daß es nicht zum Kriege komme. Hierüber haben der Eidgenossen Boteil auf diesem Tagesich eines freundlicheil, uilverbundenen Tages, allen Rechten unschädlich, für die Parteien gemächtigt, ihnen dasZugeschrieben, mit der Aufforderung, sich aller Feindseligkeiten gegeil einander zu enthalten. Dein Bischof undStift Constanz wird geschrieben, daß sie sich ebenfalls für gütliche Schlichtung der Sache verwenden möchten,und daß der Bischof die Bünne und Beschwerden, die etwa vorhanden wären, bis über den Tag zu Schaff-Hausen sistire. Auch mit den römisch königlichen Boten soll auf dem Tag zu Basel dieses Geschäftes wegengerathschlagt werdeil, damit daraus nicht Krieg und Unruhe erwachse, t. Dem König von Frankreich istab frühern Tagen geschriben worden, daß er die ansprechenden Knechte von Neapel und Novara befriedige.Darauf hat er uns jetzt durch Dietrich, seinen Boten, geantwortet, den Knechten von Novara sei er nichtsschuldig, denn sie seien bezahlt. Die Ansprecher von Neapel geheil ihn nichts an, sondern das sei an KönigKarls Erben gefalleil, „der er int spg nach gewolltem bruch der Krön von Frankrich." Wollte Jemand vonder Forderung nicht abstehen, so sei er bereit zum Recht vor dein Marschall und dein geordneten Regiment.Vichtsdestomiilder wolle er, ohne Pflicht, der Eidgenossenschaft zu Lob und Gefallen 3000 oder 4000 FrankenZur Vertheilung unter die Ansprecher geben, worauf ihn aber die Eidgenossen für alle solche und andereÄnsprecher guittiren müßten. Da hierauf der königlichen Botschaft bemerkt wurde, die Ansprecher könnensich mit dieser Summe nicht begnügen, so erklärte diese ans Gntheißuug des Kölligs Hill noch 500 oderU)00 Frauken mehr bieten zu wollen. Jeder Bote soll daher heimbringen, ob wir unter solchen Bedin-gungen quittiren wollen oder nicht. Dietrich soll beim König eine größere Summe zu erwirkeil suchen. DieAnsprecher „Napolser, Nawerrer und andere" sollen ihre Ansprachen bestimmen, wir Eidgenossen dieselbendann prüfen und ermäßigen. Auf des heiligen Kreuzes Tag im Mai wird dafür alleil Theilen Tag angesetztUach Lucern. Ludwig von Brandis und die Gesellen, welche etwas Kosten an ihm fordern, sollen ihreAnwälte auf dem angesetzten Tag zu Lucern haben. Die Ansprecher solleil ihre Ansprachen bestimmtangeben, dann wollen die Boten selbe auch nach Billigkeit ermäßigen. I. „Es weist jeder bott, wie derAdel im hegöm einer früntlichen verstentnuß gegeil vns eydtgnossen begert vnd das der inerteil vnder vnsdauon red wil höreil, diewil doch das etil unhilfliche melinung ist vnd nit wpter vervaßt wurde, dann daszu einander sicher libs vnd guts mit kaufen vnd verkaufen sicher vnd fryg handeln vnd wandeln, auch^in tepl dem andern sin vynd vfhalten oder vnderschlönffen vnd, ob sich Spenn begeben, wie das sin^chtvertigung habeil solt." Es ist auch darauf Herrn Jacob Peyer und Herrn Fritz Jacob von Anivpl,solches voil Seite der Hegauer Herren an uns gebracht, geschriebeil worden, daß wir davon reden hörensollen; wenn es ihnen gefalle, so sollen sie es unfern Eidgenossen von Zürich verkünden, die dann TagZusetzen werden, i«. „Jeder bott weist zu sageil, wie der Pensionen halb aber red gehept ist." i». Des^lls zu Villmergen wegen soll der Bogt iiber seine dießfälligen Erkundigungen verhört werdeil. «». In^>n Span zwischen dem Herrn Abt in der Reichenau und unfern Eidgenossen voll Schaffhauseil, betreffendHoltheim, ist beschlossen, daß die Sache auf dem Tage vorgenommeu werden soll, welcher inzwischen^ Schaffhausen derer von Nothweil wegen gehalteil wird. Mittlerweile soll alles in unverändertem^liid und iil Friedeil bleibell. A». Der Abt von Reichenau meint, die Lehenschaft der Pfarrpfrund zu