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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
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December 1548.

4»0.

Masel. 1548, 10. December.

Staatsarchiv Zürich': Abschiede Vd. 17, f. 290. Staatsarchiv Bern: Evangelische Abschiede iV, t. 57.jtantottsarchiv Basel: Abschiede 154743.

Tag der Städte Zürich, Bern, Basel, Schaffhausen.

Gesandte: Zürich. (Hans) Haab, Bürgermeister; Bernhard von Cham, Scckelmeister. Bern. SulpitiusHaller, Seckelmeister: Peter Jmhag, Venner. Basel. Theodor Brand, Bürgermeister; Bernhard Meyer,Pannerherr; Onofrius Holzach; Bat Summerer. Schaffhanse n. Alexander Peyer, Burgerineister; (Ulrich)Pflum, Zunftlneister und Pannerherr.

1. Zu Anfang des Tages legen die Boten von Bern ein Schreiben vor, welches ihren Herren durcheine vertraute Person zugekommen sei. Dasselbe meldet, die VII Orte und die Pfaffen im Wallis liegenden Landleuten und der Landschaft (Wallis) mächtig ob, daß sie sich mit dein Kaiser und den VII Ortenin Betreff jener Artikel, welche diese an die vier Städte gebracht haben, vereinigen möchten. Dabei gehe imWallis gemeinhin die Sage, wenn die Städte in die benannten Artikel nicht einwilligen, werde es zu einembedeutenden Span kommen. Indessen sei den VII Orten und Pfaffen noch keine Antwort gegeben worden!aber die Frommen und Gutwilligen besorgen sehr, wenn es zuletzt an denKnopf" gehe und der Handelnicht möge beigelegt werden,sy sich nit von inen absondern", denn der Kaiser habe einen Samengesetzt",der die Eidgenossenschaft zertrennen und ihnen zuletzt übel bekommen werde. Letzter Tage seien auch MlGerber von Freiburg aus dein Wallis gekommen, und als sie bei dem Prädicanten von Gryon ein Testamentsahen, haben sie iiber ihn und das Buch gespottet und gesagt, es werde nicht lange gehen, 'so werde er diesesBuch liegen lassen, man werde ihnen warm machen und Alle aus dem Lande jagen. Aus solchen Vorgängen,glauben die von Bern, sei zu entnehmen, daß das Anbringen der VII Orte vielleicht nicht so gut gemeintsei, wie ihre Worte lauten; solches möge jedes Ort zum besten bedenken. 3. Um sich gegenüber den VII Ortenzu einer gemeinschaftlichen Antwort zu vereinigen, hat man sodann sowohl den auf dem letzten Tag zu Züricherfolgten Abschied als auch den von kleinen und großen Näthen, die man nennt die Sechs, der Stadt Baselgefaßten Beschluß verlesen. Die Gesandten von Zürich, Bern und Sch Uffhausen eröffnen, ihre Ober»haben sich die in Zürich berathene Antwort gefallen lassen; sie finden nämlich, was das Concil betreffe, besser,man zeige gleich zum Voraus au, wessen man sich beschwere, als erst zur Zeit, wann manbegriffen undbefert" sei, wodann nur um so größerer Unwillen gegenüber den VII Orten erweckt würde. Ueberhin findeman die von Basel in Betreff des Concils entworfene Antwort mit zu wenig Vorbehalten versehen und lMwieder diejenige wegen des Nechtgebens zu weitläufig, obwohl sie sonst weislich und wahr sei und im Grn»dgenommen ihnen nicht mißfalle. Die Gesandten der drei Orte bitten daher die von Basel, die zu Zürichberathene Antwort anzunehmen; man möge bedenken, was Nutzen oder Schaden Einigkeit oder Trennungin dieser Sache mit sich bringen. Die Boten von Basel antworten: Nachdem die Botschaft der VII Or^vor Näthen und Burgern ihren Vortrag gehalten hatte, habe der Rath mit den Sechsen einhellig eure Antiv^beschlossen und hätte diese den VII Orten überschickt, wenn nicht inzwischen Zürich einen Tag ausgeschriebenhätte, den man besticht habe und auf welchem die beschlossene Antwort eröffnet worden sei. Nach der Hein''kunft der Gesandten hätten neue und alte Näthc sammt den geheimen Rüthen, den Dreizehn, den Absch'^zum dritten Male mit allein Ernst geprüft und gefunden, der von den drei Orten gefaßte Nathschlag