1030 September 1548.
einen freien unverbnndenen Herrn; er sei aus freiein Willen mit dem König in Betreff seines Zuges überein-gekommen, nicht in Gemäßheit der Capitulation des Friedens. Aus diesen Ursachen glaube der König nichtverpflichtet zu sein, mit dem Grafen auf Marchtagen das Recht zu bestehen; vielmehr mögen die von Frenbnrg ihn abweisen und ihm verdeuten, das Recht in Frankreich zu nehmen, wie es auch seine Ordenspflichterheische. Da werde das Recht beförderlich und so geübt werden, daß jedermann sehen könne, ans welchenUrsachen Alles so ergangen sei. Erbietung aller guten Dienste. «. A. Freiburg - Rathslm-h Nr. °s.
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Waden. 1548, 24. September.
StaatbiircDiu Lncrr»: Allg. Absch. n.s, c. 5-n. Staatsarchiv iiürich: Abschiede Bd.S7, k.ssr, Staatsarchiv Bern: AUg. eidg.Abschiede NN, r. bb7>Landcöarcliiv Schwyz: Abschiede. 5tantvnüarchiv Basel: Abschiede 1547—48. KailtonSarchiv Freidling: Vadische Abschiede Bd. 15.jtalltvllöarchiv Svlothnrn: Abschiede Bd.L3. Ztal»tvttSarchiv Schaffhansel»: Abschiede. Landeöarchiv Appenzell: Abschiede.
Gesandte: Zürich. Hans Haab, Burgermeister; Bernhard von Cham, Seckclmeister und des Raths-Bern. Wolfgang von Weingarten, Venner; Glado May, beide des Raths. Lncern. Hans Bircher, desRaths. Uri. Amandus von Niederhofen, alt-Landammann. Schwyz. Jacob an der Rnti, LandammanmUnterwalden. Arnold Lussi, Landammann von Nidwalden. Zug. Melchior Heinrich, Ammann. Glarus-Hans Lenzinger, des Raths. Basel. Bat Summerer, des Raths. Freiburg. Ulrich Nix, des Raths-Solothnrn. Niklans von Wenge, Schultheiß; Konrad Graf, des Raths. Schaffhansen. Hans Stierst!Hans Schaltcnbrand, beide des Raths. Appenzell. Othmar Kurz, Landammann. — E. A. A., t'. 97.
Die Boten von Zürich zeigen an, daß sie durch den Läufer von Baden ein Schreiben des Kaisersan gemeine Eidgenossen empfangen haben, die Anzeige enthaltend, daß Sebastian Schärtlin in Acht u»dAberracht erklärt und dessen Güter seiner Majestät verfallen seien; er begehre nun, daß die Eidgenossen i»Betracht der Verwandtniß und der Erbeinung demselben als offenen Nebellen, „der noch wyter Vorhabenssige", des Kaisers und Reiches gehorsame Unterthanen, die durch die Eidgenossenschaft ziehen, oder ihreGüter da durchschicken, niederzuwerfen, um den erlittenen Schaden wieder einzubringen, keinen Aufenthaltnoch Schutz gewähren w. Dagegen schreibt gedachter Schärtlin auf diesen Tag, er vernehme durch vertrauteFreunde, wie der Kaiser ihn als Aechter ausrufen lasse, weil er der Stadt Augsburg, seiner Obrigkeit, >»der ihr aufgedrängten Nothwehr ritterlich und ehrlich gedient habe und weil er in französischen Dienst getretensei; er bitte die Eidgenossen, ihn nicht ungehört zu benachteiligen und ihn auf den gegenwärtigen Tag Z»vergleiten; er getraue sich zu Gott und der Wahrheit zu beweisen, daß ihm nngütlich geschehen, und bitteum treues und gnädiges Mitleid, zumal er in dem vergangenen Kriege allen Eidgenossen das Beste gcthanhabe, wie man finden werde. Die Boten haben darüber keinen Befehl; nur Lucern (ist bereits entschlösseund) begehrt, daß Basel den Schärtlin fortweise, damit die Eidgenossenschaft seinerwegen nicht in Schade»gerathe. Basel erwiedert indeß, die Stadt sei von römischen Kaisern und Königen hochloblich gefreit, daßsie Geächteten Aufenthalt gewähren dürfe; sie lasse gemäß ihrer Freiheit jedermann seinen Pfenning verzehre»,darum auch Schärtlin; denn als er dahin gekommen, habe der König von Frankreich ein- oder zweimalgeschrieben, man möge ihn da wohnen lassen; es sei auch wohl zu gedenken, daß es dem Kaiser nicht M»den Schärtlin allein zu thun sei, sondern daß er, wenn man die Acht „annehme", bald auch wegen änderetSache:: und Personell also mit der Acht kommen werde. Heimzubringen. I». Ueber das Schreiben des