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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
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September 1548,

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Kundschaft dahin geschickt, v. Auf das Schreiben des Lienhard Biicler, des Landvogts zu Lauis, wirdabgeredet, es auf dem nächsten Tage an die übrigen Orte zu bringen, nämlich anzuzeigen, daß das, wasMan ihm früher geschrieben, in guter eidgenössischer Meinung geschehen sei, und dabei vorzuschlagen, daß analle ennetbirgischen Vögte geschrieben werde, sie sollen nur für offene Rüstung sorgen, jedoch mit „sölicheroffener ursach", daß man niemand zum Kriege Anlaß geben wolle w. t. Es wird angezogen, daß ein"eugläubiger Schulmeister zu Luggarus, der deßhalb entsetzt worden, von Ort zu Ort vor gemeine Eidgenossenkehren wolle; man erachtet für gut und fruchtbar, ihn zu verweisen, wo er erscheint, welcherlei „hele" undglatte Worte er auch gebe. K. Es fällt ein Anzug, man sollte auf dem nächsten Tage zu Baden an Berndie Frage stellen, ob es sich in der Güte oder in ein Recht mit dein Herzog von Savoyen einlassen «volle,dabei aber des Interims und des Conciliums nicht erwähnen; dann würden ohne Zweifel Zürich, Basel undSchaffhausen der gleichen Meinung sein.

Zu ». Das Schreiben des Prinzen Emanncl Philibcrt, d. d. Ulm 10. Anglist 1548, geht dahin: Obwohler stets sehr geneigt gewesen sei, das alte Erbbündniß und die Freundschaft zwischen Savoyen und der Eid-genossenschaft zu erhalten, sei eine bezügliche Kundgebung wegen seiner Jugend und des in Folge der Ein-. nahine der seinem Vater zugestandenen Lander „klcinfttgcn" Vermögens bisher nicht erfolgt. Nun aber „nsverlychung des Allmcchtigen und zuwachsung darns volgcndcn uns vcrlichnen verstand", erwäge er. Wie jenesBündniß früher und jetzt noch beiden Theilcn vortheilhaft gewesen sei und noch sei. Anderseits aber machensich bei den Eidgenossen viele unziemliche, geschwinde und untreue Practikcn geltend, die auf Zerstörung derguten alten Bündnisse gerichtet seien und von Leuten ausgehen, die nur ihren eigenen Vortheil dabei suchen.Deßwegcn habe der Prinz seinen Trnchseß, den Herrn von Chatclard, abgeordnet, der gegenwärtigen Ver-sammlung (16. August) sein Schreiben zu übergeben. Der Prinz bitte, die alten Bündnisse wohl zu betrachten,durch keine Practiken sich abwendig machen zu lassen, sich an Brief und Siegel und geschworne Eide zuhalten und zu bedenken, welchen Vortheil das gute Vernehmen unter Bekannten und Nachbar» und welchesUngemach das Gegentheil bringe. Obwohl sein seliger Vater von Land und Leuten unbillig vertrieben wordensei, sei dennoch sein, des Prinzen, Wille, wie sich das fürstlichem Herkommen und Stand gezieme, gegen jenesBündniß nichts vorzunehmen, vielmehr, auch wenn dasselbe nie errichtet worden wäre, Alles zur Pflanzungguter Freundschaft und Nachbarschaft zu thu». Der Prinz sei noch des Verlangens, die Mißverständnisseund Irrungen, die sich zwischen seinen, Vater und Einigen aus der Eidgenossenschaft zugetragen haben, durchgütliche Mittel beizulegen und zähle hiebet auf geneigtes Entgegenkommen und erbitte sich diesfalls schriftliche

Antwort durch den Gesandten.

Dieses Schreiben wird durch Zürich mit Begleitschreiben vom 25. August allen XIII Orten mitgetheilt.

mit der Bemerkung, der Trnchseß sei zu Baden erschienen, die Boten aber schon vcrrittcn gewesen, weßhalbcr um Sendung von Abschriften an alle Orte ersucht habe. Man möge auf dem nächsten Tag Antwort

rrtheilen K, A. Basel: Abschiede 1S47-4S.— K. A. Solothur»: Abschicdeband SS. — K. A. Schafshaujcn: Correspondenzeii.

Zu K». Bei dem Luccrncr Exemplar liegt die Copie eines bezüglichen Schreibens von dem Statthalterin Mailand an Panizonus, d. d. 26. August. Er wird beauftragt, die Eidgenossen zu versichern, daß derKaiser inimcr gnädig gegen sie gesinnt sei Zc. Daß die Kornzufuhr aufgehört habe, rühre von der eingetretenenTheurung und dem Mangel her; man sei dadurch genöthigt, Vorräthe zu sammeln, um der Thcurung abzu-helfen w. Der König von Frankreich sei nämlich am 10. d. M. in Turin angekommen, um die Plätze daselbstZu besichtigen Zc.

Zll <4. Das Ausschreiben des Tages durch Lucern vom 27. August (Mittwoch vor Vereint) bemerkthierüber Folgendes: Die von Brcmgarten seien heute mit dreifacher Botschaft (neuem und altem Schultheißmit dein Nettesten vom Rath) vor dem Rathc zu Lucern erschienen und haben sich höchlich beklagt, wie ihr