Januar 1500.
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S, Irlr, Ii, w, xx, ^ fehlen im Berner- und Solothurner-Abschied. vi» und folgende stehen auchundatirt im Zürcher-Abschied V. 274. Der (Glarner-) Abschied in der Tschudifchen Sammlung geht nur bis «><».— Die Boten sind nach dem Zürcher-Abschied angegeben. — Zu I. Die Relation der Boten, die zu Mailand beimKönigewaren, findet sich ohne Datum —nach Fuchs, Jtal. Feldzüge der Schweizerl. 277, fand die Verhandlungam 21. October 1499 statt — in gleichzeitigem Manuscript im Archiv Schwyz und lautet folgendermaßen:
Abscheid der Eitgnosseu zu Mailand ln)iu Künig von Frankrich versammlet vnd in
potschaft zugeschickt.
„Des ersten haben wir Im Glück in sin krön vnd Herzogthumb gewünscht." Dafür hat er unfern Herrenhöchlich Dank gesagt. 2. haben wir — nach seiner schriftlichen und durch seine Boten, den Bischof von Sensund Anderen gegebenen Versicherung, uns mehr zu thun als je ein Herzog von Mailand — die Städte Bellenz,Lowers und Luggarus mit ihren Zubehörden verlangt. Darauf ist uns durch den Cardinal von Ronengeantwortet: Jene Versicherung sei in der That gegeben worden und werde auch gehalten werden, aber Landund Leute hinweg geben könne der König nicht; der Eid, den er dem Herzogthum gethan, verbiete das. Zudemseien die Urner schon vor den andern Eidgenossen beim König gewesen und Haben jene Städte für sich gefordert.Es sei aber mit ihnen so viel gehandelt, daß sie nun von der Forderung abgestanden seien und auf die Evangeliengeschworen haben, den König deßhalb in Ruhe zu lassen. „Meint wol, sp sollend vns solich ze wissen getan haben,ouch selbs nit hie sin; rett er selbs mit Inen." Wir gaben zur Antwort: „vns wer sölichs nit wissent." Dochwurde uns diese Fotderung ganz abgeschlagen. 3. haben wir die Capitel angebracht laut einer Copie, dieder Bote von Lucern mitgebracht hatte, aber der König wollte nichts weiteres als vorher eingehen, er meinte da-mit viel zu thun, denn die Eidgenossen seien vormals nicht mehr als sieben Orte gewesen, jetzt sollte er zehn Ortenebst den Gotteshausleuten, der Stadt St. Gallen und dem Land Appenzell aufnehmen. Er wolle seine schließ-liche Meinung schriftlich nachsenden. 4. Der 5000 Ducaten wegen, jährlich jedem der X Orte zu geben, will erauch „hinuß schriben", meint sonst genug gethan zu haben. 5. Die 20,000 Gulden, welche in der letzten Fron-fasten verfallen sind, meint der König nicht schuldig zu sein, denn die Vereinung sage deutlich, wenn er nichtKrieg habe und selber nicht kommen oder seine Leute schicken könne, soll er dieses Geld geben :c. Nun habe eraber im letzten Krieg einen merklichen Zug in die Lande Geldern und Burgund geschickt, um dadurch der Eid-genossen Feinde abzuhalten, auch ihnen mit großen Kosten sein Geschütz gesendet. 6. Wenn die Capitel aufgerichtetseien, so soll mit denen, welche an den König als Herzog von Mailand eine redliche Forderung haben, nach Lautder Capitel gehandelt werden. 7. Bezüglich der für die Stadt St. Gallen verlangten Pension ist zugesagt, 200 Fr.für St. Gallen „anzebringen", die Besserung der Pension des Landes Appenzell dagegen ist „ganz abgeschlagen."
Die unter Ziffer 2 angeführte, später von den französischen Boten am 14. November 1502 producirte Ver-schreibung datirt vom 24. October 1499 und lautet folgendermaßen:
„In Gottes Namen Amen. In dem jar als man zalt von der geburt desselben tusend vierhundert nünzigund nün jar, der dritten Jndiction, vff mittwuchen den xxiiij Tag Octobris der hochwürdigest durchlüchtend inGott Vater vnd herre, her jörg von Amboyscn, Cardinal des Titels Sant Syxt, den man nempt Cardinal vonRowan, vnd der durchlüchtig her Johans Jacob von Tryvuls, Marchgraf, künklich Statthalter hiedisen Bergvnd großer Marschalk in Frankrich, vnd ouch der durchlüchtig her von Gee, ouch großer Marschalk in Frank-rich, alle des Küngs rätt vnd als handelnd an statt vnd im namen des allercristenlichisten durchluchtigestenHerrn, her Ludwig von Gots gnaden küngs zu Frankrich, Jherusalem vnd Sicilien, Herzog zu Mailand w.an eim teil vnd her Anshelm Graf, kilchherr zu Altorf, Andras Beroldinger vnd Walter in der Gassen alsgesandt vnd Ratsbotten der Gemeind des Tals Vre am andern, die mit gutem müssen vnd willen, fryemgemüt, mit deheinen geuerden hindergangen, sunder recht in all weg, wis vnd from, so füllen, zum besten vnd