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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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December 1500.

abgestellt und die Schulden bezahlt werden. Nun berichtet der Landvogt, solches sei noch nicht allseitiggeschehen. Daher wird beschlossen, die Orte, welche sich im Rückstände befinden, sollen das Geld sofort nachZürich schicken, wie folgt: Bern: der Venner 4 Gl., der Weibel 2 und noch 5 Gl., Uri 89 Gl., derHauptmann 9 Gl., der Weibel 4 Gl. Schwyz: der Weibel 2 Gl., Rutschmann Heginer 2 Gl., der Wacht-meister 4 Gl. Unterwalden: der Weibel 2 Gl. Zug: 89 Gl., Merenberg 8 Gl., der Venuer 4 Gl., derWeibel 2 Gl. Glarus: der Weibel 2 Gl. v. Die Boten des römischen Königs haben angebracht: Wennvon den Orten, die nicht in der Vereinung sind, „jemand Hochmut oder Widerwillen üben welt", so bittensie, die vier Orte (Zürich, Bern, Uri und Unterwalden) möchten Aufruhr oder Feindschaft hindern undsorgen, daß jedermann sich nach der Vereinung halte. Weiter, da die französische Vereinung noch einigeJahre währen und nach ihrem Auslaufen von den vier Orten nach ihrem Erbieten nicht mehr erneuertwerden soll, so versehe sich der römische König, daß, weil die ewige Richtung älter sei und billig der fran-zösischen Vereinung vorgehen soll, die letztere inzwischen der erstern keinen Abbruch thun werde. Das solljeder Bote der vier genannten Orte heimbringen.

<1. nach Solothurner Exemplar, in welchem t. I. fehlen, dagegen k. und folgende Artikel des Abschiedsvom 14. December angehängt sind. r. nach Freiburger Exemplar, in welchem t. I. «. fehlen. v.nach Zürcher Exemplar.

S8.

Lucern. 1Z00, 8. December (Zinstag nach St. Niclausmg).

Staatsarchiv Luccr»: Lucerncr Abschiede, V.427. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössisch- Abschiede, II. 2Z4.

Staatsarchiv Zürich: Wschiedesammlung, VI. 470. Archive Frciburg, Schwyz.

Boten: Zürich. Meister Winkler. Bern. Venner Achshälm. Lucern. Hans Sonnenberg, Alt-schultheiß; Jacob Bramberg, Seckelmeister. Uri. Andreas Trutmann. Schwyz. Seckelmeister Kuchli.Unterwalden. Ammann Zelger. Zug. N. Zürcher. Glarus. Vogt Dolder. Freiburg. WilhelmReiff, Seckelmeister. Solothurn. Dauiel Babenberg, Schultheiß.

Die Votschaft des Bischofs von Coustauz meldet, der Bischof beabsichtige, eine Steuer auf gemeinePriesterschaft in der Eidgenossenschaft zu legen „Im selbst zu ergetzung sins erlittuen costen des vergangnenkriegs empfangen." Hiegegen beschwert sich unsere Priesterschaft unter Angabe vieler Gründe und mit derBehauptung, daß dieses eine Neuerung sei. Das soll jeder Bote an seine Herren bringen und auf demnächsten Tag darüber antworten. ?». Die k. M. von Frankreich und der, Herr Erzbischof von Senshaben uns auf diesen Tag geschrieben erstlich, der König venneine von den 20,000 Gl. denen, welche ihmdas Seinige innehaben, nichts schuldig zu sein, wolle es aber an unfern Entscheid setzen; zweitens, so geneigter sei, unserer Eidgenossenschaft in allen Dingen zu willfahren, so könne er uns doch Bellenz nicht abtreten,aus vieleu Ursachen, die die Boten wissen. Darauf wird dem Erzbischof von Sens geschrieben, er mögedem König verkünden, daß er die 20,000 Gl. uns Eidgenossen als ein verdientes Geld ausrichte, das seiunser Wille und Gefallen, v. Unsere Eidgenossen von Uri haben ans diesen Tag geschrieben, etliche derIhrigen seien von den Franzosen verwundet, beraubt oder niedergeworfen und haben in Mailand keineSicherheit. Das sei wider den Abschied von Freiburg und möge nicht erlitten werden. Darauf wird beschlossen.Lucern soll in unser aller Namen eine Votschaft nach Uri thun, um den Handel zu untersuchen und unsere