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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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September 1500.

nach jedes Ort noch 89 Rheinische Gulden herauszugeben. Dieses Geld soll von jedem Ort auf den nächstenTag zu Lucern gebracht werden, „damit die armen lüt vnclagbar werden." Lucern soll 9 Gl. von ErniMosers, Hauptmanns, und 5 Gl. von Peter Kunzen wegen, der Hauptmann von Bern soll 8 Gl., derVenuer 4 Gl., der Weibel 2 Gl., der Hauptmann von Freiburg 9 Gl., der Weibcl 2 Gl. Der Haupt-mann von Zürich 9 Gl., 4 dein Weibel, 4 dein Wachtmeister, dem Bertschi Seiler 15 Gl. Das Geld solljedes Ort einziehen und auf den Tag zu Lucern bringen.

l. fehlt im Solothurner und Freiburger Exemplar, I». n. p. «i fehlen im Solothurner Abschied.

SR

Aucern. 4 300, 5 . October (Montag nach St. Franciscusrag).

Staatsarchiv Lttcern: Lucerner Abschiede, 0. 124. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, II. 220.

Staatsarchiv Zürich: Abschiede, VI. 432. Archive Schwyz, Freibnrg, Solothnrn.

Boten: Zürich. Rudolf Escher, Burgermeister; Marx Nöist, Seckelmeister; Ludwig Ammanu, Stadt-schreiber. Bern. Thüriug Fricker, Doctor; Bartholomäus May, des Raths. Lucern. Hans Ruß,Schultheiß; Hans Sonnenberg, Altschnltheiß. Uri. Walther In der Gassen, Altammann. Schwyz. VogtGerbrecht. Unterwalden. Ammanu Zuuhöfen. Zug.— Glarus. Venrich Stucki. Freiburg. WilhelmReiff, Seckelmeister. Solothurn. Benedict Hugi.

Des Schreibens wegen, das die von Klingenberg derer von Stein wegen gethan, will man mitden Rüthen des römischen Königs reden, t». Jeder Bote kennt das Schreiben, welches ab dicsein Tageau Decau und Capitel des Stifts Basel ergangen ist, eines Priesters wegen, der unsere Eidgenossenschaft,gescholten hat. e. Nachdem die erbeuteten Büchsen nun von Frauenfeld und Zofiugen nach Baden gebrachtsind, soll der Vogt daselbst sie einsweilen versorgen. Das Weitere darüber sott auf dein nächsten Tagberathen werden. An St. Galleu wird geschrieben, es möchte seinen Bürgermeister Merz vermögen,dem Urtheil in Betreff des Zolls zu Kloteu iunert vierzehn Tagen Ende und Austrag zu geben. Dader Abt von Pfäfers abermals das Kloster verlassen hat und da verlautet, es stehe nicht gut um dasselbe, sosollen Zürich und Glarus ihre Boten dahin fertigen, um Rechnung abzunehmen und zu sorgen, daß einRegiment im Gotteshaus eingesetzt werde, das dessen Nutzen fördere, i. Meyenberg von Zug beklagt sich,daß ihm der bezogeneu Zinse und Zehnten im Thurgau wegen ein Eid auferlegt werde, und begehrt, manmöchte ihm denselben nachlassen. Es wird aber einfach der letztergangeue Beschluß bestätigt. K. DerVogt von Sargaus bringt an. Etliche aus dein Walgau weigern sich, den Brandschatz und auch Schulden, diesie gegenüber den Nnsrigen im Sarganserlaud eingegangen, zu bezahlen. Darüber will man mit der Botschaftdes römischen Königs reden, damit die Nnsrigen befriedigt werden. I». Jeder Bote keimt den Handel, derdem Stadtschreiber von Biel begegnet ist, nnd weiß, was seinetwegen dein Bischof von Basel und denen vonBiel geschrieben worden ist. i. Lucern wird beauftragt, einem Boten, dein Dichtlinger, auf Rechnung gemeinerEidgenossen sechs Gulden Liedlohu zu bezahlen, Verzicht des Cunrad Grettli aus Kirchberg in Bayernund Hans Strub von St. Gallen, welche beide in der March hingerichtet worden sind, über Bigamie, verschie-dene Diebstähle, Brandstiftung und Verabredung mit Cunrad Gmnnder u»d Hans Fuchs aus dem Appenzeller-laiid, zu morden und zu stehlen, wo sie etwas finden. Diese Verzicht soll jeder Bote hei,»bringen und auf