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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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April 1500.

anzunehmen vnd sich by dem eid verbinden, sölich fach, wie obstat, forderlich vszurichten vnd eitweders teils zuge-setzten gesprochnen vrteil, die In die besser vnd gerechter by sinem eid bedunkt, zu gehalten vnd ze folgen in souilzits als forstat, vnd weders teils vrteil er also gehilt vnd folget, dz die och dann die mer sind vnd dem, wievorstat, nachgegangen werden sol.

Ob sich aber spenn zwischen sundrigen Personen, in diser verstendnus begriffen, erHuben, darumb sol derClegerdem Antwurter nachfolgen in die gericht, da der antwurter gesessen ist, oder dahin si zu berechtigen gehörenvnd da die ansprachen von lehen oder erbs ald derglich fachen wegen berechtet werden sol, vnd da dem Clegerfürderlichs recht gestattet werden vnd kein teil oder die Iren den andern mit andern gerichten nit fürnemen nochbekümbern. Vnd was an dem end, wie obstat, vmb ieglich fach gerecht erkennt vnd gesprochen wirt, dem sol nach-gegangen vnd genug getan werden, als vorstat, an alles verziehen, Wägern vnd appelliren oder widersprechen.

Wir haben och zu beiden sidten vorbehalten vnsern heiligen vater den bapst, das heilig römisch rich, ouchalle die, mit denen wir vorhin in püntnus vnd verstentnuß sind, alles getrüwlich vnd vngefarlich.

Vnd dise eynung vnd verstentnuß sol ouch xij Jar, die nechsten nach datum diß brieffs aneinandern kommende,getrüwlich vnd erberlich gehalten und deren gelept werden."

Verner Allgemeine Eidgenössische Abschiede II. 13. Tschudische Sammlung. Abschiede von Solothurn, Freiburg.

Diese Punkte stehen wörtlich in dem Mittwoch nach ?aneratü 13. Mai 1500 aufgerichteten Bündniß-brief, nur der Schlußsatz ist dort in den Eingang genommen. (Beilage Nr. 2 It.)

Zu N» Im Berner Abschied II. 17 und im Freiburger und Solothurner Abschied folgt hier nachstehenderEntwurf einer gemeinsamen Verordnung über Pensionen, Neisläufe Zc.:

Ordnung der Pensionen vnd Kriegsläufe wegen.

„Zu Vffenthalt der loblichen Eidgnossenschaft vnd Handhabung der ewigen pünden vnd verschribungen, sowir Eidgnossen gemeinlich vnd sunderlich zusamen haben, damit denen in allen dingen gelebt vnd nachkomen-ouch gehorsame der Vndertanen, frid vnd erber wesen bester baß gefürdert vnd beharret werden möge, so ist dißnach geschriben ordnung vnd satzung zu halten angesehen:

Zum ersten, das nieman in der Eidgnoschaft wonende, er sige burger, landmann oder hindersäß, geistlichoder weltlich, edel oder vnedel, rich oder arm, in was wesens oder stands die sigen, nu von dißhin von Keisern,küngen, fürsten, Herrschaften, Stetten, geistlichen noch weltlichen ständen kein Pension, dienstgelt, prouision odergnadgelt haben oder nemen sol, weder durch sich selbs, sin wib, kind, fründ, dienst, noch ander, damit es in sinennutz komen möchte, heimlich oder offenlich, in keinem weg. Vnd ob jemand sölichs nit halten vnd sich das mit war-heit erfinden wurde, ob der an Rat, gericht, Ampt oder einichem gemalt were, der sol denn zestund entsetzt vndnit destminder dieselben, ouch alle ander, so nit am gemalt weren, darumb hertenclich an lib vnd gut gestrafft wer-den, je nach erkanntnuß siner Obern.

Vnd ob jeman hinfttr in botschaft oder gescheften an einich end geuertiget vnd dasclbs dhein erung, gab,oder schenkung empfachen oder nemen wurde, der sol das, so bald er heim kompt, sinen Obern, von denen ergeschikt ist, offenen vnd fürbringen vnd dann dieselben gemalt haben, sölichs nach Jrem geuallen zu verwenden,es sye derselben person ze lassen oder zu dem gemeinen nuz ze behalten. Vnd ob jeman sölichs verhielte vnd nitoffenen oder einich geuärd versuchen, oder vordung, solich erung oder gab zu erlangen, bruchte, der sol darumb,wie obstat, gestraft werden.

Fürer zu verkomen merklichen schaden vnd abgang vnser Eidgnoschaft, ist angesechen, das niemand, darinwonend oder gesessen, hinuß in dhein reis oder krieg ziehen noch komen sol in keinen weg, an sunder erlaubenvnd verwilgen der Oberkeit, vnd das sölich Vrloub vnd verwilgen hinfür niemand ze tun gemalt haben sol,dann gemein Ort unserer Eidgnoschaft oder der merteil vnder Inen. Vnd welicher dawider tut, wo der demnach