Druckschrift 
3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
Entstehung
Seite
19
Einzelbild herunterladen
 

März 1500.

19

Gunst oder Hülfe thun. I. Es wird beschlossen, der Landschaft Wallis zu schreiben in Betreff der Rede,die Jörg auf der Fluh gethan haben soll, daß sie nämlich ineinen, den Eidgenossen, die dein König zuziehenwollen, den Durchpaß nicht zu gestatten. >»». Man hat die Knechte von unserer Eidgenossenschaft und allenunfern Zugewandten, die mit dem Galeaz nach Lamparten gezogen und auf des Herzogs Seite sind, durchoffenen Brief abgefordert und heimzuziehen gemahnt. Die Boten, welche sie herausgeschickt haben, denBüsselmann von Zürich und Oswalden von Rotz von Unterwalden, hat man bei ihren Eiden hier bleibenund nicht wieder zu ihren Gesellen hineingehen geheißen, i». Denen von Lindau, die sich beklagen, daßauf ihre Zinsen und Gülten im Thurgau und im Rheinthal Reisegeld und Steuern gelegt werden, ist geant-wortet, daß auf Zinse und Gülten,so für heften, bekümbern vnd verbieten verschriben sind," keine Steuernoder Reisekosten gelegt werden dürfen, gelegene Güter aber, Weingärten, Wiesen und Höfe, sollen die tragenund geben, wie es unter uns selbst gebräuchlich sei. «». Freiburg, das dein Cunrad Meyer von Straßburgsein Tuch und Geld, dessen er im Krieg entwert worden ist, noch nicht zurückgegeben hat, wird aufgefordert,den dießfalls ergangenen Abschieden und Erkenntnissen ohne weitern Verzug nachzuleben. Bern soll ingemeiner Eidgenossen Namen seine Botschaft nach Freiburg senden, um solches zu bewirken. Z».Als dieRömisch k. M. Jr treffenlich botschaft vff disen tag geuertigt hat, nämlich den bischof zu Wurms, GrafVlrichen von Montfort, Doctor Sturze!, Canzler, vnd Doctor Johann Schaden, die am ersten vff Jr Credenzenfürtragen haben, dz sy von k. M. geuertiget syen, den friden pnd bericht zu volstreken vnd vffzerichten, als sy ouchbie brieff darüber gemacht, mit Inen versigelt bracht haben; doch diewyl etwas Irrung vnd vnglicher verstentnußin den zweyen Artikeln antreffent das landtgericht, ouch die brandtschazung swäbe, haben sy beuelch vnd gewalt,die gütlich vnd zimlich init vns zu mitlen. Fürer der gnedigen neygung, so die k. M. zu vns Eydtgnossen trage,ouch damit der friden bekrefftiget vnd ewige früntschaft zwüschen vns beidersyt zu nuz vnd frommen beider teilenlanden vnd lüten vffgericht vnd beuestnet wurde, das dann vormals by Ertzherzog Sigmunds regierung beydersytgar wol beschlossen sye, so haben sy gewalt, mit vns Red zu haben vmb Eynung vnd verstentnuß mit der k. M.als Römischem küng vud Fürsten zu Oesterrich zu vollziechen vnd daS sin k. M. vns darinn mit gnediger begabungmeinen wollte, nämlich jerlich xx"' Franken, tut xvj'" Ninsch Gulden den Orten vnd darumb nach hablichernotdurft zu versichern, das vns die gewüßlich an Irrung werden. Vnd zudem sölt vns noch ine vnd besserNutzung von, Herzogen von Moyland begegnen. Darzu welle sin k. M. vns gegen den, Swäbischen pund vnddem heiligen Rich in sridlichen ruwigen stand setzen, damit >alle Irrung vnd Anvechtung hingetan werde. Vnddas wir daruff als lobliche glider des heiligen Nichs, die dasselb in allen Eynnngen vorbehalten, verhütenvnd abwenden helfen wellen die swären Jngriff des küngs zu Frankrich, die er dann wider Meiland als einkamer des heiligen Richs vnd do ein leiser sin krönung empfacht, widerstanden; dann wo In, das gelingen sölte,so sye wol zu ermessen, zu was abbruch dz den, heiligen Rich dienen, darzu unser Eydgnoschaft selbsmit einem Nachburen beladen, der vns in die harr swär wurde, mit vil vnd mancherlei) anzöigung, alsjeder Bott zu sagen'weißd. Vnd als Inen daruff antwnrt geben vnd angezöigt ist, das wir des landt-gerichts vnd brandschatzung halb kein endrung zulassen können, sunder vnsers teils bi dem abgeredtenfriden vnd den verschribungen, so vns daby von, Herzogen von Moyland vnd siner Botschaft, Herrn GaleazenVisconten als dem Vndertädinger, geben sind, bliben wellen, haben sy daruff gebeten. Inen acht oder zehntag schub zu geben, damit sy sölichs der k. M. zuschriben können, vngezwifelt, Sy werde darauff nit destminderwilgen vnd Inen beuelch geben, den besigelten Friden, so sy hie haben, zu vberantwurten. Vnd ob disertag nit so lang verziechen wurde, das dann vnser Eydtgnossen von Zürich in unser aller namen sölich