1042 October 1548.
die dem landfriden zuwider. (3.) Es soll ouch an sy gefordret werden, ob einicher fürst, potentat old wer dersyge, an sy oder sy an einichen fürsten, potentaten old iver der wäre, zu sprechen (Helten), um was fachen dassyg, ob sy dem ansprechenden des rechten gestendig und gewärtig syn wellen, diewyl ein lobliche Eidgnoschastalso harkommen und allwegen gerümbt, daß sy jewelten har dem rechtsbegerenden zum rechten behulfen gstzN-
Wyter mit inen zereden:
Darum getrüwen lieben Eidgnossen, us befelch unser Herren und obcrn so ist iren und unser das aller-höchst, ernstlichest und trungenlichst begeren, bitt, ersuchen und ermanen, daß ir als getrüw lieb Eidgnossenbetrachten und ansechcn wellent, was wir lut unser geschivornen pünden schuldig sind und wo wir nit ein-hellig, trüw und liebi zu einandren setzent, was zuletst einer fromen Eidgnoschast darus folgen möcht; «uthöchster begär, um all obgemelt artikel uns üwer fründtlich antwort zu geben.
Jedem ort ist ouch anzeigt (anzezeigen?), was ire predicanten gepredigt und die iren geredt Hand, daßdas gar hoch dem landsfrieden zuwider w.; alles mit allerfründtlichesten Worten inen fürzehalten".
Nach Ziffer 2 hat das Concept ein Verweisungszeichen mit der Bemerkung: „by disem nachvolgendenzeichen sölleud die boten zu Bern anziechen: Nämlich so hat der amman us dem Murgenthal, so würt ist,offenlich geredt, sy niüssend die fünf ort würs fürchten dann den leiser, und (er) wette lieber die von CostanZfür nachpurcn han dann die fünf ort. Worumb die vier stett Costanz nit innemmcn? so heigend (hcttind?)sy ouch fünf ort, und gäbe man die Thurgöwer denen von Costanz, und die Thurgöwer sollen (sölten) denfünf orten nit me gehorsam sin. Man Helte ouch wohl gseen, wie die fünf ort iren nachpuren von Costa»;zugsctzt hettcn, — mit mer schmützworten, das in sin sun gcstöukt Hab." Es folgt dann der im Abschiedtextunter k angeführte Vorfall.
Bei folgenden Artikeln steht vorn: „nüt". — „Heinrich Gäßlers (Geßners?) frow von Zürich hatZurzach geredt, der leiser heig vil taler in die v ort gschickt, und man wüsse wol worum. — Joder Notzvon Zürich hat zu Baden gredt, die fünf ort heigind ein tonnen gold vom leiser gnoinen und heigind einverstand mit im gmacht zc. Tryni Linder von Zürich, ist ein tüchlerin, hat zu Fryburg offenlich gcrcdt ineins eerenmans hils, die v ort heigind ein tonen gold vom leiser empfangen, welches gclts dem vogt nnThurgöw nit wenig worden, syg ouch gan Fryburg ein gut teyl kon, daß sy den krieg abstellend, als sy ouchthan heigend, wider den keyser nit zu zicchen, und sunst ouch vil schmützwörtli.
Item zu Basel anzeigen" (fehlt).
Das Solothurner Exemplar enthält die in der Lucerner Sammlung in Concept und Abschrist getrenntenArtikel der Instruction in Form Eines Actes. Das bei der Lucerner Quelle einigen Stellen vorgestellte „übtfehlt hier und folgt vielmehr folgende weitere Vorhaltung: „So hat ouch der prädicant zu Schaffhusenoffenlich geprediget, daß kein ergere und größere ketzery nit sye, dann die meß und wer dahindcr stand Mnit besser dann ein ketzer und anders, als dann er des wol durch erenlüt besetzt würt". Dagegen Mbhier der Auftrag in Betreff der Prädicanten überhaupt. Zwischen der hier angeführten Vorhaltung unZiffer 3 der Instruction hat das Solothurner Exemplar einigen leeren Raum, zweifelsohne für Aufnähtnoch mehreren Details.
470.
IreiVnrg. 1548, nach dem 15. October.
Verhandlung einer kaiserlichen Botschaft mit Freibnrg betreffend die Angelegenheit des Herrn von Noll^
Es stehen uns folgende Acten zu Gebot:
1) 1548, 15. October, Brüssel. Der Kaiser an Freiburg. Credcnz für Johann Carondelet, ingenannten Angelegenheit zu verhandeln. K, A. Freiburg: Badische Abschiede, Bd. IS, nach den Abschieden von I6«s.