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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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April 1500.

vnd lüten zu gut, von gemains friden, nuz vnd gemachs wegen vns mit den fürsichtigen vnd weisen, vnsernbesundern lieben Burgermaistern, Schultheisen, Ammanen vnd Räten vnd ganzen gemainden von Stetten vndlendern des großen alten punds der Eidgnossen ober tewtscher lande, namblich von Zürich, Bern, Lucern, Vry,Switz, Underwalden ob vnd vnder dem Kernwald, Zug mit dem äussern Ambt, Glaris, Friburg im Uetland vndSolotorn guetlich geaint, verpflicht vnd vertragen haben, vns ouch wissentlich in craft deß briefs, wie hernachgeschriben stet:

Zuerst so sollen vnd wellen wir, dieselben eidgnossen von Stetten vnd lendern samentlich vnd sunderlichvnd alle die Iren, so Inn zugehören vnd zu versprechen steen, mit gnaden vnd waren trewen mainen vnd halten,auch weder samentlich noch sunderlich vmb kainerlay fachen willen gegen Ine zu vehden, viendschaften, kriegenaufruren oder angriffen komm, noch das den vnsern vnd den, so vns zugehören vnd zu versprechen steen, desgleichendurch vnsre lande auf sy vnd die Iren kains durchzugs gestatten in ainich weys.

Wir sollen vnd wellen auch Jr veinde oder die sy oder die Jrn oder die In zu versprechen steen, angriffenoder beschediget hetten, wissentlich wider sy nit halten, hawsen, enthalten, ätzen, trenken, noch ainichs zuschub, hilffoder bestandt thun, noch den vnsern gestatten in kam weys, sunder wo die selben Jr veinden, anstreiter vndbeschediger in vnsern herschaften, geeichten vnd gebieten betreten würden, Ine auf Jr oder der Iren ersuchen gegenIne forderlich rechtens gestatten vnd ergeen lassen, vngeuarlich.

Es sollen auch die Iren allenthalben in vnsern landen, Stetten, herschaften vnd gebieten mit koufen, ver-kaufen vnd andern erbern gewerben Jrer leib vnd güter vnserer vnd der vnsern halben sicher wandel haben vndwir sy mit vngewonlichen Zöllen nit beswären, auch die Iren vnd die Inen zugehören vnd zu versprechen steen,wider sy vnd Inen zu schaden, in burcrecht, schütz, schirm oder verspruch nit aufnemcn in ainich weys.

Wir vorgenant beid fürsten haben vns auch mit denselben Eidgnossen vertragen, ob sich begeb, das vnsereiner oder wir beid zu Ine gemainlich ainichen Zuspruch gewunen, darumb die parteyen guetlichen nit vertragenwerden möchten, so söllen sy beiderseyt derselben zuspruch halb zu rechtlichem, endtlichen vnd vnverwegertenaustrag vnd entschid komm auf N., also das sölicher rechtlicher austrag vnd entschid in vier monaten, den nechstennach des Clegers eruorderung, rechtens geendet werden sol, vngeuarlich, es wäre dann, das die fach durch recht-liche erkantnuß lmger geschoben wurd.

Gewunen aber die vnsern oder derselben eidgnossen vnderthan vnd zugehörig icht spruch zu einander, so solallweg der Clager von dem antworter Recht nemen an den enden vnd in dem gericht, darin er gesessen, als land-läuffig vnd recht ist, das auch alsdann ein jede Oberkeit, der der antworter zusteet, den Clager auf sein Ansynnenförderlich verhelfen, gestatten vnd zu gescheen verfügen sol on widerredt.

Vnd dise einung sol also zwischen vns beiden vnd den vorgemeldten eidgnossen, allen vnsern vnd Jrn nach-kamen für vnd für weren, gehalten vnd volzogen werden on all widersprechen.

Vnd hicfür nemen wir obgenant beid fürsten aus N. vnd N.

Gereden vnd gesprochen darauf beid samentlich vnd sunderlich by vnsern fürstlichen würden, in craft dißbriefs, allem dem nachzukomen, zu halten vnd volziehung zu thun, das vorgeschribensteet, trewlich, an geuerde; vndhabent des zu warem vrkund gemein eidgnossen disen brief mit vnsern anhangenden Sigeln besigelt geben vnddagegen ouch einen auf obgemelt mainung lautend von Inen angenomen. Vnd beschechen zu ze.

Söllicher obgemelter aynung habent wir vns beidersyt eins tags veraindt auf Sontag zu nacht des heiligenCreutztag (Z.Mai) nechstkünftig mit vollem gewalt zu Zürich ze finde in den fachen ze handeln vnd dauen zu reden."

Zu x. Hiezu gehört der besondere, den römisch königlichen Boten gegebene Abschied vom 10. April, ausdem auch die Boten des Tages vom 7. April ersichtlich sind. Er lautet nach Staatsarchiv Bern, Allg. Eidg.Absch. R. 29 wilZ folgt: