October 1548.
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mißgünstig seien, geredet, sie (VII Orte) hätten Geld genommen, den Kaiser in die Eidgenossenschaft zu lockenund seien Willens, etwas Practiken und Verstands mit ihm zu inachen. Obwohl man annehme, daß ihnensolches nicht zugetraut werde, wollen sie sich doch verantwortet haben, daß ihnen mit solchen Reden Unrechtgeschehe. Sie begehren auch, daß dergleichen Schmutz- und Schmachworte abgestellt und Leute, die sich ihrerbedienen, bestraft werden; dasselbe wollen sie im umgekehrten Falle ebenfalls thun. Hiebet legen die Ge-sandten eine Kundschaft in Schrift vor, zu zeigen, was von einigen Personen geredet worden sei. ZnmSchlüsse eröffnen sie, daß in gleicher Weise sie zu Schaffhausen und Boten der übrigen (der VII) Orte zuBern und Basel einen Vortrag halten werden. Rath und Bürger finden, es sei schwierig, in dieser nichtallein sie, sondern auch die übrigen Eidgenossen ihrer Religion betreffenden Angelegenheit Antwort zuMheilen. Sie verdanken den VII Orten ihren Grus; und ihre getreue Fürsorge, die man als in freund-schaftlicher Meinung geschehen aufnehme; die VII Orte mögen sich stets als liebe und getreue EidgenossenZeigen, was die von Zürich auch thun -vollen. Ueber die gethanen Anfragen -volle man beförderlich sitzenund eine Antwort erthcilen, die der Eidgenossenschaft löblich, ehrlich -nid nützlich sein werde. Die nachtheiligenReden seien denen von Zürich leid, mau traue den VII Orte-- solche Dinge nicht zu; gegenüber den ange-zeigten Personen -volle man beförderlich handeln, wie es gebührlich und billig sei. „Also sind die boten mitKescheid abgefertigt." Nüthe und Burger beauftragen dann mit der Vorberathung der Angelegenheit Bnrger-'ueister Haab, Bürgermeister Lavater, Jörg Müller, Hans Wegmann, Hans Heinrich Sproß, Hans Edlibach,Schultheiß Funk, Vogt Kumber und den Stadtschreibcr. In Betreff des Concils mögen sie allfälligen Be-richt von den Gelehrte.- einholen. Ru-gw«.,
II. (23. October.) Die angeführten Gesandten von Lucern, Unterwalden, Freiburg und Solothurn,ebenfalls im Namen der VII Orte trageil vor Näth und Bürger zu Bern vor: I. Ihre Obern haben inBetracht gezogen, -vie gegenwärtig schwere Läufe und Practiken vorhandeil seien, weßhalb die Eidgenossen-schaft wohl bedacht sein sollte, beisammen zu bleiben, sich zu vereinbaren und zu vergleichen, wodurch mancherZufall vermieden -verde. Die Obern der Gesandten seien hiezu ganz geneigt. Nun sei bekannt, welcher Au-stand zwischen dem Kaiser und der Stadt Constanz -valte, was die Eidgenossen hierin gehandelt und wie sie aufAnsuchen der Consta,-zer Boten zum Kaiser geschickt habeil und gerne zum Vortheile jener und der Freiheitthurgauischen Lande das Beste gethan hätten. Deswegen sei man auch unparteiisch geblieben lind habestch gerüstet, um etilem allfälligen Feind entgegen zu treten. Nun aber -verde geredet, sie (die VII Orte)statten mit dem Kaiser oder Spanier ein Verständniß, um ihn in das Land zu locken und sie nähmen deß-stalb Geld. Das sei nun durchaus unwahr und ihren Herren leid, daß solches geredet -verde; sie bitten,Alchen Aeußerungen keinen Glauben zu schenken. Ferner sei es der Fall, daß Prädicanten und andere Per-sonen Schmütz- und Sch-nachworte gebrauchen, wodurch nichts Gutes erzielt, sondern böses Vlnt gemacht'"°rde. J„ solcher Weise sei insbesondere auch durch den Schreiber zu Bipp geredet worden, was sich auseinem Zeddel, den die Voten verlesen, ergebe. Sie bitten, daß solche Reden abgestellt und jener Schreiber^straft werde 2 Es sei leicht zu ermessen, daß aus dem Zwiespalt des Glaubens Uebels erfolge und maustch mittlerweile nicht so ruhig verhalten -verde. Nun habe sich das ganze Reich und Deutschland entschlossen,be»l bevorstehenden Concil zu gehorsamen -md stät und steif zu halten, was da beschlossen -verde. Die Obern^r Gesandte.- begehren nun zu wissen, ob die von Bern sich nicht in gleicher Weise verhalten wollen,b' Die Zeitläufe möchten leicht etwas Unraths hervorrufen, wobei jemand gegenüber gemeinen Eidgenossenoder einzelnen Orten zu Forderungen veranlaßt würde. Für den Fall, daß dam- solche nicht gütlich, was man