December 1548.
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etwas disputirlich und enthalte in Betreff des Concils und des Nechtgebens keine satte Antwort. Daherhabe man bei der frühern Antwort zu verbleiben beschlossen und zwar aus folgenden Gründen: Die vanBasel haben sich in ihrer Confession, die vor vierzehn Jahren öffentlich im Druck ausgegangen und unlängstwieder erneuert worden ist, erboten, wenn sie jemand aus heiliger göttlicher Schrift eines Andern berichtenkönne, wollen sie das mit Dank annehmen. Dein würde es nnn widersprechen, wenn der Rath sich weigernwürde das anzunehmen, was durch die Gnade Gottes zn Erfindung göttlicher Wahrheit ein allgemeinesfreies christliches Concil durch die Anleitung des heiligen Geistes mit biblischer Schrift christlich erkennt undbeschließt. Wenn sich auch vermuthen lasse, daß bisher mit dem Concil allerlei Untreue gebraucht wordensei, so sei in der Antwort des Rathes Alles das und was in langer Aufzählung der Entwurf der drei Orteenthalte ausgeschlossen. Eine Antwort nach der Meinung der drei Orte werde zuverlässig mehr Unwillenals christliche Handlung fördern. Die vier Orte seien leider nicht so mächtig, daß sie dem Papst und Kaiseru. s. w. vorschreiben können, wie das Concil gehalten werden solle; sie müssen sich begnügen, in ihrer Antwortanzugeben, was man über den Charakter und die Berathungswcise des Concils voraussetze (Wiederholungaus dein Eingang des Votums) und auf Gott vertrauen, daß es in Wirklichkeit sich so verhalte; treffe diesesdann zu, so sei der Sache geholfen, wenn nicht, so habe man die göttliche Wahrheit nicht preisgegeben, dagenügende Vorbehalte gestellt seien; man lade aber auch nicht den Argwohn ans sich, daß man nur ans demeigenen Kopf beharre,: wolle, gleichviel ob man recht oder „letz" habe. Auch in Betreff des Nechtbietenskönne man von der entworfenen Antwort nicht abweichen, denn die Freiheit derer von Basel laute: „wenujemandem recht vcrseit wurde, daß derselbig sin recht an orten, uns nit gelegen, suchen möchte". „Damit"würden die von Basel ihre Freiheit verlieren und mit fremden Rechten umgeschleift werden; zudem sei ihrNath, Gottlob, so angethan, daß sie sich nicht scheuen („entsessen"), gemäß den Bünden, Verständnissen undFreiheiten Recht zu geben und zu nehmen. Zu Ehren und Gefallen der drei Orte habe man indessen dieentworfene Antwort an mehr als einein Ort verbessert. Man bitte die drei Städte, es nicht zu verübeln, daßwan ihrem Nachschlage nicht zufallen könne und wünsche, sie würden sich mit dem Beschlüsse derer vonBasel vereinigen. Uebrigens werde man sich deswegen in Sachen der Religion von ihnen nicht söndcrn,sondern zur Handhabuug derselben mit der Gnade Gottes nach Vermögen einstehen. Als man hierübersreundlich Mehreres geredet hatte und aber die Nathsboten von Basel von ihrer Instruction nicht abgehenkonnten, verlangten die Gesandten der drei andern Städte vor den mehreren Gewalt, das heißt vor denkleinen und großen Nach zu treten. Das hat man ihnen gutwillig vergönnt, doch in der Meinung, daß nachgewohntem Brauch ihr Anliegen zuerst dem kleinen Nathe und dann mit dessen Erkanntniß dem kleinen undgroßen Nathe vorgetragen werde. Die Boten der drei Städte eröffnen dann vor neu und alten Rächenund hierauf vor kleinen und großen Rathen, die man nennt die Sechs, den Hergang der Dinge und bittenZUM freundlichsten, der in Zürich entworfenen und von ihren Obern gebilligten Antwort beizutreten. Wenndieselbe in Betreff des Concils etwas weitläufig gehalten sei, so sei das geschehen zur Verhütung allerlei"Unrats, so nmn in den conciliis entsesse" und namentlich auch mit Rücksicht auf des Kaisers in Betreff desConcils 'ergangenen Neichsabschied „cntsitzen" müsse, auch weil man für besser halte, ein Ding gleich anfänglich5U sagen, als 'daß man es bei größerm Unwillen später thun müßte. Sollte man sich mit der von den dreiStädten'entworfenen Antwort nicht vollständig einverstehen können, so möge man neuerdings znsamniensitzen,^ide Antworten vergleichen und versuchen, eine einheitliche daraus zu gestalten. Kleine und große Räthe«"Worten einhellig, sie hegen keinen Zweifel, daß das Anbringen der drei Orte in bester Meinung geschehen